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Nürnberg - So richtig in Tritt kommen will der FC Schalke 04 auch nach dem Trainerwechsel nicht. Unter Huub Stevens kommt man in der Bundesliga bisher nur auf vier Punkte.

Am Tag nach dem peinlichen wie glücklichen 1:1 in Nürnberg hätte die Stimmung bei Schalke 04 kaum gedrückter sein können. Selbst Trainer Huub Stevens, in den Wochen nach seiner erneuten Amtsübernahme ständiger Einpeitscher, wirkte beinahe apathisch. Bei Schalke ist die Angst vor dem Worst-Case, dem Super-Gau, dem Abstieg beinahe greifbar.

"Wenn du da unten stehst, ist es normal, dass es da Zweifel gibt. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber", hatte Stevens nach dem Spiel in Nürnberg bei SPORT1 erklärt und hinzugefügt: "Du musst keine Angst haben, du musst versuchen, nach deinen Qualitäten zu spielen, und das haben wir nicht getan." Das Problem: Bei seinen Spielern kommt Stevens' Ansage nicht an.

Im Schnitt ein Punkt unter Stevens

Im Durchschnitt ein Punkt pro Spiel ist definitiv zu wenig, um ein klares Zeichen zu setzen und sich endgültig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Auch unter Stevens tritt Schalke auf der Stelle, holte in vier Bundesliga-Partien gerade mal vier Punkte unter dem Nachfolger von Domenico Tedesco.

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Die Königsblauen scheinen den Abstiegskampf nicht annehmen zu können oder zu wollen, wie auch die Leistung am Freitag beim 1. FC Nürnberg wieder verdeutlichte.

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Burgstaller bedient

Die Angst austreiben soll den Schalker Spielern ein alter Bekannter. Markus Zetlmeisl war schon zu Felix Magaths Zeiten Konditionstrainer der Königsblauen und wurde jetzt laut Bild aus der Nachwuchsakademie wieder in den Trainerstab der Profis zurückgeholt, um für die nötige Kondition im Saisonendspurt zu sorgen. Dass eine Veränderung nach dieser schwachen Teamleistung bitter nötig ist, befand auch Mittelstürmer Guido Burgstaller.

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"Nürnberg war halt klar die bessere Mannschaft. Die hätten sich den Sieg verdient, das war von uns einfach zu wenig. Wir waren einfach zu träge. Unser Pressing hat nicht funktioniert, als ganze Mannschaft. Es gab immer Teile, die das Pressing gemacht haben, die anderen bleiben stehen", sagte der Österreicher. "Wir waren zu langsam im Passspiel, so kannst du keinen tiefstehenden Gegner ausspielen und so wirst du auch keine Torchancen kreieren."

Die einzig gute Nachricht kam am Samstag aus Stuttgart. Durch die Niederlage des VfB gegen Bayer Leverkusen beträgt Schalkes Vorsprung auf den Relegationsplatz fünf Spiele vor dem Saisonende nun sechs Punkte

Schiri-Ärger bei Nürnberg

Bei den Nürnbergern trübte das Unverständnis über das abgepfiffene Tor von Hanno Behrens die Freude über die eigentlich gute Leistung. "Das waren sehr positive 90 Minuten, denn aus meiner Sicht haben wir unter meiner Leitung das beste Spiel der Saison absolviert", sagte Club-Trainer Boris Schommers. "Wir hätten heute definitiv zu Hause den Sieg verdient gehabt und sind letztendlich am Schiedsrichter gescheitert, am Elfmeterpunkt gescheitert und an einem überragenden gegnerischen Torwart."

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Besonders Schiedsrichter Robert Kampka kam nicht gut weg. "Am Videobeweis konnten wir gar nicht scheitern, weil er gar nicht gezogen wurde, weil der Schiedsrichter eine klare Fehlentscheidung getroffen hat. Da habe ich null Verständnis dafür, wenn man diese Technik hat", kritisierte der Übungsleiter der Franken, der im Abstiegskampf trotzdem noch nicht aufgeben will.

"Für mich haben wir heute natürlich zwei Punkte zu wenig gewonnen, aber wir haben einen Punkt geholt und damit sind wir auf drei Punkte an den Relegationsplatz ran", sagte Schommers SPORT1.

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