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Bundesliga, 10. Spieltag: Beendet Streich seine schwarze Serie gegen Bayern-Trainer Nagelsmann?

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Bundesliga, 10. Spieltag: Beendet Streich seine schwarze Serie gegen Bayern-Trainer Nagelsmann?

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Beendet Streich seine schwarze Serie?

Kramers Hoffenheim-Fluch, Eintrachts Heimschwäche und zwei Top-Duelle am Sonntag, die auf den ersten Blick ziemlich klar erscheinen - oder doch nicht? Die Statistiken vor dem 10. Spieltag.
Christian Streich analysiert den Sieg im Europa-League-Spiel gegen den FC Nantes und blickt nach vorne auf die bevorstehende Aufgabe in der Bundesliga gegen die Bayern.
Udo Muras
Udo Muras

Schalke 04 – TSG Hoffenheim (Fr., 20.30 Uhr)

Im Freitagsspiel treffen beide Trainer auf ihren Ex-Klub. Weh getan haben sie ihm jeweils kaum, Schalkes Frank Kramer gewann nie gegen Hoffenheim (0-2-1), TSG-Coach André Breitenreiter nur einmal gegen Schalke (1-1-3), auswärts nie.

Hoffenheims Bilanz dort ist schwach (3-2-8), nur bei Bayern gab es noch mehr Niederlagen. Schalke verlor die vergangenen drei Punktspiele und ist freitags vier Spiele sieglos. Die TSG ist drei Spiele sieglos und gewann nur eins der letzten neun gegen einen Aufsteiger. Da droht das 750. Bundesligagegentor (aktuell: 748). (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga).

Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr)

Das Waldstadion sieht ein Duell, das Tippfreunden einige Garantien ausstellt. Bisher fielen in der Bundesliga immer Tore, in 74 Spielen (Bundesligarekord). Die letzten neun Partien gewann stets der Gastgeber, 15-mal in Folge gab es auch kein Unentschieden – in Frankfurt 20x, zuletzt 1996 (1:1). Die Eintracht plagt eine Heimschwäche, von 14 Spielen in 2022 gewann sie nur drei.

Bayer holte die Hälfte seiner Punkte auswärts und gewann 30 der letzten 62 Auswärtsspiele. Der neue Trainer Xabi Alonso blieb als Bayern-Profi gegen Eintracht ungeschlagen. Sein Klub steht dicht vor dem 2500. Bundesligator, zwei Treffer fehlen noch. Eintrachts Weltmeister Mario Götze stand in sechs von sieben Heimspielen gegen Leverkusen auf der Siegerseite.

VfL Wolfsburg – Borussia Mönchengladbach (Sa., 15.30 Uhr)

Schon 22-mal schlug der VfL die Borussia, das ist der Wolfsburger Höchstwert. Zuhause gab es gegen den Lieblingsgegner (Bilanz: 15-4-3) zuletzt aber zweimal keinen Sieg. Überhaupt sind die Gladbacher nun schon fünf Spiele ungeschlagen in diesem Duell. Wächst die Serie mit einem Sieg an, könnte Borussia den VfB Stuttgart in der Ewigen Tabelle von Platz 4 verdrängen – falls der verliert.

Allerdings sind die Borussen unter Trainer Farke auswärts noch sieglos. Die Wolfsburger sind diese Saison erstmals zwei Spiele ungeschlagen und stehen unmittelbar vor ihrem 750. Heimtor im Oberhaus.

VfB Stuttgart – VfL Bochum (Sa., 15.30 Uhr)

Im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel will der VfB endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Sieglos nach neun Spieltagen war er noch nie. Bochum käme da vielleicht recht, die verloren ihre vergangenen fünf Auswärtsspiele allesamt. Auch die Bilanz gegen das Schlusslicht ist ermutigend: seit 14 Pflichtspielen ist der VfB ungeschlagen, zuhause seit 21 – präzise dem 29. Mai 1987 (2:4).

Letztmals daheim torlos blieb der VfB gar im Oktober 1985 (0:4). Diesmal will er unbedingt ohne Gegentor bleiben, weil er sonst einen negativen Bundesligarekord alleine hält: es wäre das 27. Heimspiel in Folge, das nicht zu null beendet wurde. Gut für den VfB: von den letzten acht Kellerderbys zwischen dem Vorletzten und dem Letzten gewann der Letzte keines.

Werder Bremen – Mainz 05 (Sa., 15.30 Uhr)

Aufsteiger Werder (5. Platz) würde bei einem Sieg erstmals seit 21. Oktober 2018 wieder auf einem Champions League-Platz landen, weil die ersten Vier alle gegeneinander spielen am Wochenende. Doch gegen Mainz ist zwar die Gesamtbilanz positiv, nicht aber die Heimbilanz (5-4-6). Überhaupt gab es in diesem Duell mehr Auswärtssiege als Heimsiege (6:5).

