DHB: Trubel um einzelne Profis „spielt bisher keine Rolle“
Laut Teammanager Benjamin Chatton lassen sich die Spieler bislang nichts anmerken. Auch untereinander werden die Themen kaum diskutiert.
Deutschlands Handballer lassen sich von ein paar Nebengeräuschen rund um einzelne Spieler offenbar nicht aus der Ruhe bringen. „Meiner Wahrnehmung nach spielt das bisher keine Rolle“, sagte Teammanager Benjamin Chatton in einem Mediengespräch der Nationalmannschaft vor den EM-Qualifikationsspielen gegen Belgien und die Slowakei. Themen wie den Wechselwunsch von Kapitän Johannes Golla oder Gerüchte um Torhüter Andreas Wolff seien „draußen interessanter als für die Gruppe selbst“.
Die Spieler hätten „viele Themen, über die sie sich austauschen können. Man spricht teilweise über Berlin, weil wir hier sind, aber auch über Politik, Trump ist manchmal Thema, die Lottozahlen, manchmal baut einer ein Haus“, sagte Chatton. Zuletzt hatten Berichte über einen möglichen Wechsel von Starkeeper Wolff weg vom THW Kiel die Runde gemacht. Die Causa um die angestrebte Rückkehr von Golla zur SG Flensburg-Handewitt begleitet die Handballwelt seit Wochen.
Golla selbst mache „einen super Eindruck“, sagte dessen ehemaliger Teamkamerad aus Flensburg und DHB-Zimmerkollege Marko Grgic: „Er sieht sehr gut aus und ist immer noch genau so stark wie vorher.“ Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason hatte sich am Montag zum Lehrgang in Berlin getroffen, in der Hauptstadt spielt Deutschland am Donnerstag gegen Belgien (20.30 Uhr/ProSieben und Dyn), am Sonntag geht es dann in Presov gegen die Slowakei (18 Uhr/ARD).
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Golla, der nach wenigen Monaten bei der MT Melsungen wieder nach Flensburg wechseln möchte und zuletzt von einer Gefahr für seine mentale Gesundheit gesprochen hatte, wird die Mannschaft als Kapitän anführen. Über die privat schwierige Situation spreche Grgic mit ihm bislang nicht. „Erstens geht es mich gar nichts an, zweitens hat er genug damit zu kämpfen. Deswegen ist er wahrscheinlich froh, wenn er mal nicht darüber nachdenken oder reden muss“, sagte Grgic. Er wolle Golla „da nicht zu sehr auf die Pelle rücken“.