Nach Höchststrafe: Jetzt reagiert Eintracht-Kapitän Koch
Hütter zählt Eintracht-Kapitän an
Nach seiner Höchststrafe und harscher Kritik von Eintracht-Trainer Adi Hütter meldet sich Robin Koch kämpferisch zu Wort.
Robin Koch hat sich nach Eintracht Frankfurts blamabler Defensivleistung und seiner persönlichen „Höchststrafe“ kämpferisch gezeigt. „Mir ist klar, dass die kommenden Tage nicht einfach werden. Weglaufen oder den Kopf in den Sand stecken ist für mich aber keine Option“, sagte der Kapitän des Fußball-Bundesligisten dem kicker. Der ehemalige Nationalspieler war beim 0:6 (0:4) bei RB Leipzig zur Halbzeit ausgewechselt worden.
Trainer Adi Hütter hatte seine Abwehr in dem Spiel als „nicht bundesligatauglich“ beschrieben und gerade an Innenverteidiger Koch kein gutes Haar gelassen. Er habe ihn „erlöst“, hatte der Österreicher gesagt: „Von einem Führungsspieler und Kapitän erwarte ich einfach etwas anderes. Wenn du 16 Tore bekommst und Leader in der Abwehr bist, dann setze ich irgendwann auch mal ein Zeichen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich erwarte mehr von Robin.“
Koch beantwortete die Kritik professionell und will sich seiner Verantwortung stellen. „Ich bin Kapitän und meine Pflicht ist es, diese Niederlage gemeinsam mit dem Team aufzuarbeiten, wegzustecken und unsere Mannschaft wieder aufzurichten“, sagte er und versicherte, er werde sich „dieser Aufgabe und den Herausforderungen der kommenden Wochen mit voller Überzeugung und allem, was ich habe, stellen.“
Koch will sich den Herausforderungen stellen
Seine Herausnahme in Leipzig wolle der 30-Jährige schnell abhaken. Es gehöre für ihn dazu, „Entscheidungen zu respektieren und zu akzeptieren, selbst wenn sie mich persönlich treffen oder ich sie mir anders gewünscht hätte“.
Kritik an Hütters Entscheidung, Koch auszuwechseln, gab es unter anderem von SPORT1-Experte Stefan Effenberg. Dieser betonte im FIROCKX Doppelpass: „Du nimmst den Kapitän, auch wenn das Spiel 0:4 steht zur Halbzeit, nicht vom Platz. Weil du erwartest dann vom Kapitän in einer schwierigen Phase, dass er gewisse Dinge nochmal versucht zu regeln.“
Koch wolle nun seine „ganze Kraft hineinlegen, damit sich auch dieser Moment wieder ins Positive wendet“. Das wird seine Mannschaft benötigen, in fünf Bundesligaspielen kassierte die vergangene Saison schon wackelige SGE-Abwehr bereits 16 Gegentore.