Gänsehaut ohne Ende! Die wildesten Szenen der WM
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Die französischen und kroatischen Fans empfangen ihren Helden einen begeisterten Empfang. SPORT1 versorgt sie im TICKER zum Nachlesen mit allen Infos zu den WM-Partys.

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  • Fans feiern Mannschaft (19.25 Uhr)
  • Franzosen gelandet (17.05 Uhr)
  • Mannschaft in Paris erwartet (15.01 Uhr)

+++ 9.02 Uhr: Beckenbauer gratuliert Deschamps +++

Franz Beckenbauer hat Didier Deschamps im kleinen, aber erlauchten Kreis der Stars begrüßt, die als Spieler und Trainer Weltmeister wurden.

"Willkommen im Klub. Jetzt sind wir schon zu dritt. Da sollten wir uns vielleicht mal treffen", sagte Beckenbauer der Bild.

Erst drei Fußballer haben dieses Kunststück bisher vollbracht. Der Brasilianer Mario Zagallo (86) gewann 1958 als Spieler den WM-Pokal, 1970 holte er ihn als Trainer. Beckenbauer war 1974 als Profi und 1990 als Teamchef erfolgreich.

Der Franzose Deschamps (49) gewann den Titel 1998 und am vergangenen Sonntag.

"Es ist erstaunlich, dass dies in der langen WM-Geschichte seit 1930 erst so selten gelungen ist", sagte Beckenbauer (72): "Es haben schon einige probiert wie z.B. Maradona, aber nicht gepackt."

Der "Kaiser" glaubt auch zu wissen, warum es ausgerechnet Deschamps gelungen ist. "Er war ja beim WM-Sieg 1998 Kapitän der Franzosen. Da lernst du automatisch, wie du ein Team führst. Das hat mir auch später als Trainer geholfen", sagte er.

Außerdem hätten die Franzosen "als Einziger der WM-Favoriten das Turnier konsequent und auf einem Niveau durchgezogen".

Montag, 16. Juli

+++ 20.54 Uhr: Helden lassen es krachen +++

Staatspräsident Emmanuel Macron würdigt beim Empfang von Weltmeister Frankreich im Garten des Elysee-Palastes in einer kurzen und emotionalen Ansprache die Leistung der Mannschaft von Trainer Didier Deschampst. "Ändert nichts! Diese Mannschaft ist großartig, weil sie eine Einheit ist", sagt das französische Staatsoberhaupt vor rund 3000 Gästen.

Fotos des Empfangs bezeugen, dass es nicht wahnsinnig formal zugeht beim Empfang des Weltmeisters. Eher locker und sehr gut gelaunt präsentiert die Mannschaft dem Staatsoberhaupt den WM-Pokal.

Die Weltmeister feiern ihren Coup zusammen mit Staatspräsident Emmanuel Macron
Schönes Bild fürs Familien-Album © Getty Images

+++ 19.25 Uhr: Fans feiern Mannschaft +++

Die französische Mannschaft erreicht die ersten Fans am Arc de Triomphe und wird ausgelassen gefeiert. Feuertechnik verzückt die Gemüter und lässt Rauchschwaden gen Himmel steigen. Die Stimmung ist überbordend und elektrisierend.

+++ 18.36 Uhr: Bus fährt los +++

Der nächste Schritt auf der Reise der Helden: Der französische Bus hat sich in Bewegung gesetzt und rollt Richtung Arc de Triomphe und Champs Elysees.

Die Spieler freuen sich auf die Fans.

Und diese warten sehnsüchtig.

+++ 18.13 Uhr: Kroatische Party ohne Ende +++

Die Kroaten feien und jubilieren ohne Unterlass. Wann die Party endet, ist ungewiss.

+++ 17.53 Uhr: Zidane gratuliert +++

Zinedine Zidane, Weltmeister von 1998, richtet herzliche Glückwünsche an die neuen Weltmeister aus. Viel Applaus, wenig Worte. So kennt man Zidane.

+++ 17.05 Uhr: Franzosen gelandet +++

Es ist so weit! Die französische Mannschaft hat wieder Boden unter den Füßen - und es ist jener in Paris.

Die Fans können es derweil kaum erwarten und erbeben vor Lust und Freude.

+++ 16.30 Uhr: Frankreich erhält Orden der Ehrenlegion +++

Der Mannschaft des frisch gekürten Weltmeisters Frankreich wird eine besondere Ehre zuteil.

Wie das Büro des französischen Präsidenten Emmanuel Macron wenige Minuten vor der Ankunft der "Equipe Tricolore" in Paris mitteilte, wird dem Team der französische Verdienstorden der Ehrenlegion, die ranghöchste Auszeichnung des Landes, verliehen. Ein Datum für die feierliche Zeremonie steht noch nicht fest.

Die Nationalmannschaft befindet sich derzeit auf dem Heimweg nach Frankreich. Gegen 17 Uhr soll die Maschine der nationalen Fluggesellschaft Air France am Paris-Charles-de-Gaulle landen.

Am späten Nachmittag wird die Mannschaft und ihr gesamter Betreuerstab auf der Prachtstraße Champs-Elysees, entlang welcher sich bereits Tausende Fans eingefunden haben, erwartet.

Die Spieler und der Trainer werden auf dem Oberdeck eines Busses ihre Fans begrüßen - ähnlich wie die Weltmeister von 1998, die auf dem Boulevard mit rund 1,5 Millionen Menschen ausgelassen feierten. Am Abend empfängt Präsident Macron die siegreiche Elf dann im Elysee-Palast.

+++ 16.20 Uhr: Zagreb in ungeheurer Freude +++

Die kroatischen Fans durften ihre Helden bereits in Empfang nehmen. Die Mannschaft fährt mit einem Bus durch die Straßen und jubelt allen Anhängern zu.

Luca Modric und Co. sind volksnäher denn je.

+++ 15.01 Uhr: Mannschaft in Paris erwartet +++

Ganz Frankreich brennt darauf, seine Weltmeister zu empfangen. Geplante Ankunft des Siegerfliegers in Paris ist um 15.55 Uhr. Anschließend versammelt sich das Team um Trainer Didier Deschamps am Arc de Triomphe - um 17.30 Uhr.

Ein Doppeldeckerbus trägt Les Bleus dann über die Champs Elysees, gesäumt von zahlreichen jubilierenden Fans, bis hin zum Elyseepalast, wo Präsident Emmanuel Macron seine Weltmeister herzlich begrüßt.

Spannung, Wahnsinn, Ekstase - so erlebte Paris das Finale

Die WM-Party findet schließlich im Hotel de Crillon statt.

Auf den Champs Elysees sollen derweil etwa 100.000 Fans einen Platz herbeisehnen.

+++ 14.55 Uhr: Geschichte - für immer +++

Kylian Mbappe hebt die Unsterblichkeit des französischen Triumphs mit einem bedeutungsschweren Beitrag hervor.

"In der Geschichte - für immer". Oder einfacher: "Geschichte - für immer".

