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Schalke 04 tritt am späten Nachmittag zum Retterspiel bei der SG Wattenscheid 09 an. Deren Sportlicher Leiter Peter Neururer ist seinem Ex-Klub ewig dankbar.

In den 90er Jahren war die Blütezeit der SG Wattenscheid 09.

Von 1990 bis 1994 spielte der Traditionsklub in der Bundesliga, war finanziell dank des Textil-Unternehmers und Präsidenten Klaus Steilmann gut aufgestellt.

25 Jahre später ist vom damaligen Glanz nicht mehr viel übriggeblieben. Wattenscheid befindet sich seit sechs Jahren in der viertklassigen Regionalliga West und entging im Januar in letzter Minute der Insolvenz. Um wieder auf die Beine zu kommen, hofft der Regionalligist jetzt auch auf das Geschick von zwei früheren Schalkern: Ex-Präsident Josef Schnusenberg und Ex-Coach Peter Neururer.

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Schnusenberg ist seit Anfang des Jahres Aufsichtsratsmitglied bei Wattenscheid und lotste im März Neururer als neuen Sportlichen Leiter zum Regionalligisten. "Die sportliche Entwicklung war positiv über die letzten Wochen und Monate", erklärte Neururer. "Die finanzielle Situation sieht nicht gut aus, aber ich hoffe, dass wir das in den Griff bekommen."

Schalke kommt zum "Retterspiel"

Beim früheren Bundesligisten liegt vieles im Argen. Doch Neururer kann sich auf seinen Herzensklub verlassen, denn Schalke tritt am Sonntag zum "Retterspiel" im Lohrheidestadion an (SG Wattenscheid 09 - FC Schalke 04, ab 16.45 Uhr LIVE auf SPORT1). Die kompletten Einnahmen der Partie kommen Wattenscheid zugute. 

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"Ich ziehe den Hut vor der Bereitschaft eines Ruhrpott-Gegners, der ja leider kein Gegner mehr ist, sondern eine große Hilfe darstellt", ist der SPORT1-Experte seinem Ex-Klub äußerst dankbar. "Ich ziehe den Hut vor Schalke, dass sie sich bereit erklärt haben, ohne jegliche finanzielle Forderung dieses Ding einzugehen und gegen Wattenscheid zu spielen."

Verbunden mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. "Ich glaube, dass wir mit dem Spiel gegen Schalke 04 einen großen Schritt in eine positivere Zukunft gehen", sagte der 64-Jährige. "Denn was Schalke und seine Fans in Verbindung mit den Fans, die immer zu Wattenscheid kommen, in dieser schwierigen Situation veranstalten, ist schon einzigartig."

Neururer gerät regelrecht ins Schwärmen angesichts der Hilfsbereitschaft der Königsblauen: "Schalke zeigt ein großes Herz in Bezug auf einen Verein, dem es sehr schlecht geht. Sie haben auch nicht lange gefragt, wer Schuld hat – hier hilft Schalke 04, hier hilft der Fußball dem Fußball, von daher finde ich das großartig."

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