Pogacar: „Einfach froh, am Leben zu sein“
Er ist und bleibt der König des Radsports
Drei Wirbel gebrochen, Schwindel und mentale Probleme: Der Rad-Superstar hatte nach seinem Vuelta-Sturz schwer zu kämpfen.
Radsport-Superstar Tadej Pogacar hat erstmals das volle Ausmaß seiner schweren Verletzungen nach seinem Sturz bei der Vuelta Ende August geschildert. Wie der Slowene in einem Interview mit The Athletic erklärte, erlitt er neben der Fraktur des linken Schlüsselbeins nicht nur einen, sondern drei Wirbelbrüche – einen in der Hals- und zwei in der oberen Brustwirbelsäule.
„Als ich gesehen habe, dass ich drei gebrochene Wirbel habe? Ich bin einfach froh, am Leben zu sein – oder einfach nur stehen zu können“, sagte der fünfmalige Tour-Sieger, der seine Saison nach dem Sturz bei der Spanien-Rundfahrt vorzeitig beendet hatte. Die weiteren Brüche seien kürzlich bei einem CT in Slowenien entdeckt worden: „Zu diesem Zeitpunkt war ich froh, nicht an den Europameisterschaften teilgenommen zu haben, die eigentlich mein Ziel waren.“
Pogacar: „Ich war völlig erledigt, es war so hart“
Besonders die ersten Wochen der Genesung seien schwierig gewesen, berichtete Pogacar. Sein Gleichgewichtssinn sei „völlig durcheinander“ gewesen: „Ich konnte nicht duschen. Mir wurde schwindelig, sobald ich aufstand oder den Kopf senkte. Ich war völlig erledigt, es war so hart.“ Auch mental sei er zunächst „nicht okay“ gewesen und habe sich zeitweise „wie depressiv“ gefühlt.
Mittlerweile trainiert Pogacar wieder, verspürt nach eigenen Angaben keine körperlichen Beschwerden mehr, räumte jedoch ein, in Abfahrten zunächst Respekt vor einem erneuten Sturz gehabt zu haben.