Mehr ist nicht zu sagen. Für immer.

+++ 14.52 Uhr: Bayern gratuliert Weltmeister Tolisso +++

Der FC Bayern hat seinem Spieler Corentin Tolisso zum Gewinn des WM-Titels gratuliert.

"Ich möchte unserem Spieler Corentin Tolisso in Namen des gesamten FC Bayern München ganz, ganz herzlich zum Gewinn des WM-Titels 2018 gratulieren. Wir alle freuen uns sehr für Coco, dass er mit der französischen Nationalmannschaft den Gipfel im Weltfußball erklommen hat", wird Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der Bayern-Homepage zitiert.

Für Rummenigge ist Frankreich der verdiente Weltmeister: "Die Franzosen waren in meinen Augen das beste Team bei der WM in Russland, und Corentin Tolisso hat über das gesamte Turnier einen maßgeblichen Teil dazu beigetragen", so Rummenigge weiter.

Der 23-jährige Tolisso wurde beim 4:2-Finalsieg gegen Kroatien in der 73. Minute eingewechselt und kam bei zwei Partien gar nicht zum Einsatz.

Rummenigge kündigte zudem an, dass der deutsche Rekordmeister Tolisso "nach Rückkehr aus seinem wohlverdienten Urlaub einen gebührenden Empfang in München bereiten" wird.

Tolisso ist der Rekordtransfer der Bayern und wechselte im vergangenen Sommer für 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon nach München.

+++ 13.21 Uhr: Randale in Frankreich nach WM-Sieg +++

Der Fan hatte Tränen der Wut in den Augen. "So feiert man nicht", jammerte der Mann in seinem Frankreich-Trikot, nachdem die rauschende WM-Party in Randale ausgeartet war.

In Paris und dem Rest des Landes gab es Plünderungen, Ausschreitungen und Vandalismus, die Polizei musste an vielen Orten Tränengas und Wasserwerfer einsetzen.

Gegen 0.30 Uhr in der Nacht zu Montag räumten die Sicherheitsbehörden den Prachtboulevard Champs-Elysees, nachdem Hunderttausende zuvor im Herzen von Paris ihre neuen Helden wie Antoine Griezmann, Kylian Mbappe und Co. noch friedlich gefeiert hatten.

Zudem passierten mehrere schwere Unfälle am Rande der WM-Feiern: Zwei Fans der Equipe Tricolore starben sogar im Rausch über den zweiten WM-Titel Frankreichs nach 1998.

Im südöstlichen Annecy brach sich ein 50-jähriger Mann nach Polizeiangaben das Genick, als er nach dem Schlusspfiff von Moskau in einen flachen Kanal sprang. In Saint-Felix in Nordfrankreich feierte ein Mann in den Dreißigern in seinem Auto hinterm Steuer und raste kurz nach dem 4:2 gegen Kroatien in einen Baum.

Am Morgen danach begannen in Paris und anderen Städten die Aufräumarbeiten nach den Ausschreitungen. Scherben wurden zusammen gekehrt, zerstörte Autos abgeschleppt und die Überreste der Pyrotechnik weggefegt.

In der Hauptstadt hatten erst die Glocken der Kathedrale Notre-Dame zu Ehren des Teams von Trainer Didier Deschamps geläutet, doch schnell heulten dann auch die Sirenen von Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen durch Paris. Etwa 110.000 Polizisten waren im Einsatz.

Rund um die Champs-Elysees zerstörten Dutzende von teils vermummten Jugendlichen die Fensterscheiben von Geschäften. Rund 30 Randalierer brachen in das Geschäft "Publicis" ein und stürmten mit Wein- und Champagnerflaschen wieder hinaus.

Party-Weltmeister! Die wilde Nacht der Spieler im Video

Einige lachten und filmten sich selbst mit ihren Handys. Manche bewarfen die Sicherheitskräfte mit Flaschen und anderen Gegenständen, die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern. Mindestens ein Mann wurde schwer verletzt, als ihm bei einer Schlägerei ein Motorradhelm gegen den Kopf gerammt wurde.

Auch im Rest der Republik kam es zu unschönen Szenen, unter anderem in Lyon, Marseille, Straßburg und Rouen. In Lyon lieferten sich rund hundert Jugendliche Zusammenstöße mit der Polizei, nachdem die Halbwüchsigen beim Public-Viewing des Spiels auf ein Polizeiauto geklettert waren.

+++ 13.19 Uhr: Kovacic widmet totem Freund Silber +++

Nach der WM-Niederlage gegen Frankreich gedachte Kroatiens Nationalspieler Mateo Kovacic seines verstorbenen Fußballer-Freundes Edvin Hodzic.

Dem Spieler des bayerischen Regionalligisten SV Schalding-Heining widmete er seine Silbermedaille.

Vor rund einer Woche war der 23-jährige Österreicher überraschend verstorben. Über die genaue Ursache ist weiterhin nichts bekannt. In Linz wurde Hodzic am Freitag beerdigt. Rund 1000 Trauernde erwiesen ihm seine letzte Ehre.

Real-Star Kovacic hatte in seiner Jugend mit Hodzic beim Linzer ASK gespielt und war mit dem Verstorbenen befreundet.

Nach der WM-Niederlage postete er ein Bild mit seiner Medaille und den Worten "Das ist für dich". Das T-Shirt, das er trug, hatte er mit "R.I.P. Dino" versehen.

+++ 12.33 Uhr: Parker bejubelt Mannschaft +++

Tony Parker hat mit Begeisterung auf den Titelgewinn Frankreichs bei der Fußball-WM in Russland reagiert.

"Sie haben ein großartiges Turnier gespielt. Mir gefällt der Teamgeist der Mannschaft, sie haben zusammengehalten", sagte der frühere französische Point Guard der San Antonio Spurs am Montag am Rande eines PR-Termins bei der 105. Tour de France.

Er sei gut mit Antoine Griezmann befreundet, "wir haben uns während des Turniers geschrieben", sagte Parker: "Ich freue mich sehr für die Mannschaft und für unser Land. Ich hoffe, dass wir alle gemeinsam genießen und feiern, uns küssen und umarmen."

+++ 12.22 Uhr: Offizielle steckt WM-Medaille ein +++

Kuriose Szene gab es bei der Siegerehrung nach dem WM-Triumph Frankreichs gegen Kroatien einige zu bestaunen.

Doch während viele vor allem auf den Regenschirmhalter von Russlands Staatspräsidenten Wladimir Putin und Frankreichs durchnässten Präsidenten Emmanuel Macron achteten, fiel einigen aufmerksamen Zuschauern eine weitere ungewöhnliche Szene auf.

Während Putin und FIFA-Präsident Gianni Infantino die Medaillen den siegreichen Franzosen überreichten, hatte eine Offizielle im Hintergrund die Aufgabe, diesen die Medaillen in die Hände zu drücken.

