Nach DFB-Ausbootung: Schäfer stellt sich hinter Raum
Diese Klopp-Entscheidung will Demichelis nicht kommentieren
Der Leipziger Kapitän steht nicht im Aufgebot von Bundestrainer Jürgen Klopp. RB-Geschäftsführer Marcel Schäfer hat jetzt verraten, wie Raum aus die Ausbootung reagierte, und überrascht mit einer klaren Titel-Ansage.
David Raum fehlt im DFB-Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp für die anstehenden Länderspiele gegen Serbien und die Niederlande. Nun hat Marcel Schäfer, Geschäftsführer von RB Leipzig, erklärt, wie der Linksverteidiger seine Nicht-Nominierung aufgenommen hat.
„Natürlich waren wir im Austausch und natürlich ist er enttäuscht, vielleicht auch frustriert und ein Stück weit verärgert“, sagte Schäfer im SPORT1 Doppelpass. Raum müsse aber „genau das hernehmen und die Antwort auf dem Platz zeigen“.
DFB-Ausbootung: Schäfer pflichtet Raum bei
Klopp hatte den 28-Jährigen bei der Nominierung zum ersten Mal seit Ende 2024 beim Nationalteam außen vor gelassen, stattdessen sind Nathaniel Brown (FC Bayern München) und Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart) für die Linksverteidiger-Position dabei.
Raum selbst hatte am Samstag nach dem 5:2-Heimsieg gegen den FC Augsburg gesagt, er respektiere die Entscheidung des Bundestrainers. Trotzdem kündigte er an, sich seinen Platz in der Nationalmannschaft mit Leistungen zurückholen zu wollen.: „Seit Langem bin ich mal wieder nicht dabei, aber ich habe ihm dann auch gesagt, dass ich jetzt einfach mit Leistungen antworten werde, dass er beim nächsten Mal nicht um mich herumkommt.“
Genau diese Einstellung teilte nun auch Leipzigs Geschäftsführer Schäfer: „Das, was er gesagt hat, muss er umsetzen und das hat er gegen Manchester City getan, da hat er eine sehr ordentliche Leistung gezeigt und jetzt am Wochenende noch mal einen draufgelegt. Das sind die richtigen Antworten. Und dann wird es auch irgendwann so kommen, dass Jürgen Klopp nicht mehr um ihn herumkommt.“
Gruda? „Hat von mir einen Rüffel bekommen“
Bereits bei der knappen 2:3-Niederlage in der Champions League gegen die Skyblues hatte der Linksverteidiger eine gute Partie abgeliefert, gegen Augsburg verwandelte er einen Freistoß sehenswert zum zwischenzeitlichen 3:1. Die anstehenden Länderspiele wird er dennoch von zu Hause aus verfolgen müssen.
Im Gegensatz zu Raum darf sich RB-Star Brajan Gruda auf seine ersten DFB-Partien freuen, er überzeugte gegen den FCA mit zwei Torvorlagen. Schäfer lobte den jungen Offensivstar dabei vor allem aber für seine Arbeit gegen den Ball: „Wenn er das lernt, dass es auch eine Intensität gegen den Ball braucht, dann kenne ich nicht viele Grenzen für Brajan Gruda.“
Gruda dürfe nach einem Ballverlust nur nicht stehen bleiben, ergänzte Schäfer. „Das hat er in den letzten Wochen ab und zu mal gemacht und von mir dann auch einen Rüffel bekommen.“ Nach dem Sieg gegen Augsburg stehen die Leipziger in der Bundesliga mit 18 Punkten auf einem Champions-League-Platz.
Schäfer mit deutlicher Titel-Ansage
Schäfer machte kein Geheimnis daraus, dass der Verein auch am Ende der Saison genau dort stehen möchte. „Da gibt es nichts zu verbergen. In der Bundesliga wollen wir in die Top vier, wollen dauerhaft in der Champions League vertreten sein.“
In der diesjährigen Königsklasse tun sich die Sachsen indes noch schwer: Mit nur einem Sieg aus den ersten vier Spielen wäre RB Stand jetzt nicht einmal für die Zwischenrunde qualifiziert.
Die klarste Ansage gab es von Schäfer aber in einem anderen Wettbewerb: „Im Pokal startest du, um den Pokal zu gewinnen. RB Leipzig hat schon zweimal den Pokal gewonnen und dann kann es nichts anderes heißen, als dass wir da wieder hinwollen. Der Pokal ist der kürzeste Weg zu einem Titel und den würden wir gerne gewinnen.“
Leipzig steht im Achtelfinale und trifft dort auf Bayer Leverkusen.