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Der DFB hat Ärger wegen der Vermarktung seiner Länderspiele
Der DFB hat Ärger wegen der Vermarktung seiner Länderspiele © Getty Images
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Der DFB hat Ärger mit der Vermarktung von Werbebanden bei Länderspielen. Einem Bericht zufolge gibt es bereits personelle Konsequenzen in der Marketing-Abteilung.

Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) droht ein Korruptionsfall rund um die Vermarktung von Bandenwerbung bei Länderspielen.

Nach Informationen der Bild trennte sich der Verband von einem leitenden Marketing-Mitarbeiter, der durch die Annahme von Zuwendungen gravierend gegen interne Bestimmungen verstoßen hatte. Der DFB bestätigte dem SID am Freitag, Untersuchungen eingeleitet zu haben.

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"Dem DFB liegen Erkenntnisse vor, dass es zu möglichen Auffälligkeiten gekommen ist, die in Zusammenarbeit mit externen Wirtschaftsprüfern untersucht werden. Wir werden die Ergebnisse dieser Prüfungen zunächst abwarten und uns deshalb zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht weiter äußern", teilte der Verband auf SID-Anfrage mit.

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Vermarktungsagentur Infront bestätigt "betrügerische Aktivitäten"

Offenbar kam es bei der Vermarktung der Bandenwerbung bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft zu erheblichen Betrugsfällen. Bis 2018 hatte der DFB dieses Vermarktungsrecht an die Agentur Infront, für die der DFB-Mitarbeiter zuständig war, verkauft. Auch Infront bestätigte am Freitag, "betrügerische Aktivitäten entdeckt" zu haben, die "mutmaßlich von einem ehemaligen leitenden Mitarbeiter begangen wurden."

Infront nannte auch Details zu den Fällen. "Den Kunden wurde weniger Werbezeit als vertraglich vereinbart zur Verfügung gestellt. Dadurch entstand ein Überschuss an verfügbarer Werbezeit, für die zusätzlichen Einnahmen generiert wurden". Infront wurde nach eigenen Angaben durch einen Hinweis der Staatsanwaltschaft in Thurgau/Schweiz auf Aspekte dieser Aktivitäten aufmerksam. Gegen den ehemaligen Mitarbeiter sei ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung zum Nachteil von Infront eröffnet worden.

Infront hat darüber hinaus PricewaterhouseCoopers beauftragt, die Differenz zwischen der tatsächlich gelieferten und der vertraglich vereinbarten Werbezeit festzustellen.

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