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Michael van Gerwen (M.) geht mit Raymond van Barneveld als Topfavorit ins Rennen © SPORT1-Grafik: Getty Images/iStock

Heute startet die siebte Auflage des PDC World Cup of Darts. In welchem Modus wird gespielt? Wer sind die Favoriten? SPORT1 klärt die wichtigsten Fragen.

Ab dem heutigen Donnerstag fliegen wieder die Pfeile. Bei der siebten Auflage des PDC World Cup of Darts (ab 1. Juni täglich ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM) treffen sich die begnadetsten Zielwerfer des Planeten, um den Team-Weltmeistertitel auszuspielen. (Spielplan des Turniers)

SPORT1 beantwortet vorab die wichtigsten Fragen:

Was ist der PDC World Cup of Darts?

Der PDC World Cup wird seit 2010 regelmäßig einmal pro Jahr ausgetragen. Die Besonderheit des Major-Turnier ist der Modus. Es ist der einzige Teamwettbewerb der Professional Darts Corporation (PDC).

Teilnahmeberechtigt sind die beiden besten Spieler einer Nation nach der offiziellen Rangliste. Heißt: Nicht alle Stars des Sports sind vertreten, da viele Topspieler aus Großbritannien stammen. 

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Wo kann ich das Turnier verfolgen?

SPORT1 zeigt alle Partien der siebten Auflage des PDC World Cups LIVE. Los gehts am Donnerstagabend um 20 Uhr mit den Erstrundenpartien.

Das deutsche Duo greift am darauffolgenden Abend in das Turnier ein. Auf Max Hopp und Martin Schindler warten die Nordiren Daryl Gurney und Brendan Dolan.

Die Turnierfavoriten aus England und den Niederlanden starten ebenfalls am späten Freitagabend in den Cup. Für Adrian Lewis und Dave Chisnall geht es gegen Außenseiter Gibraltar. Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld treffen auf Tschechien.

Wie lief der Cup in den letzten Jahren?

Bei den bisherigen sechs Auflagen des Turniers kamen die Sieger immer aus England oder den Niederlanden.

Das Dream-Team der Engländer, bestehend aus Phil Taylor und Adrian Lewis, konnte den Pokal bei den letzten beiden Austragungen in die Höhe strecken. Insgesamt gewannen sie vier der sechs World Cups und sind damit Rekordsieger.

In den prominent besetzten Endspielen der vergangenen Jahre setzten sie sich unter anderem schon gegen die Australier, die Belgier oder die schottischen Rivalen durch.

Wie wird gespielt?

Der Modus des Turniers beinhaltet keine Gruppenphase. Stattdessen werden alle fünf Runden im K.o.-Modus ausgetragen. In Runde eins wird ausschließlich im Doppel gespielt, neun gewonnene Legs sind für das Weiterkommen notwendig.

Ab der zweiten Runde finden, bis einschließlich Halbfinale, jeweils zwei Einzel-Partien (best of seven) statt. Die Teams können selbst festlegen, in welcher Reihenfolge ihre Spieler antreten. Gewinnen beide Nationen je ein Spiel, fällt die Entscheidung in einem Doppel.

Im Finale werden erst zwei Einzel und dann ein Doppel ausgetragen. Danach sind zwei weitere Einzelspiele angesetzt. Die Spieler treffen anschließend auf den Kontrahenten, dem sie bei den ersten Einzelspielen nicht gegenüberstanden. 

Wer sind die Favoriten?

Sicher ist schon, dass es ein anderes Sieger-Duo geben wird. Phil Taylor, der seine Karriere nach der Saison beendet, wird diesmal nicht mit von der Partie sein. Titelverteidiger England wird also ein neu formiertes Zweierteam ins Rennen schicken.

Die Fans des Dartssports können stattdessen Debütant Dave Chisnall an der Seite von Adrian Lewis anfeuern. Aber auch in dieser Besetztung gehören die Engländer klar zum Kreis der Favoriten.

Bei den Topfavoriten aus den Niederländern ändert sich dagegen nichts. Vize-Weltmeister Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld wollen nach der knappen Finalniederlage 2016 wieder zurück auf den Thron.

Die schärfsten Kontrahenten kommen ebenfalls aus Großbritannien. Schottland wird von Gary Anderson und Peter Wright vertreten, Gerwyn Price und Mark Webster treten für Wales an die Scheibe.

Wie stehen die deutschen Chancen?

Max Hopp und Martin Schindler vertreten die deutschen Landesfarben. Sie hatten aber Lospech und müssen schon in der ersten Runde gegen Daryl Gurney und Brendan Dolan aus Nordirland ran.

Im vergangenen Jahr scheiterte Hopp, damals im Duo mit Jyhan Artut, noch in der ersten Runde gegen Australien.

Dieses Mal erhofft man sich mehr. Angesichts der Aufgabe gegen die Nordiren wird dies allerdings ein schweres Unterfangen.

Was ist neu?

Erstmals mit von der Partie sind die besten Spieler aus Brasilien und Lettland, die Zuschauer können sich also auf echte Darts-Exoten freuen.

Norwegen und die Philippinen konnten sich dagegen nicht qualifizieren.

Wie viel gibt es zu verdienen?

Insgesamt wird ein Preisgeld von 300.000 Pfund ausgeschüttet. Dabei erhalten die Spieler eines Teams denselben Betrag. Die Sieger des World Cups können sich auf 30.000 Pfund freuen.

Gesamtübersicht (pro Spieler):

Sieger: 30.000 Pfund (34.695 Euro)
Verlierer Finale: 16.000 Pfund (18.500 Euro)
Halbfinalisten: 10.000 Pfund (11.565 Euro)
Viertelfinalisten: 7.000 Pfund (8.095 Euro)
Verlierer zweite Runde: 4.000 Pfund (4.626 Euro)
Verlierer erste Runde: 1.500 Pfund (1.734 Euro)

Wo findet das Turnier statt?

Wie schon 2016 findet der World Cup in der Eissporthalle in Frankfurt statt. Die Jahre zuvor gastierte die PDC noch in Hamburg.

Lediglich die erste Auflage des Teamwettbewerbs fand außerhalb der deutschen Grenzen statt. In der Metro Radio Arena (Newcastle) feierte man 2010 die Premiere.

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