Video

Innerhalb von acht Tagen kam es drei Mal zum Aufeinandertreffen zwischen den deutschen Jungs von mousesports und Team Dignitas.

Von Mirko Zaake

In einer Zeitspanne von acht Tagen musste das Team von mousesports in drei verschiedenen Turnieren gegen Team Dignitas antreten.

Nach der Niederlage gegen die Dänen auf der DreamHack Leipzig ging es in zwei Online-Turnieren um die Qualifikation für Großevents mit hochdotierten Preisgeldern.  

Das Scheitern auf der DreamHack Leipzig

Im Entscheidungsspiel um den Playoff-Einzug auf der DreamHack Leipzig passierte genau das, wovon die deutschen Fans vorher nichts wissen wollten. Nach einer überzeugenden Leistung gegen die Polen von Virtus.pro sowie das gewonnen geglaubte Spiel gegen Team Astralis war mousesports der Favorit für den zweiten Platz in den Playoffs.

Allerdings blühten die Dänen von Dignitas rund um Ansager Mathias "MSL" Lauridsen auf und zeigten vor allem auf de_cobblestone, dass man diese Karte gegen sie lieber nicht spielen sollte.

Das Geheimrezept der Dänen - de_cobblestone

Nach der Überarbeitung von de_cobblestone wird die Karte immer beliebter, da man vor allem auf der Seite der Angreifer viel mehr Möglichkeiten hat, als noch vor der Verbesserung der Map. Vor allem Dignitas scheint sehr viel Zeit in das Einstudieren der Taktiken zu stecken, was vor allem gegen mousesports Früchte getragen hat. 

Die Dänen rund um Kapitän MSL waren schwer zu besiegen. © DreamHack - Adela Sznajder

"Wir haben bisher noch nicht herausgefunden, wie wir am besten dagegen spielen sollen", erklärt Denis "denis" Howell. Vor allem die Ausführungen und Timings der Dänen seien laut denis perfekt einstudiert.

"Sie haben einen exzellenten B-Go mit sehr guten Timings und Laufwegen. Auch ihren A-Split spielen sie sehr gut aus. Unsere Schlüsselpositionen werden größtenteils durch ihre Rauch- und Blendgranaten aus dem Spiel genommen, was es sehr hart macht, dagegen zu spielen."

Die Spiele nach der DreamHack Leipzig

Auch nach der DreamHack kam es zum Duell zwischen beiden Teams, aus dem mousesports zumindest einmal als Sieger hervorgehen konnte. In der Qualifikation zu den Intel Extreme Masters Katowice, die das nächste Großevent nach dem Major in Columbus sein werden, gewann mousesports mit 2:0 nach Maps. Sogar auf de_cobblestone setzten sich die Deutschen knapp durch.

Aufgrund des noch nicht ausgereiften Mappools der Mäuse, die in der Regel immer de_train und de_overpass aus dem Spiel verbannen, kam es auch im dritten Spiel zum Duell auf de_cobblestone. Wie schon in Leipzig wurde mousesports wieder regelrecht überfahren und hatte keinerlei Chance auf der Karte, die mit 16:03 an Dignitas ging.

Mit der Niederlage hing auch die verfehlte Teilnahme am Global eSports Cup zusammen, bei dem es am kommenden Wochenende um insgesamt 200.000 US-Dollar Preisgeld gehen wird.

Entscheidende Wochen für mousesports

In den nächsten Wochen wird es nicht weniger spannend für das deutsche Team zugehen. Schon in neun Tagen begibt sich das Quintett nach Krefeld in die Location von TaKeTV, wo die Acer Predator Masters #2 Finals stattfinden werden. Wichtiger ist jedoch der Offline-Qualifier in Columbus Ohio in rund drei Wochen. Hier geht es um einen Platz für das nächste große Major-Event von VALVe, das zum ersten Mal in Nordamerika ausgetragen wird.

Ende Februar werden die deutschen Fans also Aufschluss haben, inwiefern man mit mousesports im Jahr 2016 rechnen kann.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel