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Tyson Fury macht immer wieder mit bizarren Aussagen auf sich aufmerksam
Tyson Fury macht immer wieder mit bizarren Aussagen auf sich aufmerksam © Getty Images

Tyson Fury stellt die These auf, Wladimir Klitschko habe gegen ihn absichtlich verloren - und liefert die Begründung hinterher. Klitschko selbst denkt lieber an die Zukunft.

Man könnte meinen, dass Tyson Fury - selbstbewusst wie er ist - die klare Meinung hat, dass Wladimir Klitschko gegen ihn verloren hat, weil er der bessere Boxer ist.

Der Weltmeister, der im November Wladimir Klitschko überraschend die WBA-, WBO- und IBF-Gürtel abgenommen hatte, hat aber eine andere Theorie: Er behauptet knapp drei Monate vor dem Rückkampf, Klitschko habe in Düsseldorf absichtlich verloren.

Fury hatte als erster Boxer überhaupt Klitschko nach Punkten geschlagen und dabei kaum einen Treffer kassiert. Für den Ukrainer war es die erste Niederlage nach elf Jahren.

Fury vermutet Absicht

Zuvor war bereits vertraglich geregelt worden, dass es zu einem Rückkampf kommt, falls Fury in Deutschland gewinnen sollte. Klitschkos Möglichkeit, durch einen Sieg in Manchester am 9. Juli zum dritten Mal zum Schwergewichts-Champion zu werden, ist der Grund für Furys Vermutung.

"Man weiß nicht, was es für einen Effekt auf die Gedanken eines Mannes hat, wenn er geschlagen wird, obwohl er sich für unschlagbar hält. Aber ich denke, dass er in Deutschland vielleicht absichtlich verloren hat - ich habe auch darüber nachgedacht", so Fury, der die Begründung hinterher lieferte.

"Wenn ich zurücktrete und nicht gegen ihn kämpfe, bekommt er seine Gürtel so oder so zurück, das steht im Vertrag", meinte Fury: "Wenn ich aber kämpfe und er mich nach zehn Sekunden oder wann auch immer ausknockt, hat er seine Gürtel zurückgeholt und wird dreimaliger Schwergewichtsweltmeister. Nicht viele haben das geschafft - nur Leute wie Muhammad Ali."

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Auch Ottke wittert Kalkül

Mit seiner Theorie steht Fury allerdings nicht alleine da. Der deutsche Ex-Weltmeister Sven Ottke witterte ebenfalls Kalkül.

"Entweder war das gesteuert, nach dem Motto: Wir haben keine Quoten mehr, jetzt verlieren wir mal, der Rückkampf ist ja schon ausgemacht. Oder es war so, wie es aussah: Dass er einfach Schiss hatte", hatte Ottke SPORT1 am Rande der Gala "Sportler des Jahres" im Dezember gesagt und Klitschko "Arbeitsverweigerung" vorgeworfen.

Während Fury mal wieder mit besonderen Aussagen auf sich aufmerksam macht, denkt Klischko schon an die Zukunft. Denn neben der Revanche hat der 40-Jährige auch familiäre Pläne. ""Ich hätte nichts gegen noch ein Baby", sagte Klitschko in der Bild.

Mit Freundin Hayden Panettiere hat er bereits eine einjährige Tochter.

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