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WOLFSBURG, GERMANY - AUGUST 17: Wout Weghorst of VfL Wolfsburg celebrates scoring his sides second goal during the Bundesliga match between VfL Wolfsburg and 1. FC Koeln at Volkswagen Arena on August 17, 2019 in Wolfsburg, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
Wout Weghorst hat zur Zeit nur auf Vereinsebene gut lachen © Getty Images
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Wolfsburg und Berlin - Wout Weghorst hat seine Treffsicherheit aus der Vorsaison konserviert und auch seine Einsatzfreude beibehalten. Für Oranje ist Wolfsburgs bester Angreifer aber offenbar nicht gut genug.

Als das Gespräch auf das Thema Nationalmannschaft kam, verschwand das Lächeln aus dem Gesicht von Wout Weghorst.

"Ich bin im vorläufigen Kader", sagte der Torjäger des VfL Wolfsburg und fügte süffisant an: "So wie bei den letzten fünf Mal." Am Ende wurde der Niederländer immer wieder von Bondscoach Ronald Koeman gestrichen.

Weghorsts Mimik und Körpersprache deuteten nicht daraufhin, dass er sich große Chancen ausrechnet, im EM-Qualifikationsspiel am 6. September in Hamburg gegen Deutschland dabei zu sein. "Wir werden sehen. Das Einzige, was ich machen kann, ist meine Leistung abzurufen. In jeder Woche, in jedem Spiel", sagte der 27-Jährige.

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Weghorst in starker Form

So wie beim 3:0-Auswärtssieg der Wolfsburger am Sonntag bei Hertha BSC, als Weghorst vom Elfmeterpunkt seinen dritten Treffer im dritten Pflichtspiel erzielte und mit seiner Lauf- und Zweikampfstärke glänzte.

"Er ist ein Spieler, der sich für die Mannschaft aufopfert, der unglaublich weite Wege auch in der Defensive macht", sagte VfL-Trainer Glasner: "Aber natürlich ist er für uns dann am wertvollsten, wenn er auch trifft."

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Für die Elftal reicht es aber offenbar noch nicht. Nur drei Länderspiele hat der Angreifer für Oranje bestritten, allesamt im Jahr 2018. Dabei kam Weghorst nicht mal auf 20 Spielminuten. Selbst seine Topform am Ende der Vorsaison, die er mit 17 Ligatoren und dem Einzug in die Europa League mit Wolfsburg abschloss, überzeugte Koeman nicht. 

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Der 1,97 m große Weghorst, der seine Stärken im Strafraum und als so genannter "Wandspieler" hat, der lange Bälle behaupten und auf nachrückende Mittelfeldspieler ablegen kann, passt da nicht ins Profil.

Dass Weghorst bei den Niederländern zuletzt aber nicht mal als Alternative infrage kam, wundert die VfL-Verantwortlichen. "Damit schaden sie sich aus meiner Sicht selbst", hatte Sportdirektor Marcel Schäfer kürzlich gesagt: "Als Trainer kann man nur froh sein, solch einen Spieler in seinen Reihen zu haben."

Weghorst steckt den Kopf nicht in den Sand

Weghorst würde für Oranje alles geben. "Die Nationalmannschaft war immer das Größte für mich, bei der EM in einem Jahr will ich mit aller Macht dabei sein", sagte er. Dafür arbeitet Weghorst in Wolfsburg hart an seinen Schwächen.

"Ich glaube, dass ich bei Ballbesitz noch Sachen besser machen kann und auch auch besser machen muss", sagte der Angreifer: "Natürlich hoffe ich, dass ich dafür belohnt werde."

Auf Vereinsebene ist Weghorst wunschlos glücklich, mit dem zweiten Saisonsieg haben sich die Wölfe in der Spitzengruppe der Bundesliga festgebissen. "Wir sind auf einem super Weg", sagte Weghorst.

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