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München - Leroy Sané steht bei ManCity im Rampenlicht, wird von den Bayern umgarnt und ist das Gesicht des verjüngten DFB-Teams. Seine Anfänge liegen in Wattenscheid.

Wenn die SG Wattenscheid 09 im Retterspiel am Sonntag den FC Schalke 04 (jetzt LIVE im TV auf SPORT1) empfängt, sitzt der wohl berühmteste Ex-Spieler beider Vereine gerade im Flieger nach China.

Mit seinem aktuellen Klub Manchester City reist Leroy Sané im Rahmen der Premier League Asia Tour nach Shanghai, wo am Mittwoch das Spiel gegen West Ham United auf dem Programm steht.

Sané ist mittlerweile auf der großen Fußballbühne zuhause. Geformt in Schalkes berühmter Knappenschmiede, wechselte der Flügelstürmer 2016 für über 50 Millionen Euro zu Manchester City.

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Begründet wurde seine Entwicklung zum international gefragten Topstar, der vor allem beim FC Bayern ganz oben auf der Wunschliste steht, an der legendären Lohrheide im Bochumer Stadtteil Wattenscheid.

Leroy Sané tritt in Fußstapfen seines Vaters

In Sichtweite des Stadions kickte er auf den Bolzplätzen mit seinen Brüdern Sidi und Kim. Als Fünfjähriger machte Sané bei den Bambinis der SGW die ersten Schritte und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters Souleymane. Mit 39 Toren ist dieser bis heute Wattenscheids Rekordtorschütze in der Bundesliga.

Souleymane Sané (l.) spielte von 1990 bis 1994 für die SG Wattenscheid 09
Souleymane Sané (l.) spielte von 1990 bis 1994 für die SG Wattenscheid 09 © Getty Images

Damit steht der Name Sané auch für das erfolgreichste Kapitel des Klubs, als die SGW Anfang der 1990er Jahre das Oberhaus aufmischte und sogar die Bayern zweimal düpierte. Als "das Schlimmste, was der Bundesliga passieren konnte", verfluchte damals Bayerns Manager Uli Hoeneß den Verein aus dem Bochumer Stadtteil.

Wattenscheid das Sprungbrett für Sané

Als Leroy Sané 1996 geboren wurde, waren die glorreichen Zeiten der Wattenscheider bereits Geschichte. Dennoch diente ihm der Klub als Sprungbrett.

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"Es war schon geil, wie der Kleine mit der Palmenfrisur über die Asche geschossen ist", erinnerte sich sein Jugendtrainer Aytekin Samast in der Sport-Bild.

Kein Wunder, dass die namhafte Konkurrenz im Ruhrpott schnell auf den gebürtigen Essener aufmerksam wurde. 2005 erfolgte daher der nächste Karriereschritt mit dem Wechsel in die Schalker Knappenschmiede.

Dort nahm ihn der als Talentförderer bekannte Norbert Elgert unter seine Fittiche.

"Tritt in den Hintern" hilft Sané

Sané selbst erinnerte sich in Elgerts Biografie "Gib alles, nur nie auf!": "Bei mir hatte Norbert Elgert erkannt, dass er nicht unbedingt die feinfühligste Art an den Tag legen musste, sondern dass der eine oder andere Tritt in den Hintern helfen würde."

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Als ein solcher wirkte auch die Nichtnominierung für die WM 2018 durch Bundestrainer Joachim Löw. In der Zeit des Neuaufbaus nach dem WM-Debakel wurde Sané in der Nationalmannschaft zu einem der Gesichter des Aufschwungs.

"Leroy ist kein Konformist, aber davon gibt es schon genug. Spieler wie Leroy ragen daher schon aus einem Team heraus", sagte sein Förderer Elgert im Mai zu SPORT1. "Seine größten Stärken sind seine Unbekümmertheit und auch sein raumübergreifendes sowie Gegner ausspielendes Dribbling. Zudem ist er sehr torgefährlich und hat auch sein Spiel gegen den Ball verbessert."

Wohin auch immer Sanés Reise gehen wird, ihren Anfang nahm sie in Wattenscheid.

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