Uli Hoeneß will sich Bayern-Juwel Lennart Karl zur Brust nehmen

Klassisches Bayern-Manöver? Da muss selbst Hoeneß schmunzeln
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Klassisches Bayern-Manöver? Da muss selbst Hoeneß schmunzeln

Uli Hoeneß macht Toptalent Lennart Karl eine Ansage - und kündigt ein Gespräch mit dem jungen Flügelspieler des FC Bayern an. Ein Superstar sei der Youngster noch lange nicht.

Uli Hoeneß will dem jungen Shootingstar Lennart Karl ins Gewissen reden. Der Ehrenpräsident des FC Bayern kündigte öffentlich eine Unterhaltung mit dem formschwachen Offensivspieler an.

„Ich habe mir vorgenommen, ein ernstes Gespräch mit ihm zu führen“, sagte Hoeneß im Interview mit der Welt am Sonntag – und schickte direkt eine Ansage an den 18-Jährigen hinterher: „Er ist noch lange kein Superstar, junge Spieler brauchen Demut.“

Lennart Karl sorgte beim FC Bayern auch mal mit diesem pinken Anzug für Aufsehen
Lennart Karl sorgte beim FC Bayern auch mal mit diesem pinken Anzug für AufsehenLennart Karl sorgte beim FC Bayern auch mal mit diesem pinken Anzug für Aufsehen© IMAGO/DeFodi Images

Lennart Karl erlebt seine erste Krise beim FC Bayern

Karl befindet sich aktuell in der ersten Formkrise seiner noch jungen Karriere. Auch wegen einer Verletzung vor der Weltmeisterschaft kommt der Youngster in der laufenden Saison nur auf 267 Einsatzminuten, ein Tor und einen Assist.

Bei den Bayern gilt Karl als erste Alternative für den Superstar Michael Olise, der auf dem rechten Flügel gesetzt ist. „Vergleich mit Olise tun ihm offensichtlich nicht gut, da liegen noch Welten dazwischen“, befand Hoeneß jetzt jedoch.

Karl? Talente brauchen laut Hoeneß „auch Druck“

Zuletzt hatte die Bild-Zeitung berichtet, dass sich die Verantwortlichen des Rekordmeisters nicht nur an den aktuellen Leistungen Karls stören. Auch dessen Außendarstellung, gerade in den Sozialen Medien, sei den Bossen ein Dorn im Auge.

Uli Hoeneß richtet eine Ansage an Lennart Karl
Uli Hoeneß richtet eine Ansage an Lennart KarlUli Hoeneß richtet eine Ansage an Lennart Karl© IMAGO/Sven Simon

Hoeneß übt derweil auch mit Blick auf die deutsche Nationalmannschaft Kritik. Die Nationalelf hat von der Qualität her große Probleme.

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Talente seien zwar vorhanden, die „Basis ist allerdings nicht besonders gut. Junge Spieler brauchen auch Druck. Ich weiß zum Beispiel nicht, ob es Lennart Karl guttut, wenn man ihn immer nur in den Arm nimmt.“

Eberl nimmt Karl in Schutz

Sportvorstand Max Eberl nahm Karl am Samstag dennoch explizit in Schutz. „Ich glaube, das was mit Lenny passiert, ist ein völlig normaler Prozess eines Jungprofis. Es gibt keine Karriere, auch nicht von weltweiten Topstars, die reibungslos und ohne Probleme nur nach oben gegangen ist“, sagte Eberl vor dem Topspiel der Bayern am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den SC Freiburg.

In der Vorsaison habe der dribbelstarke Offensivspieler „überragend performt und sich eingebracht“, so Eberl weiter: „Jetzt ist die Erwartungshaltung an ihn eine ganz andere. Man erwartet, dass diese gezeigten Leistungen Standard sind. Vielleicht erwartet das Lenny auch von sich selbst. Aber das ist ein normaler Prozess, den er durchläuft und den wir auch verstehen. Wir unterstützen ihn und sind hundert Prozent sicher, dass er sein Niveau wieder erreichen wird, und dann wird er von da seine nächsten Schritte gehen.“