Rückendeckung für Zverev: Starcoach verteidigt Nummer eins
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Im Streit um die Nummer eins der Tenniswelt erhält Alexander Zverev die Rückendeckung eines Startrainers - auch wenn er diesen vielleicht nicht für "den besten Spieler" hält.
Alexander Zverev hat sich die Rückendeckung von Patrick Mouratoglou im Streit um sein Standing als Nummer eins der Tenniswelt gesichert. Der Starcoach hält die Spitzenposition des Deutschen für verdient – auch wenn er Jannik Sinner und Carlos Alcaraz spielerisch vor Zverev einordnet.
„Zverev ist vielleicht nicht der beste Spieler, aber er ist die Nummer eins der Welt, und er verdient diese Position voll und ganz“, sagte Mouratoglou in einem Video in den sozialen Netzwerken.
Mouratoglou betont Bedeutung von Fitness
Für Mouratoglou bildet die Weltrangliste nicht nur das reine Niveau eines Profis ab, sondern dessen gesamte Saison. „Die erste Art, wie ich die Situation bewerte: Deine Ranglistenposition ist dein Wert. Wenn andere verletzt sind, ist das Pech für sie.“ Sinner hat seine Saison wegen einer Knieverletzung vorzeitig beendet, während Zverev mit seinen Ergebnissen die Grundlage für den Sprung an die Spitze legte.
Mouratoglou sieht die körperliche Belastbarkeit als entscheidenden Bestandteil der Leistung eines Spielers. Ernährung, tägliche Arbeit mit den Physios und Disziplin abseits des Courts seien Faktoren, die über die gesamte Saison in die Bilanz einfließen. „Gesund zu bleiben, wenn du Profisportler bist, ist eine echte Fähigkeit. Das verlangt viel Arbeit, Professionalität und Opfer“, erklärte der Franzose.
Als Beispiel nannte Mouratoglou Jack Draper, dessen Klasse für ihn außer Frage steht, der aber immer wieder durch Verletzungen ausgebremst werde. Auch bei Rafael Nadal seien hypothetische Rechnungen über mögliche weitere Major-Titel ohne Verletzungen für ihn nicht zielführend. Bei Sinner machte Mouratoglou eine Ausnahme: Der Italiener arbeite extrem professionell, habe in dieser Saison aber dennoch gesundheitliches Pech gehabt.
Tennis: Lob für mentale Stärke von Zverev
Zverev gewann zunächst Roland Garros und holte anschließend bei den US Open seinen zweiten Grand-Slam-Titel der Saison. In Paris setzte er sich im Endspiel in fünf Sätzen gegen Flavio Cobolli durch, in New York besiegte er Ben Shelton 6:3, 7:6 (2), 5:7, 6:2.
Gerade diese Titel wertet Mouratoglou als mentale Zäsur für den Deutschen. Zverev hatte zuvor drei Grand-Slam-Finals verloren und war deshalb wiederholt auf seine Nervenstärke in den größten Momenten reduziert worden. „Er hat nicht gut gespielt, aber das Turnier gewonnen – und das ist eine enorme Qualität“, sagte Mouratoglou. Für ihn ist deshalb klar: Sinner und Alcaraz mögen stärker sein – „aber sie sind nicht Nummer eins. Er ist Nummer eins.“
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