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EWE Baskets Oldenburg v Brose Baskets Bamberg
Philipp Neumann (r.) spielte zwischen 2009 und 2013 für Bamberg. © Imago

Oldenburg - Der Oldenburger Philipp Neumann kündigt an, im Pokal-Endspiel gegen sein Ex-Team (ab 14 Uhr LIVESCORES) nicht nachzulassen. Casper Ware und der Trainer kämpfen um ihre Zukunft.

Der Matchwinner knipste Selfies vor dem Fanblock, der Trainer gab Kindern Autogramme: Der erstmalige Einzug ins Pokalfinale ist für die EWE Baskets Oldenburg mehr als nur ein Quantum Trost für eine bisher verpatzte Rückrunde in der Beko BBL.

Schließlich steigt das Top Four erstmals bei den "Donnervögeln", und viele glauben, dass die Entlassung von Head Coach Sebastian Machowski vor drei Wochen hierfür neue Energien freisetzen sollte.

Dieser Plan geht auf, meint Philipp Neumann, der mit 13 Punkten und sieben Rebounds maßgeblichen Anteil am 77:71-Zittersieg gegen Bonn hatte und nun auf sein Ex-Team Brose Baskets Bamberg trifft (14 Uhr LIVESCORES).

Drijencic bringt neue Impulse

Und neben dem Energieschub habe der vom ProB-Team beförderte Mladen Drijencic "die Systeme komplett umgestellt. Und anscheinend funktionieren sie besser.“

Ein Wink für die Chefetage, dass der humorvolle und bei den Anhängern beliebte Drijencic auch eine Dauerlösung für den Deutschen Meister von 2009 sein könnte.

Trotz allem sind die Oldenburger - deren Leistungsträger Adam Chubb, Rickey Paulding und Julius Jenkins deutlich jenseits der 30 Jahre sind - mit nur rund 14 Stunden Erholungszeit klarer Außenseiter gegen die Bamberger.

Neumann heiß auf Ex-Team

Klein beigeben will Neumann dennoch nicht beim Wiedersehen mit seinem Arbeitgeber von 2009 bis 2013. Es werde “ein schönes Spiel. Aber das heißt nicht, dass ich nachlasse in meiner Leistung. Vielleicht eher das Gegenteil.“

Er und Adam Chubb, dem es Drijencic zufolge nach einer Erkältung “von Stunde zu Stunde besser geht“, sollen unter den Körben aufräumen. Und außen soll Casper Ware gleichsam für Wirbel und Struktur sorgen.

Der 1,78 Meter kleine Topscorer der Niedersachsen, unter Drijencic nurmehr Edeljoker, "hat gezeigt, wie sehr er uns von der Bank aus helfen kann", sagte sein Trainer zu SPORT1 und sieht darin auch "ein Ergebnis unserer Gespräche mit ihm".

Bewährungsprobe für Ware

Mäßige 2,4 Korbvorlagen im Durchschnitt pro Partie haben den nachverpflichteten Ersatz für den abgewanderten Tywain McKee in die Kritik gebracht. Doch dass es auch um seine Zukunft geht, sei ihm "nicht bewusst", versicherte Ware SPORT1.

Gegen Bonn standen immerhin vier Assists zu Buche, allerdings zehn Fehlwürfe und eine zweifelhafte Auswahl seiner 15 Versuche.

Sollte er aber die überragende Bamberger Defensive knacken und die EWE Baskets zum zweiten Titel der Klubhistorie führen, dürften sich auch seine Aktien wesentlich verbessern.

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