Tödliches Unglück: Spanien sagt Spiele ab

von SID
Tödliches Unglück: Spanien sagt Spiele ab

Der spanische Verband reagiert auf den tragischen Zugunfall in der Provinz Toledo. Wann die Partien nachgeholt werden, ist offen.

Nach dem tragischen Zugunglück in Spanien sind die für Mittwoch angesetzten Erstrundenpartien im nationalen Pokalwettbewerb Copa del Rey abgesagt worden. Das gab der spanische Fußballverband RFEF vor Beginn der 24 Spiele am Abend bekannt. Im Einsatz wären unter anderem die Erstligisten Betis Sevilla, FC Valencia oder Deportivo Alavés gewesen.

Die Entscheidung sei ein „Zeichen des Respekts und der Solidarität mit allen Opfern des tragischen Zugunglücks“, schrieb der RFEF: „Die große spanische Fußballfamilie ist in ihrer Trauer über diese Tragödie vereint und bietet den Behörden ihre Unterstützung an, um den Opfern dieses verheerenden Unfalls zu helfen.“ Nachholtermine sollen „in den kommenden Tagen“ bekannt gegeben werden.

Zugunglück in Spanien erschüttert auch den Sport

Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge waren am Mittwochmorgen nach übereinstimmenden Berichten mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen, so der Stand um 14 Uhr. Der Regionalpräsident Emiliano García-Page befürchtet, dass die Einsatzkräfte weitere Tote finden werden.

Die beiden Züge kollidierten in der Provinz Toledo rund 150 Kilometer südlich von Madrid. Spanische Medien berichteten, dass es zu Störungen im Zugverkehr zwischen Madrid und Andalusien komme, was sich auf die Reise mehrerer Mannschaften und ihrer Fans auswirke.

Bereits am Dienstag hatten erste Partien der Auftaktrunde stattgefunden. Ob die Spiele am Donnerstag wie geplant ausgetragen werden, blieb zunächst offen.