Zoff bei Ski-WM: Kein Visum für russische Sportler?

von SPORT1
Schock im Training: Ski-Star erleidet Achillessehnenriss
0:51

Schock im Training: Ski-Star erleidet Achillessehnenriss

Der schwedische Skiverband will russische Athleten bei der Ski-WM in Falun per Visa-Stopp ausschließen. Es droht heftiger Widerstand.

Der schwedische Skiverband will russischen Athleten die Teilnahme an der WM in Falun verwehren – über einen Visa-Stopp. Damit droht ein Konflikt zwischen dem Gastgeberland, dem Weltverband FIS und Russland. Die Debatte gewann an Schärfe, nachdem bekannt wurde, dass der Verband diese Maßnahme anstrebt. Russische Sportler dürfen unter bestimmten Voraussetzungen wieder als neutrale Athleten bei FIS-Wettkämpfen starten.

Russlands Sportminister Michail Degtjarjov erklärte in russischen Medien, Gastgeberländer sollten keine internationalen Wettkämpfe mehr ausrichten dürfen, wenn sie zugelassene neutrale Athleten ausschließen. Russland werde sich nach Einschätzung von Bert Sundström auf die Freigabe durch die FIS berufen.

Russische Flaggen sind im Wintersport weiterhin nicht erlaubt
Russische Flaggen sind im Wintersport weiterhin nicht erlaubtRussische Flaggen sind im Wintersport weiterhin nicht erlaubt© IMAGO/NurPhoto

Russland kündigt Widerstand an

„Für Schweden wird es politisch sehr schwierig, Nein zu sagen. Gleichzeitig ist der Druck groß. Deshalb sollte man sich wohl noch nicht festlegen“, sagte der langjährige Russland-Korrespondent des schwedischen Fernsehens SVT. Der Widerstand aus Moskau werde laut Sundström „sehr laut“ ausfallen.

Die FIS hatte russischen und belarussischen Athleten die Rückkehr unter neutraler Flagge ermöglicht, allerdings nur für Einzelrennen und unter strengen Neutralitätsauflagen. Nationale Symbole wie Flaggen, Hymnen oder Teamkleidung sind untersagt, zudem gelten die regulären Anti-Doping-Bestimmungen.

Für die WM würde ein Visa-Stopp damit eine zusätzliche Hürde außerhalb des sportlichen Zulassungsverfahrens schaffen. Sundström sieht hinter der schrittweisen Rückkehr auch eine wachsende Müdigkeit vieler Veranstalter: Ohne russische Beteiligung seien manche Wettbewerbe sportlich schwächer besetzt.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.