FIS-Präsident kämpft um Olympia-Zukunft der „NoKo“

von SID
FIS-Präsident kämpft um Olympia-Zukunft der „NoKo“

Der neue Verbandschef erhofft sich viel von einer Neu-Analyse durch das IOC 2028.

Der Internationale Ski- und Snowboardverband FIS hat den Kampf um die olympische Zukunft der Nordischen Kombination noch nicht aufgegeben. „Spätestens Anfang 2028 will das IOC die Lage nochmals analysieren, dann wissen wir mehr. Wir sind als FIS schon in der Pflicht, auch diese und andere Sportarten zu fördern und zu erhalten“, sagte Verbandschef Alexander Ospelt der Süddeutschen Zeitung.

Die FIS tue einiges, um für die „NoKo“ einzustehen, betonte der Liechtensteiner. „Wir haben noch einmal in die Kombination investiert, wir haben in diesem Winter so viele Weltcup-Veranstaltungen wie noch nie – weil wir an die Sportart glauben.“

Darüber hinaus habe der Weltverband bereits „etwas erreicht, was nicht selbstverständlich ist: Das Internationale Olympische Komitee hat uns versichert, dass die Kombination wieder olympisch werden wird, sofern wir gewisse Bedingungen erfüllen.“

Das IOC hatte die Traditionssportart für die Winterspiele 2030 in Frankreich nach mehr als 100 Jahren aus dem Programm gestrichen. Athleten und Verantwortliche ringen seitdem um eine Rückkehr. Laut Ospelt geht es aus IOC-Sicht „um verbesserte Formate, mehr Publikum bei Veranstaltungen, mehr Nationen in der Weltspitze und Breite“.

Ospelt berichtete außerdem über die finanzielle Schieflage der FIS nach der Amtszeit seines umstrittenen Vorgängers Johan Eliasch. „Wenn wir so weitermachen würden, läge das strukturelle Defizit bei 20 Millionen Franken pro Jahr.“ Er habe bei seiner Übernahme keinen vernünftigen Geschäftsplan vorgefunden, die FIS aber wieder auf Kurs gebracht. Dennoch würden rechtliche Schritte gegen Eliasch geprüft.

Seine Idee jährlicher Weltmeisterschaften in Wintern ohne Olympia verteidigte Ospelt. „Wir haben für das Jahr 2028 erst einmal Abstand von den Plänen genommen, aber wir diskutieren das weiter“, sagte er.