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Berlin - Nach der Machtdemonstration beim Verfolger ALBA schwärmt Andrea Trinchieri von seinen Brose Baskets - und auch Berlins Trainer. Der steht nun vor einem ersten Endspiel.

Nach der mühelosen Verteidigung der Tabellenspitze geriet Andrea Trinchieri ins Schwärmen.

"Die Qualität unseres Spiels war super, super hoch. Gegen so einen starken Gegner so gut zu spielen, wird uns viel Auftrieb geben", sagte der Trainer des deutschen Basketball-Meisters Brose Baskets Bamberg nach dem ungefährdeten 87:74 (51:34) bei ALBA Berlin.

Der Meister ließ am Sonntagabend in der Hauptstadt keinerlei Zweifel daran, dass er erneut erster Anwärter auf den Titel ist. Die Albatrosse hatten trotz des Heimvorteils zu keiner Zeit eine Chance, das mit Spannung erwartete Spitzenspiel zu gewinnen.

"Eine Lehrstunde in Teambasketball"

Stattdessen mussten sie die Klasse der Bamberger anerkennen. "Wir sollten nicht zu niedergeschlagen sein, auch wenn das eine Lehrstunde in Teambasketball war", sagte Albas Trainer Sasa Obradovic.

Auch der ehemalige Profi Obradovic hatte nur warme Worte für den siebenmaligen Deutschen Meister übrig. "Bamberg ist ohne Frage der schwerste Gegner mit dieser Qualität auf allen Positionen", sagte der 46-jährige Serbe: "Momentan zeigen sie ihre Euroleague-Qualität, und wir müssen sehen, dass wir gegen andere Mannschaften wie Bremerhaven gewinnen."

Schon vor der Halbzeit deutlich vorn 

Nach zwölf Spielen hat Bamberg zwar erst zwei Punkte Vorsprung vor Berlin, die in der Tabelle von Rang zwei auf vier abrutschten, doch derzeit scheint kein Bundesligist in der Lage, ihnen dauerhaft das Leben schwer zu machen.

"Es war großartig", lobte auch Trinchieri seine Profis: "Wir haben das Spiel gespielt, das wir wollten. Wir haben den Sieg verdient und das Spiel komplett kontrolliert."

Vor allem in der ersten Halbzeit spielten die Gäste auch dank ihrer starken Distanzwerfer in einer anderen Liga und bauten den Vorsprung bis zur Pause auf fast 20 Punkte aus. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Bamberg zwar zunächst kleinere Startprobleme, erholte sich jedoch schnell davon.

Chance auf Top 32 gegen Brindisi 

"Es ist keine Tragödie, gegen Bamberg zu verlieren", sagte Obradovic, der mit seinem Team nun vor dem ersten "Endspiel" der Spielzeit steht.

Am Mittwoch (20 Uhr) will der frühere Serienmeister ALBA mit einem Sieg im letzten Eurocup-Gruppenspiel gegen die Italiener von Enel Basket Brindisi das Ticket für die Runde der besten 32 Teams lösen. "Wir wollen das unbedingt schaffen. Dann würden wir insgesamt okay dastehen", sagte Obradovic. (DATENCENTER: Gruppe B im Eurocup)

Bamberg hingegen hat sich in der Euroleague bereits sicher für die Top-16-Runde qualifiziert und empfängt im letzten Gruppenspiel am Donnerstag (20 Uhr) Dinamo Banco di Sardegna Sassari aus Italien.

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