Doch eine Medaille ließ die Dame plötzlich in der eigenen Jackentasche verschwinden. Allerdings lässt sich mit Gewissheit nicht sagen, ob diese Offizielle nun wirklich eine Medaille für sich zu Hause hat mitgehen lassen.

Denn da zu viele Medaillen da waren und sie Putin oder Infantino keine mehr überreichen konnte, wäre es auch möglich, dass sie die Medaille kurzzeitig in die nächstgelegene Jackentasche steckte, um sie vor dem starken Regen zu schützen und zu einer späteren Zeit zurückgab.

+++ 12.06 Uhr: WM: Nur Tunesien hinter DFB-Team +++

Packing-Analyst Stefan Reinartz hat der deutschen Nationalmannschaft ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt und Bundestrainer Joachim Löw aufgefordert, seinen Spielstil zu überdenken.

Beim Verteidigen gegnerischer Konter sei Deutschland bei der WM in Russland "die zweitschwächste Mannschaft des gesamten Turniers" gewesen, sagte der frühere Bundesliga-Profi der Süddeutschen Zeitung: "Schwächer war nur Tunesien."

Reinartz betreibt mit seinem ehemaligen Mitspieler Jens Hegeler die Impect GmbH, die mit Pässen und Dribblings aus dem Spiel genommene, also "überspielte" Gegner misst. Das sogenannte Packing ist inzwischen eine der Kennzahlen bei der Analyse von Fußballspielen.

Sich beim Neuaufbau der DFB-Elf einzelne Spieler herauszupicken, gehe "auf jeden Fall in die falsche Richtung", sagte Reinartz (29), das gehe "am Kern vorbei". Es handle sich um "ein komplexes Mannschaftsthema".

Löw habe den deutschen Tugenden spielerische Elemente hinzugefügt: "Jetzt braucht die Story ein neues Kapitel." Das gehe auch mit dem von Löw bevorzugten Ballbesitzfußball, "aber dann muss es wieder funktionieren, dass der Gegner nicht über die Mittellinie kommt".

Der frühere Leverkusener hielte es für unfair, die Schuld am deutschen Vorrunden-Aus den Innenverteidigern in die Schuhe zu schieben. "Mats Hummels war die ärmste Sau des Turniers", sagte er mit Blick auf die fehlende Absicherung im Mittelfeld.

Während im Schnitt pro Spiel 51 Deutsche überspielt worden seien, waren es bei Weltmeister Frankreich nur 20. Deutschland habe die meisten Gegner überspielt, "war also spielerisch eine der stärksten Mannschaften, aber hat es nicht ins letzte Drittel geschafft".

+++ 12.04 Uhr: Pariser Metro benennt Stationen um +++

Ganz Frankreich ist nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Russland im Freudentaumel. Die Pariser Metro benannte kurzerhand sogar sechs bekannte Stationen nach Frankreichs WM-Helden.

Wer in Paris am Montag mit der U-Bahn fuhr, wunderte sich, welche verrückten Namen die Stationen auf einmal haben.

Zu Ehren des Erfolgstrainers Didier Deschamps wandelte der Betreiber RATP die Metrostation "Notre-Dame des Champs" in "Notre Didier Deschamps" - "Unser Didier Deschamps" um.

Der Halt "Victor Hugo", der sonst den Namen des berühmten Schriftstellers trägt, wurde nun dem französischen Torhüter "Victor Hugo Lloris" gewidmet.

Die Metrostation "Champs-Elysee – Clemenceau", die direkt an der berühmten Prachtmeile liegt, durch die auch eine Feierparade am Montag ziehen wird, heißt nun "Deschamps-Elysees – Clemenceau".

Antoine Griezmann und Co. sollen am Montag in Paris mit einer großen Parade in einem Doppeldeckerbus empfangen werden, die von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr vom Arc de Triomphe bis zum Kreisverkehr der Champs Elysees gehen soll.

+++ 11.34 Uhr: Kante zu schüchtern für Pokal +++

Es ist weithin bekannt, dass N'Golo Kante nicht für die glanzvollen Momente auf dem Platz sorgt. Stattdessen vollzieht er die ebenso schwierigen wie unauffälligen Arbeiten im Schatten der Stars.

Dass sein Charakter im Persönlichen eine ähnliche Note hat, erwies sich nach der Pokalübergabe. Während der Großteil der Franzosen im Siegstaumel die Trophähe in den Himmel reckte und sich mit ihr zahlreich ablichten ließ, stand Kante abseits und zeigte sich als zu schüchtern, um selbst danach zu greifen.

Auch war er zu schüchtern, um seine Teamkollegen nach dem Pokal zu fragen. Erst Steven N'Zonzi musste kommen, um Kantes Wunsch nach einem Foto vorzutragen. Das berichtet unter anderem L’Equipe.

Im Weltfußball, der zuweilen von Selbstgefälligkeit und Ruhmessucht überquillt, eine erfrischende Nachricht.

+++ 11.22 Uhr: Deschamps will Nationalcoach bleiben +++

Didier Deschamps will anders als der erste französische Weltmeister-Trainer Aime Jacquet auch nach dem Gewinn des WM-Titels Nationaltrainer Frankreichs bleiben.

"Ich mache nicht alles wie Jacquet. Es ist vorgesehen, dass ich bleibe, also bleibe ich", wird Deschamps in französischen Medien zititert. Er stehe für Kontinuität und halte sich an seinen Vertrag, der noch bis 2020 läuft, sagte er weiter.

Jacquet war nach dem WM-Triumph der Equipe Tricolore 1998 zurückgetreten. Am Sonntag gewann Deschamps mit Frankreich das WM-Finale mit 4:2 gegen Kroatien.

Deschamps trainiert die französische Nationalmannschaft bereits seit 2012 und führte sie bei der EM 2014 ins Endspiel.

Als Spieler hatte der 49-Jährige den WM-Titel 1998 und den EM-Titel 2000 gewonnen. Als Trainer fehlt ihm noch der EM-Titel, um seine Sammlung zu komplettieren.

+++ 11.10 Uhr: Pogba lehrt Macron den Dab +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron besuchte die französische Mannschaft nach dem WM-Triumph über Kroatien  in der Kabine und feierte ausgelassen mit den Spielern.

Schon während des Finalspiels hatte der französische Präsident gezeigt, wie sehr er mit der Équipe Tricolore mitfieberte. Immer wieder war er aufgesprungen, hatte die Faust in die Luft gereckt und die Tore bejubelt.

Auch bei der Pokalübergabe herzte er seine Landsleute und freute sich sichtlich über den Sieg. Bei der Ehrung Kylian Mbappes zum besten Nachwuchsspieler der Weltmeisterschaft küsste er den jungen Angreifer sogar auf die Stirn.

Anschließend besuchte er die Weltmeister in der Kabine und sagte: " Ihr habt ganz Frankreich zum Träumen gebracht", wie in Paul Pogbas Instagram-Story zu sehen ist.

Zusammen mit dem Manchester-United-Star posierte er vor der Kamera von machte er sogar den Dab.

