Leipzig baut irre Heimserie aus
Demichelis deutlich: "Soll ich Spieler töten?"
Nach den heftigen Pleiten gegen den FC Bayern und Real Madrid bezwingt RB den Aufsteiger. Im heimischen Stadion bleiben die Sachsen eine Macht.
Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat Wiedergutmachung für die jüngsten Nackenschläge betrieben. Nach den herben Pleiten bei Bayern München und Real Madrid fuhren die ambitionierten Sachsen am Samstag gegen Aufsteiger SV Elversberg trotz schwacher erster Halbzeit einen 4:0 (0:0)-Pflichtsieg ein. Auch der in den vergangenen Wochen öfter kritisierte RB-Trainer Martín Demichelis darf aufatmen.
Tidiam Gomis (48.), Romulo (66./90.+4) und der gerade nach monatelanger Verletzungspause zurückgekehrte Christoph Baumgartner (84.) trafen für die Leipziger, die mit zwölf Punkten Anschluss an die Tabellenspitze hielten. Die Sachsen bauten damit auch ihre unglaubliche Heimbilanz in der Bundesliga aus. In vier Spielen gab es vier Siege bei einem Torverhältnis von 18:0.
Nach dem 1:6 in der Liga bei den Bayern und dem 1:4 in der Champions League bei Real am vergangenen Mittwoch braucht RB zwingend einen konstanten Erfolgslauf. Beim Drittligisten Rot-Weiß Essen zählt am Dienstag (18.00 Uhr/Sky) in der 2. Runde des DFB-Pokals erneut einzig und allein ein überzeugendes Weiterkommen. Anschließend müssen auch am Samstag bei Schalke 04 Punkte folgen.
Demichelis rotiert kräftig durch
Vor der Partie gegen Elversberg hatte Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer seinem Coach, über den zuletzt immer wieder öffentlich diskutiert worden war, den Rücken gestärkt. Demichelis habe „sehr viel Kredit“, sagte er bei Sky. Leipzig habe zu Hause „wirklich gute Leistungen gezeigt, auswärts nicht“. Man sei überzeugt, „dass wir das gemeinsam mit der Mannschaft in den Griff bekommen und auch gemeinsam unsere Ziele erreichen“.
Dafür steuerte Demichelis gegen Elversberg nach den jüngsten Mammutaufgaben die Belastung und veränderte die Startelf im Vergleich zum Real-Spiel auf acht Positionen. Unter anderem stand Ersatzmann Örjan Nyland für den formstarken Stammkeeper Maarten Vandevoordt im Tor, Kapitän David Raum saß zunächst nur auf der Bank und Torjäger Christopher Nkunku fehlte aufgrund von Adduktorenbeschwerden gänzlich.
Doch die neu zusammengewürfelte Mannschaft tat sich im ersten Durchgang schwer. Leipzigs aussichtsreichste Chance im ersten Durchgang war ein Schlenzer von Antonio Nusa (25.), den der Norweger jedoch einige Meter zu hoch ansetzte. Elversberg war in der Folge die klar bessere Mannschaft. David Mokwa (37.) zwang Nyland mit einem spektakulären Volley aus 25 Metern zu einer Parade. Zwei Minuten später war der Stürmer bei einem Konter frei durch, seinen Abschluss aus spitzem Winkel klärte Willi Orban.
Nach der Pause zeigte Leipzig sofort ein anderes Gesicht. Nusa zog nach einem Einwurf gleich mehrere Gegner auf sich. Mit Übersicht bediente er den freistehenden Gomis, der eiskalt vollstreckte. Neun Minuten später war der Franzose erneut frei durch. Nach einem langen Abwurf von Nyland scheiterte der 20-Jährige an SVE-Torwart Nicolas Kristof.
Zwar gaben sich die Elversberger nicht auf, RB agierte jedoch effizient. Der eingewechselte Romulo traf nach einem genialen Pass von Nusa durch die Beine von Kristof, ehe der ebenfalls frisch ins Spiel gekommene Baumgartner und Romulo selbst nachlegten.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)