Strittige Elfer-Szene zwischen Dortmund und Frankfurt
Kovac findet Schlotterbecks Verhalten "bemerkenswert"
Ramy Bensebaini geht gegen Eintracht Frankfurt im gegnerischen Sechzehner zu Boden. Wurde der BVB um einen Elfmeter gebracht?
Strittige Szene in Dortmund: Beim knappen Sieg gegen Eintracht Frankfurt (1:0) kam Ramy Bensebaini im Frankfurter Strafraum nach einer Berührung mit Jonathan Burkardt zu Fall (19.). Die Pfeife von Schiedsrichter Sven Jablonski blieb jedoch stumm.
Auch VAR Sören Storks, der die Szene überprüfte, hielt den Kontakt von Burkardt nicht für elfmeterwürdig. Jablonski signalisierte nach kurzem Kontakt, dass es ohne Elfmeter weitergeht. Die Wiederholungen zeigten jedoch einen klaren Kontakt an Bensebainis Achillessehne – offenbar zu wenig für die Schiedsrichter.
VAR interveniert nicht
Der VAR schickte Jablonski nicht an den Monitor. Für Sky-Experte Lothar Matthäus lag keine glasklare Fehlentscheidung vor. „Hundertprozentig würde ich nicht sagen, aber eher 90 Prozent wie zehn Prozent“, sagte er in der Halbzeitpause.
Matthäus meldete dann doch Bedenken an: „Ich glaube, von zehn Fällen wird hier achtmal auf Elfmeter entschieden, wenn der VAR sich einschaltet und die Bilder dem Schiedsrichter gezeigt werden. Es war ein klares Treten in die Achillessehne ohne Ball.“ Matthäus gab ein klares Urteil: „Ich hätte es nach diesen Bildern als Schiedsrichter als Elfmeter bewertet.“
Hatte Burkardt als Stürmer Glück?
Für Kollegin Tabe Kemme könnte die Position von Burkardt womöglich eine Rolle gespielt haben. „Er ist ein Offensivspieler in diesem Duell. Vielleicht ist es diese Art von Ungestümheit, die ihm verziehen ist“, erklärte sie. „Mein Verteidigerinnenherz, das bleibt kurz stehen. Da weiß ich, es wird gepfiffen“, führte sie weiter aus.
Dortmunds Co-Trainer Robert Kovac vertrat eine klare Meinung: „Wir (er und Bruder Niko; d. Red.) haben es anders gesehen. Der Schiedsrichter entscheidet halt. Der VAR hat anscheinend auch gesagt, dass es kein Elfmeter ist. Und deswegen müssen wir das akzeptieren“, erklärte er im Halbzeitinterview bei Sky.
So blieb es zur Halbzeit beim torlosen 0:0. Der eingewechselte Maximilian Beier bescherte den Dortmundern aber in Hälfte zwei den Sieg per Sonntagsschuss (80.).