Das findet Nübel in Istanbul „schon krass“
Kokcü zaubert, Nübel glänzt: Istanbul in Ekstase
Der Nationaltorhüter kehrt am Donnerstag in der Europa League nach Deutschland zurück. Vorher gibt er einen Einblick in sein neues Leben bei Besiktas Istanbul.
Beim Fußball-Nationaltorhüter Alexander Nübel erinnert derzeit viel an den Titel der früheren ARD-Serie „Türkisch für Anfänger“. „Ich versuche mindestens 20 Minuten täglich zu lernen. Meistens ist meine Routine wirklich so: Ich fahre zum Training, frühstücke und setze mich dann noch 20 Minuten hin und lerne Türkisch“, sagte der Keeper von Besiktas Istanbul.
„Ich bin immer etwas früher da, extra, damit ich meine Ruhe habe. Dann lerne ich dort. Zu Hause weniger, eher im Trainingszentrum“, fügte er vor der Partie des 21-maligen türkischen Meisters am Donnerstag (21.00 Uhr im LIVETICKER) in der Ligaphase der Europa League beim Bundesliga-Vorletzten TSG Hoffenheim an.
Nübel vom FC Bayern über den VfB Stuttgart zu Besiktas Istanbul
Der 30 Jahre alte Nübel war vor der Saison vom deutschen Rekordmeister Bayern München zu Besiktas gewechselt. In den vergangenen drei Spielzeiten stand er leihweise beim VfB Stuttgart zwischen den Pfosten. 2020 war Nübel als designierter Nachfolger von Manuel Neuer von Schalke 04 nach München gekommen. Bei den Bayern schaffte es der Torwart in sechs Jahren aber nur zu vier Pflichtspiel-Einsätzen. Bei Besiktas hat Nübel einen Vertrag bis 2029 unterschrieben.
Als eine der größten Herausforderungen im Alltag in der Millionenmetropole Istanbul sieht Nübel das Chaos auf den Straßen. „Der Verkehr ist schon krass“, äußerte der Keeper bei RTL: „Am Anfang bin ich sogar noch selbst gefahren. Da waren noch Schulferien, dann ging es. Jetzt sind keine Schulferien mehr, da merkt man den Verkehr schon. Das ist sehr hart.“
Mit Blick auf seinen Status in der deutschen Auswahl nach den zurückliegenden Partien in der Nations League verweist Nübel auf Jürgen Klopp. „Das weiß der Bundestrainer. Das wird sich beim nächsten Lehrgang zeigen“, sagte der Keeper, der bei der Heimniederlage gegen Griechenland (0:1) im Tor stand: „Jeder, der gespielt hat, hofft natürlich, wieder dabei zu sein. Ich bin ganz entspannt und konzentriere mich auf meine Aufgaben bei Besiktas. Dann sehen wir im November weiter.“