Werder gewann in Bremen nur eins der letzten acht Duelle gegen Mainz, das in Bremen 2019 seinen höchsten Auswärtssieg in der Bundesliga (0:5) schaffte. Keins der letzten sieben Duelle endete Unentschieden. Im Oktober konnte Werder 75% aller Duelle (3-0-1) gewinnen. Werder gewann seine letzten beiden Spiele, Mainz ist seit vier Spielen sieglos. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga).

RB Leipzig – Hertha BSC (Sa., 18.30 Uhr)

Von zwölf Duellen mit Hertha gewann RB zehn und schoss dabei 45 Tore (beides Rekord). Hertha feierte seinen einzigen gegen RB in Leipzig vor fast fünf Jahren (3:2 am 17.12.2007). Im Vorjahr machte RB das Tore-Dutzend voll (6:0 und 6:1). Zuhause traf RB immer mehrfach gegen die Berliner, der Toreschnitt dieser Paarung beträgt 4,75. Geht es so weiter? RB ist fünf Heimspiele ungeschlagen, hatte aber nie weniger Punkte in der Bundesliga nach neun Spieltagen.

Die Hertha wirkt gefestigt, ist fünf Spiele ungeschlagen, zuletzt allerdings mit vier Remis. Zwölf Gegentore sind die wenigsten seit vier Jahren. Die Trainer spielten zusammen in Mainz, das einzige Treffen bisher ging an Marco Rose, der mit Gladbach 3:1 bei Sandro Schwarz‘ Mainzern gewann. Gegen Hertha verlor der RB-Coach zuhause nie (2-1-0), Schwarz indes gewann nie in Leipzig, wo er im November 2019 mit Mainz seine höchste Karrierepleite (0:8) einstecken musste.

1. FC Köln – FC Augsburg (So., 15.30 Uhr)

Das erste Treffen am 30. Oktober 2011 (3:0) gewann Köln, danach keines mehr. Augsburg ist seit sieben Gastspielen in der Domstadt ungeschlagen, hat dort bereits viermal gewonnen (4-3-1). Überhaupt gewann in den letzten beiden Spielzeiten stets der Gast dieses Duell. Kölns Trainer Steffen Baumgart verlor bisher beide Heimspiele gegen Augsburg, feierte nicht mal ein Tor. Nicht genug der schlechten Omen: direkt nach einem Europacupspiel blieb der FC seit 1992 in elf Spielen sieglos.

Verliert Augsburg nicht, gibt es was zu feiern: entweder das 100. Unentschieden in der Bundesliga oder den dritten Auswärtssieg in Folge, was Einstellung des Vereinsrekords bedeuten würde. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga).

Union Berlin – Borussia Dortmund (So., 17.30 Uhr)

Im ersten Spitzenspiel des Sonntags will Union seine Tabellenführung verteidigen, der BVB auf einen Punkt aufschließen. Dortmund gewann die letzten drei Duelle mit Union, hat aber in der Alten Försterei eine negative Bilanz (1-0-2). Bisher gab es zwischen diesen beiden weder Unentschieden noch Platzverweise und immer mindestens zwei Tore. Während Union 10 Heimspiele ungeschlagen ist, verlor der BVB zuletzt zweimal auswärts. Sonntags aber sind die Borussen fünf Spiele ungeschlagen.

Bayern München – SC Freiburg (So., 19.30 Uhr)

Ein Verfolgerduell beschließt den Spieltag – Dritter gegen Zweiter. Zum 23. Mal reist der SC nach München, nur zweimal stand er dabei vor den Bayern. Als Zweiter kam er schon mal gar nicht zum Rekordmeister. Vielleicht ein gutes Omen dafür, dass es mit dem ersten Sieg dort klappt? Bisher gab es nur drei Punkte, insgesamt ist Freiburg zwölf Spiele sieglos gegen die Bayern. Die blieben zuhause nur einmal torlos: im Mai 1997 (0:0), als Jürgen Klinsmann nach seiner Auswechslung ein Loch in eine Tonne trat.

Im Duell der bundesligaerfahrensten Trainer hofft Christian Streich klammheimlich auf seinen ersten Sieg gegen Julian Nagelsmann im sechsten Anlauf. Aktuell ist Bayern seit elf Heimspielen ungeschlagen, gewann aber nur eins der letzten sechs Bundesligaspiele. Freiburg hat siebenmal nicht verloren, auswärts fünfmal nicht. Bayerns Joshua Kimmich verlor in 12 Spielen nie gegen Freiburg. Gewinnt Bayern mit ihm, zieht er an Weltmeister Paul Breitner (156 Bundesligasiege) vor.

Alles zur Bundesliga auf SPORT1:

Am 23. Oktober 1971 sorgt der Bundesliga-Spieltag für einen Rekord, der bis heute nicht gebrochen wurde. Ganze zwölf Elfmeter gab es an diesem Spieltag.
02:02
SPORT1 Bundesliga Classics: Der Spieltag 1971 sorgt für Elfmeter-Rekord

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