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Formel 1: Carlos Sainz ein Mitfavorit im WM-Rennen - kommt er an Verstappen & Hamilton vorbei?

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Formel 1: Carlos Sainz ein Mitfavorit im WM-Rennen - kommt er an Verstappen & Hamilton vorbei?

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Der Geheimfavorit auf den WM-Titel

Der Geheimfavorit auf den WM-Titel

Neben Charles Leclerc fährt Carlos Sainz im Ferrari oftmals unter dem Radar. Dabei hat der Spanier seine Klasse gezeigt. Kann er dieses Jahr sogar um den Titel mitfahren?
Charles Leclerc und Valtteri Bottas sind die zwei größten Verlierer des Monaco GP - der Monegasse verschenkt aufgrund eines technischen Defekts seine Poleposition beim Heimrennen.
Ralf Bach
Ralf Bach

Alle reden vom neuen Weltmeister Max Verstappen.

Dabei gibt es noch andere große Gewinner der letztjährigen Formel-1-Saison, auch wenn sie keine Titel gewonnen haben. Ganz oben auf der Liste der „unsung heroes“ steht Carlos Sainz junior. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Der Sohn der spanischen Rallyelegende Carlos Sainz schaffte es in seinem ersten Jahr bei Ferrari gleich mal, seinen Teamkollegen Charles Leclerc zu schlagen. 5,5 Punkte hatte der 27 Jahre alte Spanier am Ende der Saison auf WM-Platz fünf mehr auf dem Konto als der Monegasse (Rang sieben), der bis dato immerhin das Image eines Wunderknaben hatte. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Ein zweiter Rang auf der kniffligen Strecke in Monaco hinter Max Verstappen ist da nur das I-Tüpfelchen in der Saison 2021 für den Spanier. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Formel 1: Helmut Marko adelt Carlos Sainz

Dass Sainz, der aus dem Red-Bull-Nachwuchskader stammt, gut ist, stand freilich nie zur Debatte. Aber nicht nur Experten wie Ralf Schumacher stellen sich nach seinem erfolgreichen Debütjahr jetzt die Frage: Wurde Sainz bisher unterschätzt oder Leclerc überschätzt?

Red-Bull-Chefberater Helmut Marko, der Sainz 2015 zu Alpha Tauri (damals Toro Rosso) in die Formel 1 holte, redet bei SPORT1 wie immer Klartext: „Carlos ist ein sehr guter Rennfahrer. Dass er Red Bull verlassen hat, lag nicht an seinen Leistungen. Jedenfalls hat er gezeigt, dass Leclerc wohl doch nicht der Wunderknabe ist, für den ihn viele gehalten haben.“

Carlos Sainz (r.) stand bei Ferrari lange Zeit im Schatten von Charles Leclerc (l.)
Carlos Sainz (r.) stand bei Ferrari lange Zeit im Schatten von Charles Leclerc (l.)

Dabei sieht sich Sainz selbst immer noch falsch bewertet. Nicht nur extrem hartes Arbeiten habe ihn beflügelt, so wie ihm oft unterstellt wird, sondern auch sein besonderes Talent.

Heiße Teamduelle mit Max Verstappen und Charles Leclerc

Sein Vater bestätigt das. Der Rallyeweltmeister von 1990 und 1992, der auch heute noch unter anderem bei der Rallye Dakar aktiv ist, sagt über den Vergleich mit seinem Sohn zu SPORT1: „Ich glaube, dass er das größere Naturtalent ist.“

Der Filius gibt das Lob gerne zurück: „Von meinem Vater habe ich die Einstellung, die Champions brauchen. Und den ewigen Hunger aufs Gewinnen.“

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Diese Weisheit hat Sainz junior immer geholfen, besonders in den heißen Teamduellen bei Toro Rosso mit einem gewissen Max Verstappen. Und jetzt bei Ferrari, an der Seite vom Teamliebling Leclerc. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Sainz reift zum Toppiloten

Fest steht: Jahrelang wurde Sainz unterschätzt. Auch, weil er schon dreimal sogenannte Supertalente als Teamkollegen hatte, die statt ihm im Fokus der Öffentlichkeit standen. Bei Toro Rosso Verstappen, bei McLaren Lando Norris und jetzt bei Ferrari Leclerc. Allein: Gegen alle drei schnitt er gut ab, nur es fiel weniger auf.

Jetzt zählt Sainz selbst zu den Toppiloten, die man auf der Rechnung hat.

Marko: „Durch das neue Reglement ist es schwierig, Prognosen für diese Saison zu treffen. Aber sollte Ferrari mit dem neuen Auto ein großer Wurf gelingen, kann Carlos sicher um den Titel mitfahren.“

Sein ehemaliger Schützling wird es sicher gerne hören.

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