Am Montag fliegen die Franzosen laut L'Equipe nach Paris. Dort wird der WM-Sieg mit einer großen Parade gefeiert. Anschließend empfängt Macron die Spieler und Familien im Präsidentenpalast.

+++ 10.11 Uhr: Finale beschert ZDF starke Quoten +++

Das Finale der WM zwischen Frankreich und Kroatien (4:2) hat zum Abschluss des Turniers noch einmal für hohe TV-Zuschauerzahlen gesorgt. Das übertragende ZDF durfte sich über 21,32 Millionen Zuschauer und damit den höchsten Wert eines Spiels ohne deutsche Beteiligung freuen.

Nur die drei Vorrundenspiele der DFB-Auswahl lockten noch mehr Interessierte vor den Fernseher. Das meistgeschaute Spiel war die Partie zwischen Deutschland und Schweden mit 27,78 Millionen Zuschauern.

Der Marktanteil im Finale lag bei 76,1 Prozent und erreichte damit ebenfalls den höchsten Wert aller Spiele ohne Beteiligung der deutschen Mannschaft. Den höchsten Marktanteil des Turniers erreichte das entscheidende Gruppenspiel zwischen Deutschland und Südkorea am 27. Juni mit 87,5 Prozent.

An die Werte des vergangenen WM-Finals 2014 zwischen Deutschland und Argentinien (1:0 n.V.) kam das Endspiel in Moskau aber erwartungsgemäß nicht heran. Damals hatten 34,65 Millionen Zuschauer den deutschen Triumph verfolgt, der Marktanteil lag bei 86,3 Prozent.

Sonntag, 15 Juli

+++ 22.45 Uhr: Plünderungen auf der Champs-Elysees +++

Am Rande der Feierlichkeiten nach dem WM-Titel Frankreichs ist es auf der Pariser Prachtstraße Champs-Elysees zu einer Plünderung gekommen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.

Die Polizei habe demnach Tränengas gegen die Randalierer eingesetzt. Rund 30 zum Teil maskierte Personen sollen die Scheiben eines Supermarktes eingeschlagen und unter anderem alkoholische Getränke entwendet haben.

+++ 22.32 Uhr: Das ist Frankreichs Feier-Fahrplan +++

Der französischen Nationalmannschaft steht nach dem zweiten Weltmeister-Titel nach 1998 eine wilde Partynacht bevor. Die "Equipe tricolore" setzte sich im WM-Finale in Moskau 4:2 gegen Kroatien durch und feierte nach dem verpassten EM-Titel vor zwei Jahren nun endlich ausgelassen.

Und die Feierlichkeiten werden wohl so schnell kein Ende finden. Wie die L'Equipe berichtet, haben Frankreichs Helden ein straffes Programm vor der Brust.

So verbringen Nationaltrainer Didier Deschamps und seine Spieler die Nacht noch in Moskau. Am Montag fliegen sie dann nach Hause, wo sie am Flughafen Charles de Gaulle in Paris landen werden.

Im Anschluss nehmen Antoine Griezmann und Co. an einer großen Parade in einem Doppeldeckerbus teil, die von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr vom Arc de Triomphe bis zum Kreisverkehr der Champs Elysees gehen soll.

Danach empfängt Staatspräsident Emmanuel Macron die Spieler und ihre Familien im Präsidentenpalast.

+++ 22.27 Uhr: Putin lobt WM +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sein Land für die Veranstaltung der Fußball-WM gelobt. "Wir können wirklich stolz sein, wie wir dieses Turnier organisiert haben", sagte er nach dem Finale zwischen Frankreich und Kroatien (3:2). Der Event sei ein "Erfolg in jeder Hinsicht" gewesen.

Zudem verkündete Putin noch eine frohe Botschaft an alle Fans, die während der WM vor Ort waren. Sie könnten mit ihrer Fan-ID-Karte für den Rest des Jahres 2018 visafrei nach Russland einreisen.

+++ 22.15 Uhr: Wegen Mbappe: Pele scherzt über Comeback +++

Brasiliens Fußball-Idol Pele hat humorvoll auf die Leistungen von Frankreichs Jungstar Kylian Mbappe reagiert und mit einem Augenzwinkern ein Comeback angedeutet.

"Wenn Kylian so weitermacht und mit meinen Rekorden gleichzieht, muss ich meine Schuhe wohl noch einmal entstauben", twitterte der 77-Jährige.

Mbappe ist durch sein Tor im WM-Finale gegen Kroatien (4:2) der zweitjüngste Spieler nach Pele und erst der zweite Teenager überhaupt, der in einem WM-Finale getroffen hat.

"Willkommen im Klub, Kylian! Es ist schön, Gesellschaft zu haben", twitterte Pele noch während des Spiels. Mbappe wurde nach dem Finale als bester Jungprofi der WM ausgezeichnet.

+++ 22.09 Uhr: Spanien erhält Fair-Play-Trophäe ++++

Die Nationalmannschaft Spaniens ist bei der WM in Russland mit der Fair-Play-Trophäe der FIFA ausgezeichnet worden. Die Ehrung erhält die Mannschaft mit der besten Disziplinarwertung, die über die Gruppenphase hinauskommt.

"La Furia Roja" war in Russland beinahe handzahm und kassierte lediglich zwei Gelbe Karten. Die erste bekam Sergio Busquets in der Vorrunden-Partie gegen Portugal, die zweite sah Gerard Pique wegen eines Handspiels im Strafraum gegen Russland beim WM-Aus im Achtelfinale.

Die Iberer waren bereits 2006 (gemeinsam mit Brasilien) und 2010 beim bisher einzigen Titelgewinn als fairstes Team ausgezeichnet worden. In Brasilien 2014 hatte Kolumbien die fairste Mannschaft gestellt.

+++ 21.41 Uhr: Brisanter Putin-Post von McGregor +++

Conor McGregor hat mit einem brisanten Instagram-Post für Aufsehen gesorgt. Der UFC-Superstar teilte in den sozialen Medien ein Bild mit ihm und Wladimir Putin - Arm in Arm.

McGregor und Russlands Staatspräsident verfolgten beide das Finale der Weltmeisterschaft zwischen Frankreich und Kroatien (4:2) im Luschniki-Stadion in Moskau. Der 30 Jahre alte Skandal-Fighter war nach eigener Aussage auf Putins Einladung anwesend.

"Dieser Mann ist einer der größten Führer unserer Zeit und ich war geehrt, mit ihm so ein bahnbrechendes Ereignis zu besuchen. Heute war eine Ehre für mich, Herr Putin. Danke und Glückwunsch zu einer wundervollen Weltmeisterschaft", schrieb McGregor neben das Bild.

McGregors Post könnte durchaus Kalkül haben. Zuletzt gab es immer wieder Spekulationen, dass sein nächster Kampf in Russland stattfinden könnten. Gegen den stärksten Gegner in seiner Gewichtsklasse, Khabib Nurmagomedov - ein Russe.

