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Brose Baskets v FC Bayern Muenchen - BBL
Ingo Weiss kann die Kritik nicht nachvollziehen © Getty Images

Ingo Weiss will von unprofessionellen Bedingungen beim Nationalteam nichts wissen. Auf die Kritik aus der Bundesliga reagiert der DBB-Präsident verwundert und enttäuscht.

Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), hat die Kritik aus der Bundesliga an angeblich unprofessionellen Bedingungen rund um die Nationalmannschaft zurückgewiesen.

"Ich bin etwas verwundert", sagte Weiss vor dem entscheidenden EM-Qualifikationsspiel bei Gastgeber Niederlande in Leiden, "ich bin auch enttäuscht darüber."

Michael Stoschek, Aufsichtsratsvorsitzender beim deutschen Meister Brose Bamberg, hatte den DBB bei SPORT1 scharf attackiert. "Ich sehe teilweise, wie die Spieler mit unakzeptablen Verfassungen aus der Qualifikation herausgehen. Wir werden Wochen brauchen, bis sie wieder auf normalem Leistungsniveau sind", erklärte der 68-Jährige.

Er erwarte, "dass die medizinische und zusätzliche Betreuung nahe an dem ist, was in Ligaklubs geleistet wird."

"Ich würde mir wünschen, dass jeder Bundesliga-Verein so ein gutes medizinisches Personal hat wie wir", konterte Weiss: "Ich finde diese Kritik absolut fruchtlos." Schließlich würden einige der Physios und Ärzte persönlich unter anderem Dirk Nowitzki betreuen.

Grundsätzlich müsse man gemeinsam die in diesem Sommer aufgetretenen Probleme angehen.

"Wenn wir verlieren, haben wir verloren. Das ist der Sport", sagte Weiss: "Dann muss man auch schonungslos aufdecken, woran das gelegen hat."

Dass schon vor der Qualifikation viele Nationalspieler wegen persönlicher Gründe oder Verletzungen abgesagt hatten, soll ebenfalls thematisiert werden: "Wir müssen uns darüber unterhalten, warum einige Spieler nicht gekommen sind. Liegt es an den Vereinen? Liegt es daran, dass sie nicht können? Liegt es vielleicht am DBB? Das ist auch möglich."

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