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Die Russen sind auf Gold programmiert und kennen Viertelfinal-Gegner Deutschland (19 Uhr LIVE auf SPORT1) kaum. Die Politik macht Druck, Owetschkin hat Ladehemmung.

Die hohe Politik um Präsident Wladimir Putin duldet kein Versagen, die Millionen Eishockey-Fans des Riesenreichs erwarten einen klaren Sieg, und die Spieler kennen den Gegner kaum.

In Russland besteht vor dem Viertelfinale des WM-Gastgebers gegen die deutsche Nationalmannschaft überhaupt kein Zweifel, wer am Donnerstag (19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im GRATIS-LIVESTREAM und im LIVETICKER) im Moskauer Eispalast in die nächste K.o.-Runde einzieht.

Und genau das ist die größte Chance von Leon Draisaitl und Co.: Der Rekordweltmeister scheint das "Glückslos" Deutschland nicht zu hundert Prozent ernst zu nehmen.

Zumindest Ehrhoff ist bekannt

 "Ich kann nichts über sie sagen", gab der russische Stürmerstar Artemi Panarin nach dem überzeugenden 4:1-Sieg zum Vorrundenabschluss gegen Turniermitfavorit Schweden unumwunden zu. (Datencenter: Die Tabellen der Eishockey-WM)

Damit steht er nicht alleine da. Altstar Pawel Dazjuk hat das Team von Bundestrainer Marco Sturm bislang nur in der Tabelle verfolgt: "Ich habe nicht gesehen, wie sie spielen. Aber von den Ergebnissen her kann das nicht so schlecht sein."

Torhüter Sergej Bobrowski konnte zumindest den deutschen NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff beim Namen nennen.

Russen-Trainer mit deutschem Pass 

Trainer Oleg Snarok dürfte dagegen bestens Bescheid wissen über die Auswahl des DeutschenEishockey-Bundes (DEB). Der 53-Jährige spielte früher in Landsberg, Freiburg sowie Heilbronn und besitzt auch den deutschen Pass.

Snarok warnt sein Starensemble um Ausnahmekönner Alexander Owetschkin daher vor Überheblichkeit: "Deutschland ist eine gute Mannschaft. Sie sind psychisch sehr gut vorbereitet und spielen mit viel Druck."

Mit Druck leben die russischen Kufencracks aber seit dem ersten Bully, denn bei der Heim-WM zählt nur Gold.

Doping-Vorwürfe ramponieren den Ruf

 Die Schmach von Olympia 2014 in Sotschi, als die Sbornaja vor eigenem Publikum bereits im Viertelfinale gescheitert war, soll vergessen gemacht werden. "Jetzt erwarten uns die Playoffs, das sind ganz andere Spiele. Da dürfen wir nicht versagen", fordert Sportminister Witali Mutko.

Nach den zahlreichen Doping-Vorwürfen in der jüngsten Vergangenheit, die auch das komplette russische Eishockey-Nationalteam der Frauen bei den Winterspielen in Sotschi betreffen, hofft der in Verruf gekommene russische Sport, mit Erfolg auf dem Eis von den Negativschlagzeilen abzulenken.

 "Ich bin mir sicher", sagt Mutko, "dass die Mannschaft uns in den Playoffs erfreuen und viele positive Emotionen schenken wird."

Erst ein Scorerpunkt von Owetschkin 

In der Vorrunde ist das dem 27-maligen Weltmeister bereits gelungen. Nach dem Stotter-Start in die WM mit der 0:3-Auftaktniederlage gegen Tschechien, die Russland den Vorrundensieg in der Gruppe A gekostet hatte, kam die "rote Maschine" immer besser ins Rollen.

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Dabei ist der nachnominierte Owetschkin noch gar nicht der spielbestimmende Mann, erst einen Scorerpunkt hat "The Great Eight" nach drei Spielen auf dem Konto.

Doch Owetschkins Mutter Tatjana macht sich keine Sorgen. "Ich bin mir sicher, dass mein Sohn und das russische Team die Erwartungen erfüllen werden", sagt sie. Auch die Mama des Superstars kann sich ein Scheitern gegen die Deutschen einfach nicht vorstellen.

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