Guirassy rettet den BVB
Diese PK-Frage lässt alle ratlos zurück
Der BVB beendet seine Ergebniskrise - dank Serhou Guirassy. Der Torjäger sicherte den Dortmundern mit einem Doppelpack den Sieg in Aserbaidschan.
Doppelpacker Serhou Guirassy hat Borussia Dortmund einen erfolgreichen Abschluss dieser kräftezehrenden Reise quer durch Europa beschert. Beim Außenseiter Sabah FK in Aserbaidschan hatte das klar favorisierte Team von Trainer Niko Kovac einige Mühe, gewann aber letztlich verdient mit 2:1 (1:1).
„Ich bin ein wenig hin- und hergerissen“, sagte Guirassy bei DAZN. „Ich bin glücklich über den Sieg, der war wichtig für das Team. Aber wir haben einige Chancen ausgelassen.“
Guirassy (10., 53.) machte mit seinen Treffern den Unterschied. Doch dominant war der Auftritt des BVB nicht. Mit einigen Nachlässigkeiten lud Dortmund den zwar motivierten, aber auch limitierten Gegner immer wieder ein – und kassierte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Aden McCarthy (39.) traf nach einer Freistoßflanke per Kopf zum 1:1.
Kobel über Reisestrapazen: „Als Ausrede darf das nie zählen“
„Es war am Ende vielleicht auch ein bisschen schwerer als es hätte sein müssen“, sagte BVB-Torhüter Gregor Kobel bei DAZN. „Eigentlich hatten wir die Chancen, früher den Deckel draufzumachen.“ Angesprochen auf die Reisestrapazen sagte der Schweizer: „Natürlich ist es anstrengend, aber es ist Part vom Job. Für uns geht es darum, dass du das Beste daraus machst und schnell regenerierst. Am Ende musst du Leistung bringen. Als Ausrede darf das nie zählen. Aber es wäre gelogen, wenn du sagst, das ist easy.“
Für Kovac und seine Spieler war dieser Erfolg nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg enorm wertvoll. In der Champions League sind die Spitzenplätze weiter in Reichweite, der BVB ist mit sechs Punkten aus den ersten drei Partien im Soll.
BVB setzt auf Doppelspitze Guirassy/Silva
Kovac hatte im dritten Auswärtsspiel innerhalb von nur sechs Tagen auf frische Kräfte und die Doppelspitze Guirassy/Fábio Silva gesetzt. Nach Reisen in den hohen Norden zu Bodö/Glimt und zu Union Berlin durfte im fernen Baku unter anderem Carney Chukwuemeka beginnen, der an seinem 23. Geburtstag erstmals in dieser Saison in der Startelf stand. Der Österreicher ersetzte den schmerzlich vermissten Griechen Konstantinos Karetsas, der wegen einer Bänderverletzung vorerst ausfällt.
Und Chukwuemeka zeigte von Beginn an, dass er diese unverhoffte Chance nutzen wollte. Bei den ersten Angriffen hatte er seine Füße im Spiel – und auch am 1:0 war er beteiligt. Er legte den Ball für Felix Nmecha auf, der umgehend von der Strafraumgrenze abschloss. Guirassy verwertete den Abpraller lässig.
Danach ließ es der Favorit etwas zu locker angehen – und überstand einen frühen Schreckmoment: Der in Siegburg geborene Joy-Lance Mickels nutzte die erste Chance des Außenseiters zum vermeintlichen 1:1, stand aber knapp im Abseits (30.). Dortmund hatte nun Mühe, das Spiel wieder an sich zu reißen und verlor immer wieder früh den Ball.
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BVB wackelt vor der Pause
Nach einem unnötigen Aufbaufehler von Nmecha gab es Freistoß, den Sabah nutzte: McCarthy traf am Fünfmeterraum völlig freistehend zum 1:1, kurz darauf hätte Veljko Simic (42.) fast den zweiten Treffer nachgelegt.
Der Pausenpfiff kam aus Dortmunder Sicht zu einem günstigen Zeitpunkt. Im zweiten Durchgang begann der BVB wieder strukturierter und schwungvoller. Wieder war es Guirassy, der für die Führung sorgte. Diesmal per Volley nach einer schönen Flanke von Joey Veerman.
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Dortmund verpasste es aber, den dritten Treffer schnell nachzulegen und so noch mehr Kontrolle zu erlangen. Guirassy (70.) wurde nach tollem Zuspiel von Chukwuemeka im letzten Moment geblockt. Sabah blieb unangenehm und hartnäckig. Kovac brachte in der Schlussphase nochmals drei frische Spieler, um den Sieg über die Zeit zu bringen.