FC Bayern: Gute Nachrichten an einem unterhaltsamen Abend
Trainer Kompany ist wieder zu Hause, seine Mannschaft schießt sich auch ohne Mitwirkung von Harry Kane für das Topspiel gegen Borussia Dortmund warm.
Harry Kane saß erst auf der Bank, dann lief er sich ein bisschen warm, doch sein Einsatz war am Ende nicht erforderlich. Auch ohne den frisch gekürten Weltfußballer schoss der FC Bayern ein halbes Dutzend Tore und damit mehr als genug, um gegen den 1. FC Magdeburg locker ins Achtelfinale des DFB-Pokals einzuziehen. Die beste Nachricht aber hatten der FC Bayern und seine Anhänger bereits vor dem 6:1 (2:1) gegen den lange Zeit sehr gefälligen Zweitlisten erreicht.
Sportvorstand Max Eberl bestätigte vor dem Anpfiff in der ARD, dass Trainer Vincent Kompany aus dem Krankenhaus entlassen wurde und wieder zu Hause sei. „Das ist, glaube ich, die größte und die schönste Nachricht für uns alle“, sagte er. Zugleich teilte er mit, dass bei Kompany, der vergangenen Freitag auf dem Trainingsgelände der Münchner zusammengebrochen war, eine Hirnhautreizung diagnostiziert wurde.
Kompany soll sich weiter erholen, „Reha“, erklärte Eberl, „heißt bei ihm Ruhe, Medikamente. Und dann bin ich mir sehr, sehr sicher, dass er ganz bald wieder mit 100 Prozent am Rand steht.“ Sein Assistent Aaron Danks wertete die Entlassung aus dem Krankenhaus als „super Zeichen. Da freuen wir uns sehr drüber, dass es ihm besser geht“. Zugleich aber betonte er: „Er braucht seine Ruhe. Er muss sich erholen. Er muss mit seiner Familie sein. Er muss sich dort wieder erholen. Wir freuen uns auf den Tag, an dem er wieder da ist, bis dahin machen wir als Gruppe gemeinsam weiter.“
Einstweilen läuft es auch ohne den Erfolgstrainer. Unter der Regie seines Assistenten Aaron Danks gewannen die zusätzlich personell geschwächten Münchner erst beim SC Freiburg (3:1). Und das bisweilen von Schlampigkeiten durchzogene Pokal-Schützenfest gegen die lange Zeit widerspenstigen und mutigen Magdeburger war ein gelungenes Aufwärmprogramm für den deutschen Klassiker am Samstag (18.30/Sky) gegen Borussia Dortmund.
Selbstverständlich sei das alles nicht, betonte Jonathan Tah, der diesmal als Kapitän fungierte. Der Zusammenbruch von Kompany, der Tod von Joshua Kimmichs Vater – „also würde ich lügen, wenn ich sage, dass uns das nicht irgendwie beeinflusst, weil wir sind alles Menschen und natürlich fühlst du damit“, sagte er in der ARD.
Und doch, sagte Tah, gehe es „am Ende darum, dass wir professionell sind. Wenn man sich überlegt, was können wir gerade tun, um denen, die nicht da sind, irgendwie Energie zu geben, dann ist es auf dem Platz, das zu zeigen, was wir heute gezeigt haben. Ich freue mich, dass wir das die letzten beiden Spiele so hingekriegt haben.“