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Fussball-Weltmeister Lukas Podolski ist Gesellschafter bei den RheinStars. © Foto: Gero Müller-Laschett

Köln - Die RheinStars Köln überspringen als Regionalliga-Meister wohl eine Liga und spielen in der zweiten Liga ProA. Das große Ziel ist für den Podolski-Klub aber die BBL.

Einen ersten Geschmack der Basketball-Bundesliga bekamen die Kölner Fans schon im Sommer 2014. In der Saisonvorbereitung war der FC Bayern als amtierender Meister zu Gast bei den RheinStars in der LANXESS Arena, 6000 Fans kamen.

Noch ist der Klub, der Lukas Podolski zu seinen Gesellschaftern zählt, offiziell Aufsteiger aus der Regionalliga. Aber er macht große Schritte Richtung BBL, dem ersehnten Ziel.

Sie wollen kommende Saison in der Zweiten Basketball Bundesliga Pro A antreten. Dafür sollen die Kölner eine Wildcard erhalten. Die Clubs der zweiten Liga haben dem  bereits zugestimmt.

Die RheinStars, Meister der Regionalliga West, überspringen damit die zweite Bundesliga ProB, Deutschlands dritthöchste Liga, um direkt in der zweithöchsten an den Start zu gehen.

"Wir sind solide aufgestellt für die ProA", sagt RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck. Er freut sich nun auf Derbys gegen den 90er-Serienmeister Leverkusen oder die Duelle mit Hamburg, einem ebenfalls aufstrebenden Basketball-Standort. Doch Liga Zwei soll für die Kölner eben nur eine Zwischenstation sein.

Die BBL als Ziel

"Wir träumen von der BBL", so Geschäftsführer Baeck weiter.  Er will die Kölner stetig weiterentwickeln und Schritt für Schritt an die BBL heran führen. 

Köln will sich wieder im Profibasketball etablieren. Die RheinStars selbst sind erst vor zwei Jahren aus einer Kooperation zwischen den SG Köln 99ers und dem MTV Köln hervor gegangen. Nach der Insolvenz des BBL-Teams Köln 99ers im Jahr 2009 hatte es bis 2013 keinen Profi-Basketballverein in Köln gegeben.

Daher will Baeck den Verein, die Stadt und die Basketballfans in Köln nun wieder an den Spitzensport heran führen: "In der Pro A wollen wir sukzessive weitere Wirtschaftspartner gewinnen, mehr Mitarbeiter einstellen und unseren Nachwuchsspielern eine Plattform bieten."

Der Standort Köln ist attraktiv für die Liga

Auch ein zentrales Trainingszentrum für den Verein ist geplant. Derzeit trainieren Damen, Herren und Nachwuchsteams noch in 23 verschiedenen Hallen verteilt über ganz Köln. Künftig soll alles unter einem Dach sein. Eine zusätzliche Arena für ihre Heimspiele in der Zweiten Bundesliga PRO A haben die RheinStars indes bereits gefunden.

Zur kommenden Saison trägt der Verein mindestens vier seiner Heimspiele in LANXESS Arena aus. 3.500 Zuschauer können dort dann Zweitliga Basketball verfolgen.  Doch das ist erst der Anfang. 20.000 Plätze hat die LANXESS Arena. Sie ist Deutschlands größte Multifunktionshalle. Der Standort Köln ist attraktiv für die Verantwortlichen der BBL.

Sie würden die Kölner daher wohl mit offenen Armen in der BBL empfangen. Stephan Baeck, 1993 als Spieler unter Trainer Svetislav Pesic Europameister geworden, möchte aber allzu großspuriges Auftreten vermeiden. Er freue sich auf die Herausforderung Zweite Liga und ist sich sicher: "Wir werden auch dort eine gute Rolle spielen."

Crailsheim bleibt wohl in der BBL

Bevor die Kölner kommende Saison in der ProA an den Start gehen können, muss jedoch noch eine letzte Formalie geklärt werden. Den Startplatz in der Pro A Liga bekommt Köln nur, wenn Bundesliga-Absteiger Crailsheim Merlins eine Wildcard für die kommende BBL-Saison erhält.

Dann wird für die RheinStars ein Platz frei. Die Crailsheim Merlins sind derzeit der einzige Verein, der seine Bewerbungsunterlagen für eine BBL-Wildcard eingereicht hat. Weitere Anwärter sind nicht in Sicht. Das wird auch die Kölner Verantwortlichen freuen.

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