MotoGP: Erster WM-Matchball für Márquez
Im Hauptrennen am Sonntag kann der Spanier Weltmeister werden.
Spitzenreiter Marc Márquez hat sich in der MotoGP seinen ersten Matchball für die Titelverteidigung erarbeitet. Beim umstrittenen Grand Prix in Katar fuhr der Spanier im Sprint nach ganz vorne. Weil sein ärgster Titelkonkurrent Jorge Martín nur Platz drei belegte und der weitere Verfolger Marco Bezzecchi ausschied, kann der 33-Jährige die WM-Entscheidung im Hauptrennen am Sonntag (17.00 MEZ/Sky und DF1) perfekt machen.
Márquez (Ducati) führt im Klassement mit nun 411 Punkten vor dem Aprilia-Duo Martín (Spanien/362) und Bezzecchi (Italien/332). Für seinen zehnten Weltmeistertitel braucht Márquez am Sonntag den Rennsieg, Martín wiederum müsste außerhalb der Punkteränge liegen. Die nächste Titelchance würde in Portimao/Portugal (20. bis 22. November) auf den Spanier warten.
Nach einem Unfall von Fermín Aldeguer und Francesco Bagnaia in der ersten Runde war der Sprint früh unterbrochen. Der Italiener Bagnaia war heftig von seinem Motorrad abgeflogen und wird das Hauptrennen verpassen. Erste medizinische Untersuchungen ergaben zwei Brüche im rechten Mittelfuß. Beim Neustart übernahm Márquez die Führung von WM-Konkurrent Marco Bezzecchi. Wenige Runden später berührten sich beide Piloten, Bezzecchi schied aus.
Martín, noch immer stark beeinträchtigt von seinem Handgelenkbruch von vor zwei Wochen, hatte sich in der Zwischenzeit von Platz elf nach vorne gearbeitet und war nun hinter Márquez. Statt des Angriffs nach vorne, verlor er Platz zwei jedoch an Fabio Di Giannantonio.
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Das Rennen in Katar ist aufgrund der Sicherheitslage im Nahen Osten umstritten. Der Großteil der Fahrer wollte nicht zur 19. WM-Station reisen. Drohende Strafen und vertragliche Verpflichtungen gaben am Ende den Ausschlag für eine Teilnahme. Lediglich Yamaha verweigerte seine Teilnahme, reiste mit seinen zwei Teams nicht an.