Pokal-Blamage gegen Magdeburg? Elber warnt seine Bayern

von SID
Pokal-Blamage gegen Magdeburg? Elber warnt seine Bayern

Der einstige Stürmerstar erinnert sich nur zu gut an die böse Pleite des Rekordsiegers beim 1. FCM im Jahr 2000.

Der FC Bayern im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg – da war doch was? Richtig, im November 2000 sorgte der damalige Viertligist für eine der größten Sensationen in der über 83-jährigen Wettbewerbsgeschichte. Der Doublesieger aus München blamierte sich beim dramatischen 2:4 im Elfmeterschießen (1:1 n.V.) im Ernst-Grube-Stadion bis auf die Knochen.

„Ich würde sagen, dass wir uns zu sicher waren“, erinnerte sich der damalige Bayern-Torjäger Giovane Elber auf der Internetseite des Rekordpokalsiegers an das Aus in der 2. Runde, in der die Münchner am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) nun erneut auf Magdeburg treffen, allerdings zu Hause. „Wir dachten“, fuhr Elber fort, „wir kommen locker weiter.“

Aber der DFB-Pokal, man kennt es, habe nun mal „seine eigenen Gesetze. Magdeburg hat mit viel Willen und Einsatz gezeigt, was man erreichen kann, wenn man sein Herz auf dem Platz lässt.“ Zwar rettete Hasan Salihamidzic (79.) die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld nach der Magdeburger Führung von Adolphus Ofodile (66.) in die Verlängerung. Doch im Elferschießen versagten nach Jens Jeremies auch Elber die Nerven.

„Wir saßen in der Kabine und haben nur gedacht: Wie haben wir es geschafft, mit dieser Mannschaft hier auszuscheiden?“, sagte Elber. Die Pleite aber „war uns eine wichtige Lehre: Man darf keinen Gegner unterschätzen.“ Und so marschierten Elber und die Bayern danach nicht nur zur Meisterschaft, sondern sogar zum Champions-League-Triumph durch.

DEINE MEINUNG

Für seine Erben hat Elber eine Warnung parat. „Magdeburg ist mittlerweile in der 2. Liga, da wird schon guter Fußball gespielt“, sagte er: „Sie haben eine gute Mannschaft und in Emmanuel Iyoha auch einen guten Stürmer, der schon sechs Tore in dieser Saison erzielt. Was die individuelle Klasse angeht, ist Bayern zwar überlegen, aber sie müssen auch den Kampf annehmen – das hat unser Spiel damals gezeigt.“