RTL will Formel-1-Experten streichen
"Dann schrie er mich im Fahrerlager an"
RTL will bei den Formel-1-Übertragungen sparen und nicht mehr doppelte Teams mit Sky ins Rennen schicken. Auch für die Übertragung der 2. Bundesliga gibt es Konsequenzen.
RTL will bei seinen gemeinsamen Formel-1-Übertragungen mit Sky für die kommende Saison den Rotstift ansetzen. Geschäftsführer Stephan Schmitter kündigte Einsparungen an und stellte in Aussicht, dass dabei auch bei Experten, Moderatoren und Reportern gekürzt wird.
„Bisher ist es ja so, wenn du ein Formel-1-Rennen auf RTL siehst und gleichzeitig auf Sky, dann produzieren das zwei unterschiedliche Crews – die RTL-Crew, die wir alle seit 20, 30 Jahren kennen, und die Sky-Crew. Das wird natürlich in der nächsten Saison anders sein“, stellte Schmitter in einem Podcast des österreichischen Standard klar.
Ralf Schumacher und Co. – RTL will Doppelbesetzung in der Formel 1 abschaffen
Konkret bedeute das, dass zukünftig nur noch eine gemeinsame Sendung für beide Kanäle produziert werden soll. RTL und Sky gehören seit 1. Juni offiziell zusammen. Sky als Rechteinhaber zeigt dabei jeden Grand Prix, bei RTL im Free-TV laufen ausgewählte Rennen. 2028 werden die Rechte neu vergeben.
Bislang sind auf Sky die Experten Ralf Schumacher und Timo Glock wechselnd im Einsatz neben Moderator Peter Hardenacke, Reporterin Sandra Baumgartner und Kommentator Sascha Roos.
Für RTL moderiert Florian König, Kai Ebel führt die Interviews an der Strecke und Heiko Waßer kommentiert mit Christian Danner die Rennen. Als Experte ist Günther Steiner im Einsatz.
Auch Topspiel der 2. Bundesliga betroffen
Wie konkret die personellen Konsequenzen der Einsparungen aussehen werden, verriet Schmitter noch nicht. Der RTL-Boss erklärte lediglich, man werde „doppelte Verträge“ jetzt „harmonisieren“.
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Die Veränderungen sollen auch das Topspiel der 2. Bundesliga am Samstagabend betreffen – bislang ebenfalls in Doppelbesetzung auf RTL und Sky. „Du kannst aus diesem ganzen Zusammenlegen – ob Bundesliga, Formel 1 – riesige Ressourcen aus der Sportproduktion holen, weil du nur noch ein Signal produzierst“, sagte Schmitter: „Denn die Kosten sind hoch, wenn du zwei Signale produzierst.“