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Elmar Paulke glaubt nicht mehr an Großtaten von Phil Taylor
Elmar Paulke glaubt nicht mehr an Großtaten von Phil Taylor © SPORT1 / Getty Images

München - SPORT1-Experte Elmar Paulke spricht vor der Darts-WM über die Auftaktlose der Deutschen und nennt Whitlocks Knackpunkt. Nicht nur für "The Power" malt er schwarz.

Hallo Darts-Fans,

der Tank ist voll, das Dartsmobil winterfest: Am Sonntag (Abfahrt im Doppelpass ab 11 Uhr live im TV auf SPORT1, im kostenlosen LIVESTREAM und in unserem Sportradio auf SPORT1.fm) geht's auf der #RoadtoAllyPally zur WM. Und spätestens nach der Auslosung ist mein Puls auf 180.

Denn die beiden deutschen Hoffnungen bei der WM (vom 15. Dezember bis 2. Januar LIVE im TV auf SPORT1), Max Hopp und Dragutin Horvat, haben hoch interessante Gegner erwischt. Hopp, der nun zum fünften Mal in London antritt, bekommt es mit Vincent van der Voort zu tun. Der Niederländer bezwang ihn bei der WM 2015 deutlich mit 4:0 nach Sätzen. (Hopp: Van der Voort lösbare Aufgabe)

Doch in diesem Jahr räume ich Hopp höhere Chancen ein. Van der Voort ist ein schwerer, aber kein monsterschwerer Gegner. Er hat diverse Turniere gewonnen und Finals gespielt. Aber: vor zwei Jahren hatte er einen Lauf, momentan nicht. (Der Spielplan der PDC Darts-WM)

Hopp ist erfahrener geworden und kann nun auch auf großer Bühne einen 90er Average spielen. Das spricht für ihn. Zugleich gilt jedoch: Hopp muss sein bestes Darts zeigen, um van der Voort zu bezwingen.

Horvat steht, sollte er die Quali-Hürde Boris Kolzow meistern, mit Simon Whitlock ein stärkerer Gegner gegenüber. Der Australier trägt einen großen Namen im Darts-Geschäft und ist in der Lage, jeden zu schlagen. Whitlocks Ehrgeiz ist enorm, und nachdem er in den letzten Wochen zwei Turniere gewonnen hat, ist er noch einmal hungrig geworden. Er setzt sich mächtig unter Druck und will bei der WM keinesfalls schon in der ersten Runde ausscheiden. Nur mit einem Weiterkommen kann der "Wizard" seinen Ansprüchen gerecht werden. 

(Das sind die Partien der Darts-WM)

Und genau da wittere ich die Chance für Horvat. Wenn er gut in die Partie reinkommt, traue ich ihm durchaus zu, das Match zu gewinnen.

Video

Werfen wir einen Blick auf die ganz großen Stars: Ich glaube, dass keiner in Runde eins ernsthaft zittern muss. Michael van Gerwen tritt entweder gegen Ross Snook oder Kim Viljanen an. Beide haben keinerlei Chance gegen die Nummer 1 der Welt.

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Ähnlich ist es beim amtierenden Weltmeister Gary Anderson. Sein Gegenüber Mark Frost hat keine Fernseherfahrung und wird sich wohl allein schon von der Kulisse beeindrucken lassen. (Noch mehr News, Termine, Meinungen im Dartsblog)

Phil Taylor, Peter Wright und Adrian Lewis werden ebenfalls keine Probleme haben. Aber ich glaube nicht, dass Lewis wie im Vorjahr das Finale erreichen kann. Der Weltranglistenfünfte steckt in der Krise und scheint intensiv mit sich zu kämpfen. Deswegen glaube ich an ein frühes Ausscheiden - aber nicht zum Auftakt gegen den Schweden Magnus Caris.

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Der uneingeschränkte Topfavorit der WM ist für mich van Gerwen - zweifellos keine Überraschung. Nach 25 Turniersiegen in diesem Jahr kommt niemand daran vorbei, "Mighty Mike" ganz vorne zu nennen. Dennoch sage ich, dass es kein Selbstläufer für ihn wird. Der Set-Modus erlaubt den Spielern Schwächen, was van Gerwens Konkurrenten in die Karten spielt. Spielen sie ein Set schlecht, können sie im nächsten wieder gegen ihn angreifen.

Taylor traue ich den Titel nicht zu - leider. Ich gehe sogar weiter und behaupte, dass er nie wieder Weltmeister wird. Die großen Tage der Darts-Ikone gehören der Vergangenheit an.

Euer Elmar Paulke

Das Tableau der Darts-WM © SPORT1
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