Biathlon-Stars bedauern Oberhof-Umbau

Biathlon-Stars bedauern Oberhof-Umbau

Eine der legendärsten Passagen im Biathlon-Weltcup wird umgebaut. Zwei schwedische Top-Athleten bedauern die Entscheidung - ihr Trainer sieht darin sogar Vorteile.

270 Meter lang, bis zu 13 Prozent Steigung und entscheidend für so manche Rennentscheidung: Der Birxstieg in Oberhof hat sich seinen Ruf als legendäre Passage redlich verdient. Doch nun stehen ihr grundlegende Änderungen bevor: Die Veranstalter kürzen den traditionsreichen Abschnitt um die Hälfte – und sorgen damit bei zwei schwedischen Top-Biathleten für Unmut.

„Es macht mich wirklich traurig. Der Birxsteig steht für Oberdorf, deshalb ist es schade, dass sie ihn rausnehmen“, so Martin Ponsiluoma in der Zeitung Expressen. Der Anstieg sei unglaublich anspruchsvoll und hart. Er sei gespannt, wie die neue Strecke aussehen werde, bezweifle allerdings, dass sie an die bisherige heranreichen könne.

Teamkollege findet die Entscheidung „wirklich sehr schade“

Auch sein Teamkollege Sebastian Samuelsson bedauert die Entscheidung. „Das ist wirklich schade. Es ist ein echter Klassiker und ohne ihn fühlt es sich langweilig an“, erklärte der 29-Jährige. Auch er sei gespannt auf die neue Strecke: „Vielleicht wird es ja auch großartig.“

Künftig müssen die Athleten bereits auf halber Höhe wenden und den Birxstieg wieder hinunterfahren. Anschließend führt die Strecke über die IBU-Schneise, die zum neuen längeren Anstieg wird.

Hintergrund ist die Verlegung des Oberhofer Weltcups vom Januar in den März. Wegen der veränderten Wetterbedingungen müssen die Veranstalter besonders windanfällige und schneegefährdete Streckenabschnitte anpassen. Auch die nach der ehemaligen deutschen Biathletin Andrea Henkel benannte Henkel-Schleife wird gestrichen.

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Schwedens Trainer widerspricht seinen Stars

Während Ponsiluoma und Samuelsson dem alten Streckenprofil nachtrauern, beurteilt ihr Trainer Johannes Lukas die Veränderungen deutlich positiver. Der deutsche Coach verweist insbesondere auf Sicherheitsbedenken. Auf den steilen Anstieg folge bislang eine schnelle, anspruchsvolle Abfahrt. Die Verantwortlichen hätten diese Problematik ernst genommen.

Auch eine sportliche Entschärfung der Strecke erwartet Lukas keineswegs. Schließlich komme zur verbleibenden Hälfte des Birxstiegs ein weiterer anspruchsvoller Anstieg hinzu. Die neue Streckenführung könnte deshalb sogar schwieriger werden als die bisherige.

Ob Oberhof tatsächlich an sportlichem Anspruch verliert oder durch die Änderungen sogar gewinnt, wird sich beim Weltcup vom 4. bis 7. März 2027 zeigen.