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Manchester - Mit vier Scorerpunkten ragt Leroy Sane beim Kantersieg gegen Schalke heraus. Die Fußballwelt gerät ins Schwärmen - und stellt einmal mehr Joachim Löw infrage.

Er traf, kreierte und zerstörte!

Leroy Sane hat bei Manchester Citys 7:0-Kantersieg gegen seine alte Liebe Schalke 04 eine Galavorstellung hingelegt, die ihresgleichen sucht. Der 23-Jährige glänzte im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League mit einem Tor und drei Vorlagen, war der herausragende Spieler der Partie.

Kein Wunder, dass die Fußballwelt deswegen ins Schwärmen gerät.

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"Es ist niemand auf der Welt mit diesen Qualitäten zu finden", lautete der Ritterschlag seines Teammanagers Pep Guardiola nach dem Spiel. Trotzdem glaubt der Coach, dass sein Lieblingsschüler sogar noch mehr drauf hat und einen Gang höher schalten kann: "Leroy war in den ersten 20 Minuten nicht aggressiv genug. Danach war er überragend. Ich mag es, wenn er Tempo aufnimmt, und den Weg nach vorne geht. Da macht es nichts, wenn er mal den Ball verliert." Ob der Youngster sein bislang bestes Spiel gemacht habe? "Nein!"

Auch die Presse huldigte der Leistung des deutschen Nationalspielers, dem sogar noch ein Tor aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt wurde: "Sterling und Sane im Herzen von Citys elegantem Abrissjob. Gegen Citys herrschaftliche Flügelspieler hatte Schalkes Abwehr keine Chance. Sane traf, kreierte und zerstörte", schrieb etwa die britische "Times".

Lienen: "Dann stimmt etwas mit der Nationalmannschaft nicht"

Lobende Worte gab es auch aus Sanes Heimatland.

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"Wenn ich höre, der hat in der Nationalmannschaft noch nicht funktioniert, dann funktioniert was mit der Nationalmannschaft nicht", sagte Ewald Lienen bei Sky - ein Seitenhieb auf Joachim Löw und Sanes Ausbootung aus dem DFB-Kader vor der WM 2018 in Russland. Dass der Bundestrainer künftig durchaus auf ihn zählen kann, bewies Sane einmal mehr eindrucksvoll.

Für die Ausbootung von Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng zeigte Sane Verständnis: "Es wird ein Neuanfang. Wir werden das gut hinkriegen. Der Trainer hat einen Plan, das müssen alle akzeptieren." Allerdings kann der Flügerspieler mit dem aussortierten Trio mitfühlen: "Es ist immer hart für jeden, egal in welchem Alter. Die Drei haben viel für das Land getan und einiges gewonnen."

Sane ist auf dem besten Weg, es ihnen schon bald nachzumachen.

Englische Pressestimmen zu ManCity - Schalke in der Übersicht:

The Sun: "Peps Männer im siebten Himmel. Das war Citys höchster, beeindruckendster Sieg in der Champions League. Und er hätte noch höher ausfallen können. Schalkes Torwart Ralf Fährmann wurde innerhalb von sieben Minuten abgefertigt, getunnelt und gedemütigt. Er wurde hoffnungslos alleine gelassen."

Daily Mail: "Ein schillerndes City schenkt Schalke sieben Stück ein, um ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. City war absolut fantastisch. Effektiv und rücksichtslos. Schalke 04 ist so schlecht, allein der Vereinsname könnte mit einem Endergebnis verwechselt werden."

The Guardian: "Manchester City genießt den Spaziergang zum 7:0 unter die letzten Acht gegen schlaffe Schalker. Es war ein Abend von spektakulärer Überlegenheit. Das gruseligste für die anderen Teams vor der Viertelfinal-Auslosung ist, dass es lange gar nicht so aussah, als würde Guardiolas Team am Maximum spielen."

The Telegraph: "Demolition men. Sergio Aguero führt ManCity bei der Zerstörung von Schalke an und unter die letzten Acht der Champions League. Schalke entschuldigte sich nach der Niederlage feierlich. Eine Niederlage, die nicht nur durch das hohe Ergebnis, sondern auch die Art und Weise die Überlegenheit des Gegners offenbarte."

Mirror: "Siebter Himmel! ManCity bucht das Champions-League-Viertelfinale mit einem Rekordsieg gegen Schalke."

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