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Handball, Bundesliga: Hendrik Pekeler kritisiert Terminhatz, Hendrik Pekeler wechselte vor Saisonbeginn von den RN Löwen zum THW Kiel
Hendrik Pekeler wechselte vor Saisonbeginn von den RN Löwen zum THW Kiel © Getty Images
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Hendrik Pekeler fürchtet um die Bedeutung der Bundesliga. Der Nationalspieler kritisiert die Funktionäre und fordert längere Pausen.

Nationalspieler Hendrik Pekeler (27) hat die hohen Belastungen für Profis in der Handball-Bundesliga kritisiert. Wegen der vielen Spielansetzungen sorgt sich der Kreisläufer des THW Kiel um die Gesundheit der Spieler und sieht die internationale Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga-Klubs gefährdet.

"Wer in Deutschland spielt, ist nach der Saison körperlich am Ende. In den entscheidenden Saisonphasen können wir die Leistungen nicht mehr abrufen", sagte Pekeler der Sport Bild. Nicht nur die Anzahl der Spiele sei für die Spieler ein Problem, sondern vor allem die kurze Sommerpause von nur drei Wochen. "Hier wird schon lange nicht mehr im Interesse der Sportler sondern nur der Funktionäre entschieden", sagte Pekeler.

Den Trend, dass es viele Top-Spieler ins Ausland zieht, kann er nachvollziehen. "Wenn ich für mehr Geld, aber geringere Belastung ins Ausland gehen könnte, würde ich das vielleicht auch tun", sagte Pekeler: "Es ist Fakt, dass die anderen Ligen schwächer, dafür dort aber mehr Geld verdient werden kann." Man müsse es schaffen, die Spieler, die ins Ausland gehen, wieder nach Deutschland zu locken. "Nur so kann Deutschland auch in der Spitze wieder die beste Liga der Welt sein", sagte Pekeler.

Auch Gensheimer übt Kritik  

Der Abwehrchef der Nationalmannschaft steht mit seiner Kritik nicht allein da. Zuletzt hatten sich auch DHB-Kapitän Uwe Gensheimer, der bei Paris St. Germain sein Geld verdient, und Nikolaj Jacobsen, Trainer des Pokalsiegers Rhein-Neckar Löwen, ähnlich geäußert.

In Frankreich, das zuletzt mit drei Teams beim Final Four der Champions League in Köln vertreten war, spielen lediglich 14 Klubs um den Meistertitel - in Deutschland, das in den vergangenen beiden Jahren keinen Teilnehmer in der Domstadt stellte, sind es 18.

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