Bund startet Programm für mehr Schwimmunterricht
Der Bund fördert bis 2029 zusätzliche Schwimmlernangebote für Kinder. DSV und DLRG unterstützen bei der Umsetzung.
Die Schwimmfähigkeit von Kindern in Deutschland soll mit einem neuen Bundesprogramm nachhaltig verbessert werden.
Das Bundeskanzleramt startet gemeinsam mit dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) das Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“, für das der Bundestag Mittel bis Ende 2029 bereitgestellt hat.
„Sicheres Schwimmen rettet Leben“
Im Mittelpunkt stehen dabei zusätzliche Schwimmlern- und Wassergewöhnungsangebote für Kinder. Gefördert werden sollen vor allem lokale Kooperationen, die entsprechende Projekte vor Ort umsetzen. Interessierte können sich bis zum 31. Januar 2027 bewerben.
„Sicheres Schwimmen rettet Leben. Wir müssen deshalb die Kinder dort erreichen, wo sie im Alltag sind, also insbesondere in Schulen, im Ganztag und in Kindertagesstätten“, sagte Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt.
Nach Angaben des DSV können knapp 60 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland nicht sicher schwimmen. Das Programm setzt auf die drei Säulen Kooperation, Koordination und Qualifizierung, um mehr Kindern Zugang zur Schwimmausbildung zu ermöglichen.
DLRG-Präsidentin Ute Vogt bezeichnete das Vorhaben als „wichtigen Schritt“, damit Schwimmenlernen ebenso selbstverständlich werde wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Langfristig könnte das Projekt auch dem Leistungssport zugutekommen. „Wer Schwimmnation im Leistungssport werden will, muss im ersten Schritt auch eine Schwimmen-Lernen-Nation sein“, betonte die ehemalige Olympiasiegerin Britta Steffen.