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Prag - Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM in Tschechien muss Bundestrainer Pat Cortina um seinen Job fürchten. Auf SPORT1-Nachfrage gibt er sich kämpferisch.

Von Sascha Bandermann und Michael Spandern

Bundestrainer Pat Cortina muss nach der enttäuschenden WM in Tschechien um seinen Job beim Deutschen Eishockey-Bund bangen.

Von SPORT1 gefragt, ob das abschließende 2:3 nach Penaltyschießen gegen Österreich sein letztes Spiel als Bundestrainer gewesen sei, antwortete der 50-Jährige: "Ich hoffe nein. Sowohl als Bundestrainer und als Coach überhaupt. Ich weiß es nicht. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht."

Der Vertrag des Italo-Kanadiers, der seit 2012 im Amt ist, läuft nach den aktuellen Titelkämpfen aus. Doch ein Gespräch mit dem DEB habe es noch nicht gegeben: "Niemand hat es mir gesagt, es ist noch kein Meeting angesetzt."

"Ich würde gerne weitermachen"

"Wir werden uns so schnell wie möglich zusammensetzen, um über die Vergangenheit und auch über die Zukunft zu reden", versprach DEB-Präsident Franz Reindl bei SPORT1.

Cortina würde seine Arbeit trotz des vorzeitigen Verpassens des Viertelfinals und fünf Niederlagen in sieben Spielen gerne fortführen: "Ja, sicher. Ich würde gerne weitermachen, doch das ist nicht meine Entscheidung. Wir werden sehen."

Reindl ließ offen, ob Cortina eine reelle Chance auf einen neuen Vertrag hat: "Es wäre schlecht zu sagen: Nein."

Kein Heimrecht bei der Olympia-Quali

Durch das mäßige Abschneiden verpasste es das DEB-Team (DATENCENTER: Tabelle), sich einen Weltranglisten-Platz zu sichern, der fürs Heimrecht beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2018 berechtigt.

Für die Winterspiele in Sotschi hatten sich die Deutschen erstmals in ihrer Geschichte nicht qualifiziert.

Cortinas Mannen hatten bei der Quali in Bietigheim im entscheidenden Spiel nicht den benötigten Sieg nach regulärer Spielzeit gegen Österreich geschafft.

Mehr als 20 Absagen vor der WM

Allerdings anerkannte Reindl auch Cortinas Verdienste: " Pat hat gute Arbeit geleistet. Es war schwer für ihn, viele Umstände haben es nicht leicht gemacht."

Mehr als 20 Spieler hatten im Vorfeld abgesagt, auch das 0:10-Debakel gleich im zweiten Spiel gegen Kanada erschwerte die Mission. "Fakt ist, dass Pat es geschafft hat, dass es bei diesem Turnier immer besser geworden ist", meinte Reindl.

"Wir werden uns mit dem Kompetenzteam zusammensetzen, uns alles anhören und dann unsere Schlüsse daraus ziehen", kündigte der Verbands-Chef an. Mit anderen Kandidaten sei bislang nicht gesprochen worden.

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