Folgenschwerer Gnabry-Fehler bei Klopp-Debüt
Das wurde beim Klopp-Debüt sofort besser
Serge Gnabry wird gegen die Niederlande erst zur Schlussphase von Jürgen Klopp eingewechselt – und leistet sich dann einen folgenschweren Fehler in der Nachspielzeit.
Als Jürgen Klopp in der 80. Minute Serge Gnabry für Karim Adeyemi brachte, sollte der Bayern-Profi auf der rechten Seite noch einmal für frischen Schwung sorgen. Stattdessen unterlief dem Joker gegen die Niederlande (1:1) in der Nachspielzeit ein folgenschwerer Fehler, der den späten Ausgleich einleitete.
Anstatt nach vorne zu gehen, drehte Gnabry auf der rechten Seite nach hinten ab und verlor den Ball prompt an Ruben van Bommel. Klopp schien da bereits eine böse Vorahnung zu haben und schlug die Hände vors Gesicht.
Van Bommel nahm sofort Fahrt auf und flankte dann gekonnt mit dem Außenrist an den zweiten Pfosten. Dort vollstreckte Cody Gakpo nur wenige Sekunden nach Gnabrys Ballverlust volley ins rechte Toreck.
Klopp erklärt, was Gnabry falsch gemacht hat
Nach der Partie wollte Klopp seinen Schützling nicht zu hart kritisieren, fand aber dennoch klare Worte: „Das ist ja nicht schlimm, das kann ja passieren. Aber Serge muss in dem Moment nach vorne weglaufen“, betonte der Bundestrainer bei RTL.
Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sah Gnabry in der Verantwortung: „Das war ein toller Angriff, aber Gnabry darf den Ball nicht verlieren und er muss schneller nachgehen.“
Klopp ergänzte anschließend, dass Gnabry da nicht mehr hinkomme, „aber er muss mit dem Ball beim Erstkontakt nach vorne weggehen, wenn man noch 20, 30 Sekunden zu spielen hat. Aber das weiß Serge natürlich auch.“
Grundsätzlich hätte er mit dem DFB-Team in Amsterdam „sehr, sehr gerne gewonnen“, erklärte Klopp. „Aber ich kann mit dem Punkt auch leben.“ Die deutsche Nationalmannschaft hatte dank eines Treffers von Felix Nmecha in der ersten Hälfte lange Zeit geführt.
Gnabry hatte die WM im Sommer verletzungsbedingt verpasst und am 18. September erstmals in dieser Saison für den FC Bayern auf dem Platz gestanden. Gegen Union durfte der Offensivspieler 13 Minuten ran.