Eine glorreiche Karriere begann mit einer herben Pleite

von SPORT1
Eine glorreiche Karriere begann mit einer herben Pleite

Am 28. Oktober 1995 beginnt die Profi-Karriere von Serena Williams mit einer klaren Pleite. Ihre Gegnerin hört nur wenige Jahre später auf.

Serena Williams startete ihre Profikarriere nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit einer deutlichen Niederlage. Die damals 14-Jährige verlor am 28. Oktober 1995 in der ersten Qualifikationsrunde des WTA-Turniers von Quebec City gegen die 18-jährige Annie Miller mit 1:6, 1:6. Miller, ebenfalls aus den USA, war zu diesem Zeitpunkt die Nummer 149 der Welt. Die Partie dauerte weniger als eine Stunde.

Für Williams war es der erste Auftritt bei einem Profi-Event, nachdem ihr Vater Richard sie ebenso wie ihre Schwester Venus weitgehend abseits des Juniorinnen-Zirkus aufgebaut hatte.

Serena und Venus Williams im Jahr 1995
Serena und Venus Williams im Jahr 1995Serena und Venus Williams im Jahr 1995© IMAGO/ZUMA Press Wire

Serena Williams war „unglaublich nervös“

Eine verpasste Flugverbindung in Philadelphia und die verspätete Ankunft in Quebec City erschwerten die Premiere zusätzlich – ein Training vor dem Match war nicht mehr möglich. Auf einem kleinen Nebenplatz blieb die Erwartung an die junge Amerikanerin größer als ihre Ausbeute. „Ich war unglaublich nervös. Ich konnte mit den Nerven einfach nicht umgehen“, sagte sie später bei tennis.com.

Sie habe „irgendwie wie eine Amateurin gespielt. Ich habe mich da draußen schlecht gefühlt, weil ich verloren habe.“

Das frühe Aus änderte nichts an der außergewöhnlichen Laufbahn. Williams kehrte 1997 in den WTA-Hauptwettbewerb zurück und schlug in Chicago nacheinander Mary Pierce und Monica Seles, damals die Nummer sieben und vier der Welt.

Zwei Jahre später holte sie bei den US Open ihren ersten von 23 Grand-Slam-Einzeltiteln und stand insgesamt 319 Wochen an der Spitze der Weltrangliste.

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„Es ist ziemlich unglaublich, dass ihre und Venus’ Karrieren so lange gedauert haben und so erfolgreich waren“, sagte Miller – die mittlerweile Annie Borus heißt – bei ESPN.

Williams Gegnerin beendet Karriere wenige Jahre später

Williams‘ Gegnerin wiederum, die in der Jugend die Nick Bolletieri Tennis Academy besuchte, erreichte als Höhepunkt 1998 Platz 40 der WTA-Rangliste – und verabschiedete sich im gleichen Jahr mit nur 21 von der großen Tennis-Bühne. Miller studierte dann an der University of Michigan und arbeitete später unter anderem als Wirtschaftsprüferin.

„Um ehrlich zu sein: Auch wenn Serena Williams später zur Besten aller Zeiten werden sollte, dachte ich mir: ‚Ich sollte sie auf jeden Fall schlagen, denn ich mache das schon eine ganze Weile‘“, sagte Miller. Sie wollte einfach nur ihre Ranglistenposition verbessern, „also bin ich einfach rausgegangen und habe mich nicht davon beirren lassen, dass ich gegen Serena spielte, sondern habe einfach mein Spiel gespielt“.

Sie ergänzte mit Blick auf Williams‘ erstes Profi-Match: „Es lastete ein großer Druck auf ihr. Damals war Venus diejenige, über die alle sprachen.“

Williams hört auf – und kehrt 2026 zurück

Im August 2022 kündigte Williams das Ende ihrer aktiven Laufbahn an. Bei den US Open erreichte sie die dritte Runde, wo sie an Ajla Tomljanovic scheiterte. Im Juni 2026 kehrte Williams überraschend zurück. An der Seite der Kanadierin Victoria Mboko gewann sie in London im Doppel und erhielt dann sogar eine Wildcard für Wimbledon.

Beim Grand-Slam-Turnier setzte es eine 3:6, 7:6 (8:6), 3:6-Pleite gegen die Australierin Maya Joint. Am 28.10. jährt sich ihr erstes Profispiel.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.