Putin dürfte das Kompliment gefallen haben - zum Unbehagen seiner Kritiker.

+++ 20.29 Uhr: Merkel und Trump gratulieren Frankreich +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Weltmeister Frankreich gratuliert. "Toutes mes félicitations! Herzlichen Glückwunsch an @equipedefrance zum WM-Titel und zum zweiten Stern nach einem tollen Turnier", twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert in Merkels Namen.

Den Kroaten zollte die Kanzlerin "großen Respekt". Merkel bezeichnete sie als "eine Mannschaft, die niemals aufgibt". Frankreich hatte das WM-Finale in Moskau mit 4:2 gewonnen und sich zum zweiten Mal nach 1998 zum Weltmeister gekrönt.

Auch US-Präsident Donald Trump gehörte zu den Gratulanten. "Glückwunsch an Frankreich, das außergewöhnlichen Fußball gespielt hat. Außerdem Glückwunsch an Präsident Putin und Russland für ein großartiges WM-Turnier - eines der besten jemals", twitterte er.

+++ 20.14 Uhr: Matthäus unerreicht +++

Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (150 Einsätze) bleibt in der "ewigen" Rangliste der internationalen WM-Rekordspieler mit seinen 25 absolvierten Partien unerreicht. Es folgt WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose (24) vor dem Italiener Paolo Maldini (23).  

+++ 20.05 Uhr: Courtois bester Torhüter +++

Der Belgier Thibaut Courtois (26) ist bei der Fußball-WM in Russland als bester Torhüter ausgezeichnet worden und tritt damit die Nachfolge von Manuel Neuer an.

Courtois, der mit den "Roten Teufeln" Dritter geworden war, bekam den Goldenen Handschuh und setzte sich damit vor den Finaltorhütern Hugo Lloris (Frankreich) und Danijel Subasic (Kroatien) durch.
  
Manuel Neuer hatte vor vier Jahren in Brasilien den Preis als zweiter Deutscher nach Oliver Kahn 2002 in Südkorea und Japan erhalten

+++ Frankreichs Spektakel im Video +++

Die Aufreger des verrückten Final-Spektakels

+++ 19.12 Uhr: Deschamps wie Beckenbauer +++

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps ist mit dem WM-Titel von Moskau in die Fußstapfen von Franz Beckenbauer und Mario Zagallo getreten. Der 49-Jährige hat nach den Fußball-Idolen aus Deutschland und Brasilien erst als Dritter den Weltmeister-Pokal als Trainer und Spieler geholt.

Deschamps hatte die Equipe Tricolore 1998 bei der Heim-WM als Kapitän zum Titel geführt. Beckenbauer (72) war 1974 in München WM-Kapitän sowie Teamchef der Weltmeister-Elf von Rom 1990. Zagallo (86) stand bei Brasiliens erstem und zweitem Titel (1958 und 1962) als Spieler auf dem Platz, holte den dritten 1970 als Trainer sowie den vierten 1994 als Technischer Direktor.

+++ 19.04 Uhr: Mbappe bester Nachwuchspieler +++

Der beste Nachwuchsspieler bei der WM in Russland kommt wieder aus Frankreich. Nachdem Landsmann Paul Pogba diese Auszeichnung 2014 zuteil wurde, darf sich nun Kylian Mbappe mit dem FIFA-Titel des "Rookie" schmücken. 2010 in Südafrika war Thomas Müller bester Nachwuchsmann geworden, 2006 in Deutschland wurde Lukas Podolski diese Ehre zuteil.

Dem 19-Jährigen gelangen im Turnierverlauf vier Treffer. Darunter ein Doppelpack beim 4:3-Sieg im Achtelfinale gegen Argentinien, sowie der Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 im Finale über Kroatien.

+++ 19.00 Uhr: Modric bester Spieler +++

Der Fußball-Weltverband FIFA hat den Kroaten Luka Modric als besten Spieler der Weltmeisterschaft 2018 in Russland ausgezeichnet.Der 32-Jährige von Real Madrid erhielt den Goldenen Ball.

Er trat die Nachfolge von Lionel Messi (Argentinien) an, der vor vier Jahren in Brasilien die Ehrung zuteil geworden war. Die Wahl wird von der Technischen Studiengruppe (TSG) der FIFA vorgenommen.

+++ 18.58 Uhr: Kane bester Torjäger +++

Harry Kane hat als  zweiter Engländer den Goldenen Schuh des erfolgreichsten Torschützen bei einer WM-Endrunde gewonnen. Der Kapitän der Three Lions erzielte in sieben Spielen sechs Tore und lag damit vor Romelu Lukaku (Belgien), Cristiano Ronaldo (Portugal), Antoine Griezmann, Kylian Mbappe (beide Frankreich) und Denis Tscheryschew (Russland/alle 4).

Als bis dato einziger Engländer bei den 20 Weltmeisterschaften zuvor hatte Gary Lineker 1986 in Mexiko ebenfalls mit sechs Toren diese Wertung gewonnen.

+++ 18.54 Uhr: Frankreich ist Weltmeister! +++

Die französische Nationalmannschaft hat sich zum zweiten Mal nach 1998 zum Weltmeister gekrönt. Die Equipe Tricolore gewann das WM-Endspiel im Moskauer Luschniki-Stadion gegen das Überraschungsteam Kroatien mit 4:2 (2:1).

Ex-Bundesliga-Profi Mario Mandzukic per Eigentor (19.), Antoine Griezmann (38., Handelfmeter), Paul Pogba (59.) und Kylian Mbappe (65.) schossen die französischen Tore. Der ehemalige Bundesliga-Profi Ivan Perisic (28.) hatte das zwischenzeitliche 1:1 markiert. Mandzukic (69.) gelang noch das zweite kroatische Tor.

+++ 18.25 Uhr: Flitzer sorgen für Unterbrechung +++

In der 52. Minute des WM-Finales zwischen Frankreich und Kroatien sind vier Flitzer auf das Spielfeld gestürmt. Die Partie musste beim Stande von 2:1 für die Franzosen kurz unterbrochen werden, die vier Eindringlinge, darunter auch Frauen, wurden von Sicherheitskräften vom Platz geschleift. Während der WM-Endrunde in Russland hatte es zuvor noch kein derartiges Vorkommnis gegeben.

Zu dem Vorfall bekannte sich wenig später die regierungskritische russische Punkrockband Pussy Riot. Auf Twitter und Facebook verbreitete die Gruppe eine Mitteilung, in der sie ihr Vorgehen mit dem elften Todestag des russischen Dichters und Künstlers Dmitri Alexandrowitsch Prigow begründete.

+++ 17.49 Uhr: Mandzukic schreibt unfreiwillig Geschichte +++

Ex-Bundesliga-Profi Mario Mandzukic hat im WM-Endspiel zwischen Frankreich und Kroatien für ein Novum gesorgt.

