Watzke stichelt gegen Leipzig
Watzke stichelt gegen Leipzig
Hans-Joachim Watzke hat sich vor dem letzten Spiel von Borussia Dortmund im Kalenderjahr 2021 zur Situation beim BVB geäußert. Neben Lob für die Bayern konnte sich der Geschäftsführer einen Seitenhieb gegen Konkurrent RB Leipzig nicht verkneifen.
Es war ein turbulentes Jahr, das Borussia Dortmund 2021 erlebte.
Bundesliga-Dritter, Pokalsieger, Champions-League-Viertelfinale und doch immer im Schatten des FC Bayern München. Eine Situation, die sich in der neuen Saison durch das Ausscheiden in der Königsklasse sogar noch verschärfte, wie Hans-Joachim Watzke bei BVB-TV nun zugab. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
„Mit der Bundesliga bin ich einverstanden, auch wenn wir sicherlich in zwei, drei Spielen mehr ein Feuerwerk hätten abbrennen können“, so der Geschäftsführer, dem vor allem das Aus in der Champions League zu schaffen macht: „Was schmerzt und was ehrlicherweise auch eine schlechte Leistung war, war unsere Leistung in der Champions League.“
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Doch nicht nur der sportliche Aspekt, auch die Abstinenz der ZuschauerInnen bereite dem 62-Jährigen sorgen. Besonders bitter sei das Fehlen der Fans bei den sportlichen Highlights der abgelaufenen Spielzeit gewesen, die der BVB fast immer vor leeren Ränge bestritt. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Watzke beklagt Abwesenheit der ZuschauerInnen
„Du spielst das Viertelfinale in der Champions League gegen Manchester City – der Signal-Iduna-Park ist leer. Du spielst im DFB-Pokal-Finale gegen Leipzig 4:1 und hast keine Zuschauer. Das ist ein Wahnsinn, wenn man sieht, wie niedrig damals die Inzidenzen waren im Mai. Das ist wirklich krass“, beklagte Hans-Joachim Watzke. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Der Sieg im Finale des DFB-Pokal gegen RB Leipzig war aus seiner Sicht derweil in zweifacher Hinsicht ein Triumph für die Dortmunder, die sich in jüngster Vergangenheit zunehmenden Druck des Konkurrenten ausgesetzt sahen. Nach den jüngsten Misserfolgen der Sachsen in dieser Saison zeigte sich der BVB-Geschäftsführer im Hinblick auf eine mögliche Wachablösung selbstbewusst.
„Vor einem halben oder dreiviertel Jahr haben alle geschrien: „’Die Leipziger werden den Dortmundern den Rang als Nummer zwei im deutschen Fußball ablaufen.‘ Davon habe ich im abgelaufenen Jahr nicht viel gemerkt“, bemerkte Watzke.
Watzke zieht Hut vor den Bayern
Für den großen Widersacher aus München hatte das Dortmunder Urgestein hingegen, trotz aller Differenzen, nur Lob übrig: „So viel Anstand muss man haben. Bayern spielt außergewöhnlich gut und ich glaube, in jeder anderen Liga wäre es momentan einfacher.“
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Der Rekordmeister sei für ihn der Top-Favorit in der Champions-League und mache aktuell vieles gut, so Watzke, der dem BVB wenig Chancen auf einen Gewinn der Meisterschaft in diesem Jahr einräumt. Gleichzeitig gab er zu verstehen, dass man die anderen beiden Möglichkeiten auf den Gewinn eines Titels in Europa League und DFB-Pokal dagegen umso mehr nutzen möchte.
Dort dürfte sich die Borussia trotz der großen Konkurrenz in der Tat Hoffnungen auf den ganz großen Coup machen, denn zumindest auf nationaler Ebene ist mit den Münchnern der größte Favorit auf den Pokal bereits ausgeschieden.
Das Team von Trainer Marco Rose trifft im Achtelfinale des DFB-Pokal Mitte Januar auf den FC St. Pauli, in der Zwischenrunde der Europa League warten gut einen Monat später die Glasgow Rangers.