Ex-Bayern-Profi Jackson plötzlich ein gefeierter Held
Emery gibt Ex-Bayern-Profi Tipps
Ihm eilte der Ruf eines Chancentods voraus, doch Nicolas Jackson kommt bei Aston Villa immer besser in Fahrt. Für die englischen Experten spielt Trainer Unai Emery dabei eine große Rolle.
Seine Tore stehen sinnbildlich für den jüngsten Aufschwung bei Aston Villa. Nach dem misslungenen Saisonstart findet die Mannschaft von Trainer Unai Emery immer besser in die Spur – auch weil Nicolas Jackson plötzlich regelmäßig trifft.
Am Mittwoch schnürte der Angreifer seinen ersten Doppelpack für die Villans. Mit seinen beiden Toren im ersten Durchgang ebnete er seinem Team in der Champions League gegen Fenerbahce Istanbul den Weg zu einem letztlich ungefährdeten 6:0-Sieg.
Jackson: „Hoffentlich schaffe ich beim nächsten Mal einen Hattrick“
Jackson hatte zuletzt in der Premier League zweimal in Folge getroffen und auch beim 3:2-Auftaktsieg in der Königsklasse in Brügge erstmals für seinen neuen Klub jubeln dürfen. Fast wäre am Mittwoch noch sein insgesamt sechstes Tor hinzugekommen, aber der Elfmeter kurz nach der Pause war dann doch eine Sache für Ross Barkley.
„Ich wollte ihn (den Elfmeter) nehmen, aber das Wichtigste ist, dass wir gewinnen. Hoffentlich schaffe ich beim nächsten Mal einen Hattrick“, sagte Jackson bei TNT Sports.
Zwar hat er auch in seiner Zeit beim FC Chelsea zwischen 2023 und 2025 mit 24 Premier-League-Treffern seine Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt. Doch aufgrund einiger vergebener Möglichkeiten begleitete ihn auch der Ruf eines Chancentods.
In der vergangenen Saison war der senegalesische Nationalspieler als Backup von Harry Kane an den FC Bayern verliehen. In 23 Bundesliga-Spielen traf er achtmal. Die Münchner verzichteten am Saisonende aber darauf, Jackson für kolportierte 65 Millionen Euro fest zu verpflichten.
„Es scheint, als hätte er eine Vaterfigur gefunden“
Bei den Blues hatte der 25-Jährige aber auch keine Zukunft mehr. Villa legte schließlich rund 55 Millionen Euro plus mögliche 20 Millionen für Boni auf den Tisch. Eine beachtliche Summe, die im Sommer für Aufsehen sorgte.
„Nicolas Jackson hat keine Zeit damit verschwendet, die Lücke, die Ollie Watkins hinterlassen hat, zu füllen“, titelte nun der Telegraph.
Auch der frühere englische Nationalspieler Joe Cole geriet ins Schwärmen. „Gegen Ende seiner Zeit bei Chelsea und auch beim FC Bayern München, wo er hinter Harry Kane nur die zweite Geige spielte, gab es Zweifel an ihm. Es sieht aber so aus, als hätte er nun endlich ein Zuhause und eine Vaterfigur gefunden, die das Beste aus ihm herausholen wird – denn Talent hat er zweifellos“, sagte der Experte bei TNT Sports.
Gemeint ist sein früherer Förderer Unai Emery, der Jackson einst beim FC Villarreal aus der zweiten Mannschaft zu den Profis holte. Nun trägt die erneute Zusammenarbeit in Birmingham immer mehr Früchte.
„Er hat die Stärke, hinter die Abwehr zu kommen. Er kann sich auch zurückfallen lassen und aushelfen. Wir brauchen ihn immer im Strafraum, wenn wir angreifen“, zählte Emery nach dem Sieg gegen Fener Jacksons Qualitäten auf. „Jackson ist unser Stürmer.“
Jackson zahlt das Vertrauen in Toren zurück
Zwar blieb er in seinen ersten drei Premier-League-Einsätzen noch glücklos, doch mittlerweile zahlt Jackson das Vertrauen auch in Toren zurück. „Genau zum richtigen Zeitpunkt“, analysierte Experte Glenn Hoddle während der TV-Übertragung Jacksons ersten Treffer des Abends.
„Der Trainer hat ihm zusätzliche Zeit gegeben und jetzt hat er einen Stammplatz. Er ist die Nummer neun, er steht als Erster auf dem Spielberichtsbogen – und was für ein Abschluss! Er strahlt dieses Selbstvertrauen aus. Bei anderen Vereinen hatte er nicht das Selbstvertrauen, das er jetzt hat“, ergänzte der frühere Tottenham-Trainer.
Nach dem großen Umbruch im Sommer und auch einigen Verletzungssorgen zuletzt findet Emerys Mannschaft mittlerweile immer besser zusammen. Gegen Fenerbahce feierte auch Jacksons ehemaliger Bayern-Kollege Leon Goretzka endlich sein Debüt.
Jackson harmoniert mit Ex-Freiburger Manzambi
Sommerneuzugang Johan Manzambi krönte seinen ersten Champions-League-Einsatz für seinen neuen Klub gleich mit seinem ersten Treffer zum 1:0 und beschenkte sich an seinem 21. Geburtstag damit selbst. Auch Jackson harmoniert immer besser mit dem Ex-Freiburger.
„Er ist ein Topspieler. Ich freue mich wirklich, dass wir zusammen spielen“, sagte Jackson. „Ich hoffe, dass wir gemeinsam noch viele weitere Tore schießen werden.“
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Am Samstag bietet sich gegen Newcastle United in der Premier League die nächste Chance, den Fehlstart weiter zu korrigieren. In der Champions League reist dann in der kommenden Woche Bayern-Schreck Viking Stavanger nach Birmingham.