Sein Eigentor in der 18. Minute zum 1:0 für Frankreich war das erste Eigentor in einem WM-Finale überhaupt. Vorausgegangen war dem Treffer ein Freistoß von Antoine Griezmann, den Mandzukic per Kopf ins eigene Tor verlängerte.

+++ 17.21 Uhr: Mbappe drittjüngster WM-Final-Spieler +++

Frankreichs 180-Millionen-Mann Kylian Mbappe ist als drittjüngster Spieler, der in einem WM-Finale stand, in die Fußball-Annalen eingegangen.

Der Angreifer von Paris St. Germain war am Sonntag im Endspiel gegen Kroatien in Moskau 19 Jahre und 207 Tage alt.

Jünger waren nur der Brasilianer Pele 1958 in Schweden (17 Jahre und 249 Tage) sowie der Italiener Giuseppe Bergomi 1982 in Spanien (18 Jahre und 201 Tage).

+++ 16.54 Uhr: Lahm und Model präsentieren WM-Pokal +++

US-Superstar Will Smith und Deutschlands Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm haben bei der Schlussfeier der WM die Fans auf das große Finale eingestimmt.

Gemeinsam mit Sängerin Era Istrefi aus dem Kosovo und dem Reggaeton-Musiker Nicky Jam heizte Smith den rund 80.000 Zuschauern im Moskauer Luschniki-Stadion vor dem Endspiel Frankreich gegen Kroatien ordentlich ein. 

Unterstützt wurden die Musiker dabei von Brasiliens früherem Superstar Ronaldinho und Opernsängerin Aida Garifullina, die schon bei der Eröffnungsfeier mit Popstar Robbie Williams aufgetreten war. 

Ein Deutscher hatte trotz des Vorrundenaus der Nationalmannschaft die Hand am WM-Pokal. Unmittelbar vor Anpfiff trug Lahm zusammen mit dem russischen Supermodel Natalija Wodjanowa die Trophäe im sündhaft teuren Louis-Vuitton-Case ins Stadion.

Ein letztes Mal hielt der nach dem Erfolg von 2014 zurückgetretene Ehrenspielführer des DFB den Pokal mit einem Lächeln in die Menge, bevor er mit Wodjanowa von dannen zog.

+++ 16.12 Uhr: Sportstars im Stadion +++

Brasiliens Ex-Nationalspieler Kaka und Sprinter Usain Bolt verfolgen das Endspiel vor Ort im Luschniki-Stadion. Die ikonische Gewinnerpose zeigt Bolt natürlich auch.

Kaka und Usain Bolt beim Finale © twitter.com/usainbolt

+++ 14.57 Uhr: Fan-Zone mit 90.000 Zuschauern voll +++

Die Grande Nation steht Kopf: Die WM-Endspiel zwischen Frankreich und Kroatien ließ am Sonntag Hunderttausende zu Public-Viewing-Veranstaltungen im ganzen Land strömen.

Das größte Public-Viewing-Event, die Champ de Mars, fand in der Nähe des Eiffelturms statt, und erreichte schon zwei Stunden vor Anpfiff das Maximum von 90.000 Zuschauern.

 Aufgrund der weiterhin vorhandenen Terrorgefahr waren am Sonntag landesweit 110.000 Polizisten im Einsatz. "Es wird alles getan, damit die Franzosen diese Feste mit Heiterkeit begehen können. Trotz der Gefahr des Terrorismus, die auf einem hohen Level bleibt", sagte Innenminister Gerard Collomb.

+++ 14.09 Uhr: Kroatiens Fans sorgen für Stimmung +++

Nur noch knapp drei Stunden bis zum Anpfiff des WM-Endspiels. Die Fans beider Nationen bringen sich im Finalort Moskau schon einmal mit Fan-Gesängen in Stimmung. 

Für SPORT1 ist Moderator Jochen Stutzky vor Ort und verfolgt aufmerksam das Geschehen. Sein Video beweist, dass die kroatischen Fans im Duell mit den Franzosen aktuell klar die Oberhand haben. 

Tickets für das Finale sind vor allem bei den spontan angereisten Fans begehrt. Günstig davonkommen ist jedoch unwahrscheinlich: Karten werden für bis zu 4600 Euro gehandelt.

+++ 13.14 Uhr: Empire State Building ehrt Finalisten +++

Bereits am Abend vor dem WM-Finale zwischen Frankreich und Kroatien hat das Empire State Building in den Farben der beiden Finalteilnehmer gestrahlt.

Nach dem WM-Finale wird es wahrscheinlich noch einmal in den Farben des Siegers erstrahlen wie es bereits 2014 bei Weltmeister Deutschland der Fall war.

Dass das mit der richtigen Anordnung der Farben nicht immer so leicht ist, hat Frankreich ausgerechnet bei seiner eigenen Flagge bewiesen.

An Frankreichs Nationalfeiertag sollten Kampfflugzeuge die Farben Frankreichs an den Himmel sprühen. Doch statt der Tricolore erschien ein vierter roter Streifen links.

© Getty Images

+++ 12.36 Uhr: Das ist Frankreichs Party-Playlist +++

Auf dem Platz, in der Kabine, im Bus oder im Flugzeug: Gute-Laune-Weltmeister sind die Franzosen schon vor dem WM-Finale gegen Kroatien.

Angetrieben von Team-DJ Presnel Kimpembe feiern Paul Pogba und Co. vor allem nach Siegen gerne mit lautstarker Musik und ausgefallenen Moves - und versetzen damit auch das Funktionsteam rund um Les Bleus in Partylaune.

Zu weiten Teilen handelt es sich bei den Songs um französische R&B-, Hip-Hop- und Rap-Tracks, oftmals mit afrikanischen Einflüssen. HIER gibt es die Playlist.

Skurrile Outfits und verrückte Typen: Das sind die schrillsten WM-Fans

+++ 10.10 Uhr: Kroatiens Spieler vor Dilemma wegen Kalinic +++

Kroatien hat noch keine Entscheidung über eine Medaillenvergabe an Nikola Kalinic getroffen.

Der Nationalspieler wurde in der Vorrunde von Trainer Zlatko Dalic offiziell wegen Rückenproblemen nach Hause geschickt. Wahrscheinlicher war es jedoch die Konsequenz aus Kalinic unkollegialen Verhalten im Spiel gegen Nigeria, wo der Stürmer von AC Mailand seine Einwechslung verweigerte. Er wäre beleidigt gewesen, nicht von Anfang an auf dem Platz stehen zu dürfen. 

Egal ob Silber oder Gold im Spiel gegen Frankreich, ob Kalinic eine Medaille für die WM-Teilnahme bekommt oder nicht, sollen laut Kroatiens Pressesprecher Tomislav Pacak die Spieler entscheiden, berichtet ESPN

+++ 09.50 Uhr: Politiker reisen zum Finale +++

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hat sein Erscheinen für das WM-Endspiel im Luschniki-Stadion von Moskau zwischen Frankreich und Kroatien angekündigt. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron und Kroatiens Staatschefin Kolinda Grabar-Kitarovic werden an die Moskwa reisen.

