Letten-Coach zählt IIHF an: „Begründung sehr schwach“
Arturs Irbe sieht beim Eishockey-Weltverband große Fehler - und hofft, dass sich doch noch etwas tut.
Für Lettlands Eishockey-Nationaltrainer Arturs Irbe trägt der Weltverband die Schuld am Urteil zur Rückkehr russischer Mannschaften. „Es ist ganz einfach: Die Begründung, warum die IIHF sie von internationalen Wettbewerben ausschließt, war sehr schwach und ging nicht wirklich auf die eigentlichen Bedenken ein“, sagte der langjährige NHL-Torhüter beim Deutschland Cup in Düsseldorf.
Auch der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte in einer Erklärung auf die mangelnden Beweise des Dachverbands verwiesen. Diese seien „wahrscheinlich eher diplomatischer Natur als eine echte Begründung dafür, warum sie nicht teilnehmen dürfen“, glaubt Irbe. Der 59-Jährige hofft, dass die IIHF juristisch nachbessert.
„Die IIHF kann ihre Begründung, warum Russland nicht spielen darf, erneut darlegen – und jeder versteht, es geht nicht nur um Sicherheit, sondern um die Aggression, um das Blut unschuldiger Menschen, das gerade jetzt in der Ukraine vergossen wird“, sagte Irbe.
Lettland gehört zu den Ländern, die mit einem Boykott gedroht haben, sollte Russland an Weltmeisterschaften teilnehmen. Auch zahlreiche Sponsoren wollen für diesen Fall Konsequenzen ziehen. Eine Entscheidung der IIHF um den neuen Präsidenten Franz Reindl, wie es weitergehen soll, wird mit Spannung erwartet.
Für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) ist es gar eine Option, die Gastgeberrolle bei einer Rückkehr Russlands zurückzugeben, wie der Vorstandsvorsitzende Frank Lutz sagte.
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„Wenn es keine Weltmeisterschaft in Deutschland gibt, kann es nirgendwo anders eine echte Weltmeisterschaft geben“, sagte Irbe: „Entweder findet die Weltmeisterschaft statt oder es kommt zu einer Unterbrechung.“