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Ist Kobel der beste BVB-Keeper?

Ist Kobel der beste BVB-Keeper?

Gregor Kobel begeistert seit seiner Ankunft in Dortmund. Schon jetzt gilt er als bester der drei BVB-Keeper - doch täuscht dieser Eindruck? Der Zahlen-Check.
BVB-Neuzugang Gregor Kobel überzeugt bisher vollends als neue Nummer eins bei den Schwarz-Gelben. Seine besten Paraden und Flugshows im Video.
Lukas von Hoyer
Lukas von Hoyer
von Lukas von Hoyer

„Aus heutiger Sicht kann es eigentlich nur einen Nachfolger für Neuer geben: Dortmunds Gregor Kobel.“

Die These, die SPORT1-Experte Stefan Effenberg in seiner Kolumne für t-online.de vertrat, war gewagt. Klar scheint: Der junge Schweizer hat bei Borussia Dortmund einen starken Start hingelegt.

Kobel war im Sommer für 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum BVB gewechselt. Von Beginn an galt der 23-Jährige als legitimer Nachfolger seiner beiden Landsmänner Marwin Hitz und Roman Bürki, die er nun auch tatsächlich verdrängt hat. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Doch ist er wirklich der beste der drei Schweizer?

Was sagt die Gegentorquote über Kobel?

Zunächst einmal hat Kobel erst elf Pflichtspiele für die Schwarz-Gelben absolviert. Rein statistisch lässt sich in einem Zwischenfazit mit Daten von Deltatre gar vermuten, der neue Stammkeeper des BVB habe keinen sonderlich guten Start erwischt.

In sieben Bundesligaspielen konnte Kobel für Dortmund noch nicht zu Null spielen. Stattdessen kassierte er satte 13 Gegentore. Heißt: Alle 48 Spielminuten musste er bislang hinter sich greifen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Kobel konnte zudem nur 59 Prozent aller Schüsse auf sein Tor abwehren. Nur ein Keeper hat ligaweit einen schwächeren Wert zu bieten: Herthas Alexander Schwolow.

Zum Vergleich: Hitz parierte im BVB-Trikot bisher 63 Prozent der gegnerischen Torschüsse. Bürki, der in der vergangenen Saison von Hitz abgelöst wurde, kommt sogar auf 68 Prozent. Auch diese Werte sind im Ligaschnitt nicht sonderlich gut, aber immerhin besser als der ihres Nachfolgers.

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Kobel ohne schweren Patzer

„Er hat eine gute Ausstrahlung, die ist ein wichtiger Faktor“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach dem 3:2-Sieg gegen Hoffenheim Ende August: „Gerade seine Aggressivität tut unserem Spiel gut.“

Mit 23 Jahren ist er für einen Keeper außerdem noch sehr jung. So manche große Torhüter waren in diesem Alter noch nicht einmal Stammkräfte in ihren Klubs. Im September durfte Kobel auch sein Debüt als Nationalkeeper feiern.

Wenn seine Entwicklung so weitergeht, dann dürften bald auch die Zahlen stimmen.

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