Auf der Ehrentribüne wird auch der Emir von Katar, Tamim bin Hamad al-Thani, sitzen. Im Emirat am Persischen Golf wird die kommende WM im Jahr 2022 ausgetragen. Ansonsten machten sich die Katarer in diesen Tagen ziemlich rar, traten - ungewöhnlich für einen kommenden WM-Gastgeber - in Russland nicht groß in Erscheinung.

Als weitere Gäste beim WM-Endspiel werden Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und die Präsidenten aus Gabun, dem Sudan, Weißrussland, der Republik Moldau und Armenien erwartet sowie die Regierungschefs aus Ungarn und Kirgisistan.

Hollywood-Star und Sänger Will Smith, Mitverfasser der offiziellen Weltmeisterschaftshymne "Live it up", wird zusammen mit Nicky Jam und Era Istrefi vor dem Endspiel auftreten. Ehrengäste werden auch Rolling-Stones-Urgestein Mick Jagger und der achtmalige Sprint-Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika sein. 

+++ 09.42 Uhr: Belgischer Elektromarkt erstattet Fernseherpreis +++

Eine WM-Prämie der etwas anderen Art: Fans in Belgien kriegen den Preis für kürzlich gekaufte Fernseher erstattet. Die Aktion eines Elektromarkts versprach bei mehr als 15 Toren der belgischen Nationalmannschaft die Erstattung per Gutschein.

Im Spiel um Platz drei erzielte Belgien jetzt die fehlenden zwei Tore, somit gingen insgesamt 16 Tore auf ihre Kappe und Tausende freuen sich. Für Belgien ist es das beste Ergebnis bei einer WM. 

+++ 09.33 Uhr: Reisepässe für Kroaten +++

In Kroatien stieg vor dem Finale gegen Frankreich die Nachfrage für Reisepässe extrem an. Die zuständige Polizeistelle stellte auf die Schnelle 4600 Reisepässe aus, berichteten Medien in der Hauptstadt Zagreb.

Zehn Charterflüge bringen kroatische Fans auf direktem Weg nach Moskau, vom Nachbarland Slowenien wurden zusätzliche Waggons von der kroatischen Eisenbahn geliehen. Beim Public Viewing auf dem Jelacic-Platz im Zentrum der Stadt rechnet man mit mindestens 50.000 Menschen.

+++ 08.23 Uhr: Große Siegprämie für den Weltmeister +++

Der Fußball-Weltverband FIFA schüttet für den Weltmeister eine Siegprämie von umgerechnet 32,48 Millionen Euro (38 Millionen US-Dollar) aus. Die im Endspiel unterlegene Mannschaft streicht immer noch 23,93 Millionen Euro (28 Millionen US-Dollar) ein. Vor vier Jahren in Brasilien war Weltmeister Deutschland auf 29,92 Millionen Euro (35 Mio. US-Dollar) gekommen.

Insgesamt werden 2018 in Russland Prämien von der FIFA für die 32 Mannschaften in Höhe von 341,90 Millionen Euro (400 Mio. US-Dollar) verteilt. In Brasilien 2014 waren es nur 306 Millionen Euro (358 Mio. US-Dollar) gewesen.

Die Belgier, die am Samstag durch ein 2:0 gegen England den dritten Platz erkämpften, erhalten als Prämie 20,51 Millionen Euro (24 Mio. US-Dollar). Die Three Lions müssen sich mit 18,80 Millionen Euro (22 Mio. US-Dollar) zufriedengeben.

Die Mannschaften, die im Viertelfinale verloren und die Plätze fünf bis acht einnehmen, bekommen jeweils 13,68 Millionen Euro (16 Mio. US-Dollar). Die Verlierer des Achtelfinals erhalten als Trostpflaster 10,25 Millionen Euro (12 Mio. US-Dollar).

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die anderen in der Vorrunde gescheiterten Teams müssen sich jeweils mit 6,83 Millionen Euro (8 Mio. US-Dollar) begnügen.

+++ 07.41 Uhr: Russischer Hooligan erklärt Gründe für friedliche WM +++

In Denis Nikitin hat einer der bekanntesten russischen Hooligans erklärt, warum es während der Fußball-WM in Russland bisher zu keinen gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen ist. "Die russische Regierung hat alles dafür getan, die führenden Köpfe der Banden einzuschüchtern", sagte Nikitin im Interview mit der Welt am Sonntag.

Im Vorfeld sei es zu Hausbesuchen durch Polizisten gekommen, die unmissverständlich klargemacht hätten, was im Falle von Fangewalt passieren würde. So drohten die Polizisten laut Nikitin: "Wir wissen, wo du wohnst. Wir wissen, wo du dich herumtreibst. Mach keine Probleme, sonst kriegst du Probleme mit uns."

Bereits im Sommer des vergangenen Jahres, als es zur letzten größeren Schlägerei in Moskau kam, habe die Regierung ihre Haltung deutlich gemacht. "Normalerweise stecken sie einen dafür 24 Stunden in den Knast. Die Jungs aber wurden über Monate eingesperrt. Das war eine klare Ansage der Regierung, dass sie ab jetzt Ernst macht wegen der WM", sagte Nikitin.

+++ 06.57 Uhr: Frankfurter Salcedo beklagt Verlust seines Gepäcks +++

Mexikos WM-Teilnehmer Carlos Salcedo vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt beklagt den Verlust seines Gepäcks nach der Rückreise von der Weltmeisterschaft in Russland. Das Besondere: Die Fluggesellschaften, die er benutzte, sind die offiziellen Fluglinien des mexikanischen Verbandes und der Nationalmannschaft Mexikos. Für die macht Salcedo sogar persönlich Werbung.

"Ironie des Schicksals: Du bist die Werbefigur von Aeromexico und Delta, du fliegst mit denen, aber dein Koffer kommt nicht an", schrieb der Außenverteidiger bei Twitter. Illustriert wurde sein Post mit einer Aufnahme des Werbe-Fotos von ihm und seinen Teamkollegen, dem Frankfurter Marco Fabian, und Miguel Layun im Flughafenbereich. Im Gepäck Salcedos befanden sich unter anderem die Trikots aus den WM-Spielen Salcedos sowie Geschenke für die Familie. El Tri schied im Achtelfinale gegen Rekord-Weltmeister Brasilien (0:2) aus.

Im Mai 2017 waren Delta und Aeromexico als neue Sponsoren vom mexikanischen Verband vorgestellt worden. Die Zusammenarbeit mit der Nationalmannschaft ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt und soll dann bis 2026 verlängert werden. In acht Jahren ist Mexiko gemeinsam mit den USA und Kanada Gastgeber der WM-Endrunde, dann mit 48 teilnehmenden Mannschaften.

Samstag, 14. Juli

+++ 09.42 Uhr: Afrika drückt Frankreich die Daumen +++

Obwohl das letzte afrikanische Team mit Senegal gegen Kolumbien aus der WM ausschied, gibt es zu einem Finalkandidat eine besonders starke emotionale Bindung.

