Zoff zwischen Hamilton und Leclerc: Wolff mit „Déjà-vu“

von SID
Zoff zwischen Hamilton und Leclerc: Wolff mit „Déjà-vu“

Der Mercedes-Teamchef fühlt sich an vergangene Zeiten erinnert und leidet mit Fred Vasseur.

Als sich Fred Vasseur wegen des Ferrari-Zoffs im Fragenhagel der Journalisten wiederfand, verschaffte ihm Toto Wolff einen kurzen Moment zum Durchatmen. „Fred braucht von mir keine Ratschläge, aber es ist wie ein Déjà-vu“, sagte der Mercedes-Boss vor dem Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 18.00 Uhr MEZ/Sky): „Denn ihr habt mir genau dieselben Fragen wie viele Jahre lang gestellt? 2013, 2014, 2015, 2016, dann hat Nico aufgehört?“

Wolff kennt sich nur allzu gut mit Krach zwischen seinen beiden Fahrern aus. Die Rivalität zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton prägte eine Ära in der Formel 1. Jetzt steht wieder der britische Rekordweltmeister im Mittelpunkt, nun liegt er mit dem zweiten Scuderia-Piloten Charles Leclerc nach einem unnötigen Zweikampf am vergangenen Wochenende in Mexiko im Clinch.

Es sei „genau dieselbe Situation“, sagte Wolff. Zwei so starke Fahrer „wollen gewinnen, und das ist eine Situation, mit der man immer sehr schwer zurechtkommt – vor allem mit dem ganzen Medienrummel, wenn diese Autos ganz vorne fahren“, führte der Österreicher aus: „In dieser Hinsicht kann ich also sehr gut nachempfinden, was Fred gerade durchmacht.“

Wenn es bei Rosberg und Hamilton zu einem Unfall wie 2016 in Barcelona gekommen sei, „war klar, dass das nun die Grenze war und es so nicht weitergehen würde“, sagte Wolff: „Deshalb musste es vielleicht erst bis zu diesem Punkt eskalieren, denn es geht um den Respekt vor dem Team, vor vielen Tausend Menschen und vor der Marke, die alle zusammenarbeiten – und das müssen sie sich immer in ihren Köpfen behalten.“