Alcaraz kontert Kritik an Zverev

Alcaraz mit besonderem Lob für Zverev
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Alcaraz mit besonderem Lob für Zverev

Nur noch wenige Punkte fehlen Alexander Zverev zur Nummer eins der ATP-Weltrangliste. Carlos Alcaraz findet klare Worte für den Aufstieg des Deutschen.

Zu welchem Zeitpunkt Alexander Zverev sich zur neuen Nummer eins der Tenniswelt krönen wird, ist noch offen – dass es passieren wird, ist nach dem Saisonaus von Jannik Sinner sicher. Auch Carlos Alcaraz kann den Deutschen nicht mehr einholen.

Letzterer hat sich nun mit klaren Worten zu Zverevs Aufstieg an die Weltspitze geäußert: „Das ist ehrlich gesagt absolut verdient“, sagte der 23-Jährige im Vorfeld des ATP-Turniers in Wien.

Carlos Alcaraz konterte die Kritik an Alexander Zverev und fand lobende Worte für den Deutschen
Carlos Alcaraz konterte die Kritik an Alexander Zverev und fand lobende Worte für den DeutschenCarlos Alcaraz konterte die Kritik an Alexander Zverev und fand lobende Worte für den Deutschen© IMAGO/PS Images

Immer wieder wurden kritische Stimmen laut, die behaupteten, Zverev habe den Platz als Nummer eins der Welt nur durch die Verletzungen seiner beiden Hauptkonkurrenten erreicht. Dem widersprach Alcaraz auf der Pressekonferenz nun deutlich.

Alcaraz: „Er hat sich das vollkommen verdient“

„Beim Tennis geht es nicht nur darum, den Platz zu betreten und an diesem einen Tag sein bestes Tennis zu spielen. Es geht auch um die Konstanz, die man während des gesamten Jahres zeigt“, sagte der Spanier, der von Mitte April bis Mitte August an einer Verletzung am rechten Handgelenk laboriert hatte.

Mit dem Gewinn der French Open fuhr Zverev in dieser Saison seinen langersehnten ersten Grand-Slam-Sieg ein – und schob mit dem Sieg im Finale der US Open direkt seinen zweiten hinterher.

Dass hinter seinen beiden größten Erfolgen – neben dem Olympiasieg in Tokio 2021 – unzählige Trainingsstunden und harte Rückschläge stecken, das weiß auch Alcaraz: „Ich freue mich für ihn, weil ich weiß, wie hart er gearbeitet und wie lange er dieses Ziel verfolgt hat. Er hat es sich vollkommen verdient.“

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41 Grand-Slam-Turniere spielte der 19-Jährige, ehe er ein Finale gewann. Und drei Endspiele verlor er, ehe er am Ende eine Grand-Slam-Trophäe in die Luft stemmte. Hinzu kam 2022 eine Verletzung, nach der einige Top-Athleten wohl ihre Karriere vorzeitig beendet hätten: Im Viertelfinale der French Open gegen Rafael Nadal war er bei einem Vorhandschlag umgeknickt und riss sich sieben Bänder im Sprunggelenk, von denen drei operiert wurden.

Zverev auch in Wien erfolgreich?

Umso mehr wusste Alcaraz die Leistung seines Kontrahenten zu würdigen, auf den er im Finale des ATP-Turniers in Wien treffen könnte. Zverev habe es in dieser Saison geschafft, „das ganze Jahr über zu spielen, Woche für Woche ins Finale zu kommen, ohne sich zu verletzen oder zu ermüden, und das ganze Jahr über weiter zu gewinnen.“ Vor wenigen Wochen nannte Alcaraz seinen Konkurrenten bereits den „wahrscheinlich aktuell besten Spieler der Welt.“

Das könnte sich in Wien nun materialisieren – um offiziell die Nummer eins zu werden, muss Zverev voraussichtlich mindestens das Viertelfinale erreichen. Der 29-Jährige trifft zum Auftakt auf Martín Landaluce; der Spanier ist aktuell die Nummer 67 der ATP-Weltrangliste. Sein Landsmann Alcaraz bekommt es in der ersten Runde mit dem Russen Karen Khachanov (Nummer 24 der Welt) zu tun.