Mindestens 15 Spieler der Franzosen haben afrikanische Wurzeln, wie Paul Pogba, dessen Eltern aus Guinea kommen, oder Kylian Mbappe, Sohn einer algerischen Mutter und eines kamerunischen Vaters. Der offizielle WM-Song der Franzosen "Magic in the Air" stammt von der Band Magic System von der Elfenbeinküste. Dies sind nur zwei Gründe, wieso Frankreich den Spitznamen des "sechsten Afrika-Teams" bekommen hat. 

Auch die Verbreitung französischer Fernsehsender und Radiostationen in den ehemaligen Kolonien Frankreichs lässt das Gefühl der Sympatie und Zusammengehörigkeit in Afrika wachsen. Nach Samuel Umtitis entscheidenden Tor im Halbfinale gegen Belgien, titelte eine kamerunische Zeitung sogar: "Kamerun qualifiziert Frankreich fürs Finale". So hat die französische Nationalmannschaft nicht nur ein ganzes Land, sondern auch noch einen kompletten Kontinent als Rückendeckung.

Freitag, 13. Juli

+++ 17.24 Uhr: Deutschland-Spiele ein Straßenfeger +++

Deutschland hat sich bei der WM zwar schon in der Vorrunde verabschiedet, das Interesse an den Spielen des Weltmeisters von 2014 war dennoch riesig.

Während der drei Partien des DFB-Teams senkte sich das Verkehrsaufkommen auf Deutschlands Straßen um durchschnittlich 37 Prozent. Das geht aus Zahlen des Telekommunikationsunternehmens Telefonica Next hervor, das im Auftrag des Bundersverbands Digitale Wirtschaft e.V. anhand anonymisierter Mobilfunkdaten eine entsprechende Analyse durchgeführt hat.

Insbesondere das zweite Gruppenspiel gegen Schweden war ein Straßenfeger. Auf den Straßen waren im Vergleich zu einem "normalen" Tag 39 Prozent weniger Autos unterwegs.

+++ 13.19 Uhr: Frankreich: 110.000 Polizisten im Einsatz +++

In Frankreich werden am kommenden Wochenende landesweit rund 110.000 Polizisten eingesetzt. Das gab Innenminister Gerard Collomb am Freitag vor dem WM-Finale zwischen Frankreich und Kroatien am Sonntag bekannt. Bereits am Samstag feiert die Grande Nation den ihren Nationalfeiertag.

"Es wird alles getan, damit die Franzosen diese Feste mit Heiterkeit begehen können. Trotz der Gefahr des Terrorismus, die auf einem hohen Level bleibt", sagte Collomb.

Bereits am Donnerstag hatte die Betreibergesellschaft des Eiffelturms mitgeteilt, dass die Sehenswürdigkeit am Wochenende geschlossen bleibt. Weil auf dem Marsfeld in unmittelbarer Nähe des knapp 325 Meter hohen Wahrzeichens ein Public Viewing des WM-Endspiels angeboten wird, ist aus Sicherheitsgründen Besuchern der Zutritt verwehrt.

Donnerstag, 12. Juli

+++ 22.48 Uhr: Lahm übergibt WM-Pokal +++

Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm wird vor dem WM-Finale zwischen Frankreich und Kroatien am Sonntag den goldenen Pokal symbolisch übergeben. "Ich gebe den Stolz, den der deutsche Fußball vier Jahre lang hatte, weiter. Für uns und für Deutschland ist es Wehmut und damit dann eine Aufforderung an uns, den Pokal zurückzuerobern", sagte der 113-malige Nationalspieler.

Der 34-Jährige, der 2014 mit dem DFB-Team den vierten WM-Titel nach Deutschland geholt hatte, wird die 36 Zentimeter hohe und 6,175 Kilogramm schwere Originaltrophäe vor dem Anpfiff auf das Spielfeld des Moskauer Luschniki-Stadions tragen. "Das ist schon ein herausragender Moment, weil es ja das Original ist. Und das hat man ja tatsächlich nur ganz kurz in der Hand", sagte Lahm. Begleitet wird er vom russischen Topmodel Natalja Wodjanowa.

+++ 22.29 Uhr: Keine Doping-Fälle bei Fußball-WM +++

Bei der Fußball-WM in Russland hat es bislang keine positive Dopingprobe gegeben. Dies gab der Weltverband FIFA am Donnerstag bekannt. Demnach seien gar sämtliche 3985 Proben (1928 Urin, 1031 Vollblut, 1026 Serum), die seit Januar von der FIFA selbst, den Nationalen Anti-Doping-Organisationen sowie den Konföderationen vorgenommen worden seien, negativ ausgefallen.

Im Durchschnitt sei jeder Spieler der vier verbliebenen Mannschaften vor dem Spiel um Platz drei (England-Belgien am Samstag) beziehungsweise dem Endspiel (Frankreich-Kroatien am Sonntag) seit Januar 4,41-mal getestet worden, in der Spitze hätten sich einzelne Spieler acht Dopingtests unterziehen müssen.

Besonders das gastgebende russische Team hatte sich in der Vergangenheit im Rahmen des Staatsdoping-Skandals mit Anschuldigungen auseinandersetzen müssen. 

+++ 21.06 Uhr: Rakitic - Erst 39 Grad Fieber, dann Finale +++

Mittelfeldstar Ivan Rakitic feierte bei der WM mit Kroatien sensationell den Einzug ins Finale - dabei stand sein Einsatz bis zuletzt auf der Kippe.

"Gestern hatte ich noch 39 Grad Fieber, lag den ganzen Tag im Bett. Das ist der Wahnsinn. Ich befürchtete bereits, dass es nicht reichen würde", sagte der Ex-Schalker dem Schweizer Fernsehen SRF nach dem 2:1-Sieg gegen England.

Vor dem Endspiel gegen die favorisierten Franzosen gibt sich Rakitic kämpferisch: "Wir wollen jetzt einfach weitermachen, es weiter genießen und am Ende auch den Pokal mit nach Hause nehmen."

+++ 21.03 Uhr: FIFA gibt Final-Schiedsrichter bekannt +++

Der argentinische Schiedsrichter Nestor Pitana leitet das Endspiel der Weltmeisterschaft zwischen Frankreich und Kroatien am Sonntag. Das gab das Schiedsrichter-Komitee des Fußball-Weltverbandes FIFA am Donnerstagabend bekannt.

Für den 43 Jahre alten Gymnastiklehrer aus Corpus ist es bereits der fünfte Einsatz in Russland. Unter anderem hatte Pitana am 14. Juni das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien (5:0) geleitet. Auch die Finalteilnehmer wurden schon von ihm gepfiffen: Kroatien beim 4:3 nach Elfmeterschießen gegen Dänemark im Achtelfinale, Frankreich beim 2:0 über Uruguay im Viertelfinale.

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