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Mit Amazing und PowerOfEvil sind nun die zwei besten deutschen LoL-Profis in einem Team vereint. Bei der IEM San Jose soll der neue Mid-Laner an seine WM-Gala anknüpfen.

Von Johannes Gorzel

Mit PowerOfEvil hat Origen in der vergangenen Woche einen Mid-Laner gefunden, der xPeke in seinen Rollen als Spieler und Teaminhaber entlasten soll. Bei den Intel Extreme Masters wird die neue Aufstellung zum ersten Mal gemeinsam antreten.

Wie die Faust aufs Auge

Jesper „Niels“ Svenningsen (r.) begeisterte die europäischen Fans © Riot Games

PowerOfEvil passt perfekt zu Origen – in vielerlei Hinsicht. Zum einen handelt es sich bei ihm um ein junges Talent, welches von den Veteranen des Teams lernen und noch geformt werden kann. Diese Herangehensweise bewährte sich bereits im Summer Split, als man mit Niels einen sehr jungen AD-Carry auf die Bot-Lane los ließ.

Bei der WM lancierte er dann zum Vorzeigespieler des Teams und zeigte sich auf einem Level mit Koryphäen wie imp und Arrow; zahlte so das in ihn gesetzte Vertrauen zurück. Man machte Niels im Rahmen von zwei Splits zum internationalen Star-Spieler.

Des Weiteren ist Origen für einen großen Champion-Pool bekannt. Bei den Worlds packte xPeke gerne Pocket-Picks wie Anivia aus.

PowerOfEvil ist wohl der einzige etablierte Mid-Laner, der diese Kreativität noch zu überbieten weiß. Seine Picks sind eine Wundertüte und seine neuen Teamkollegen werden wahrscheinlich diesen Wahnsinn unterstützen.

Last but not least sind sich Origens Veteranen und PowerOfEvil in der Coaching-Frage einig. Mit Fnatic und Origen wird die europäische Szene von zwei Teams dominiert, deren Ansätze in dieser Grundsatzdiskussion kaum unterschiedlicher sein könnten.

Ein Spiel gegen die Zeit

Fnatic setzt mit Deilor auf einen Coach, der seinen Spielern strikte Trainingsvorgaben machen soll und gleichzeitig über einen Kader von besonders jungen Talenten verfügt.

Bei Origen will man so nicht verfahren. Veteranen wie sOAZ, xPeke und Amazing lassen sich von keinem Coach in ihr Handwerk reinreden.

Tristan „PowerOfEvil“ Schrage (M.) ist ein Publikumsliebling © Riot Games

 PowerOfEvil unterstützt diese Haltung und war bei Unicorns of Love ebenfalls mehr oder minder auf sich selbst gestellt, wenn es um Entscheidungen wie die der Pick- und Bann-Phase ging.

Im Interview mit SPORT1 offenbarte Enrique "xPeke" Cedeño, dass der stärkste Konkurrent bei diesen Intel Extreme Masters die Zeit sei: "Ich sprach mit PowerOfEvil und erklärte ihm, dass er sich keinen großen Kopf um die IEM machen muss.

Wenn man sich schnell aufeinander anpasst, dann werden wir als sehr starkes Team auftreten. Und falls nicht, dann liegt unser Fokus auf der LCS." 

Das Ass im Ärmel

Origen verfügt über einen Trumpf, den nur wenige andere Teams bei den IEM San Jose teilen. Sie waren bis zum Halbfinale der Weltmeisterschaft damit beschäftigt, den aktuellen Patch auf Spitzen-Niveau zu trainieren.

xPeke wird bei den IEM in San Jose voraussichtlich nicht spielen © Riot Games

Das Meta-Game hat sich seitdem kaum verändert. Sie sind sich bereits ihrer Schwächen bewusst.

Da wäre beispielsweise, dass sOAZ in seiner Rolle als zu fokussierender Top-Laner negativen Schneeballeffekten aus dem Weg gehen sollte. Außerdem lernte man, dass die Bot-Lane von Origen nicht zu viel Aufmerksamkeit von Amazing erhalten darf.

Sollte sich seit den letzten Partien der WM das Meta-Game auf dem Turnierpatch doch ein wenig verändert haben, so wäre Origen zumindest das erste Team, welches das mitbekam.

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