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Bei der Weltmeisterschaft gehörte Origen zu den Publikumslieblingen © Riot Games

SPORT1 sprach mit Enrique 'xPeke' Cedeño Martínez über ein mögliches Karriereende, die Coachingsituation und das anstehende IEM San Jose.

Von Karina Ziminaite und Marco Gnyp

Obwohl Origen zurzeit keinen Coach hat, meint Mid-Laner Enrique "xPeke" Cedeño Martínez, dass das kein Problem für die Vorbereitung auf IEM San Jose sei.

SPORT1: Hast du je darüber nachgedacht, dich vollkommen als Spieler zurückzuziehen?

xPeke: Natürlich habe ich den Gedanken ab und zu durchgespielt. Das macht man, wenn es gerade nicht so gut läuft und darum war das auch schon 2014 der Fall. Diese Entscheidung könnte ich jedoch niemals so einfach fällen. Ich liebe schließlich das Spiel und in Turnieren zu spielen ist das, was mir am meisten Spaß macht.

xPeke hat weiterhin Spaß am Wettbewerb © Riot Games

Sollte ich eines Tages das Ende meiner Spielerkarriere verkünden, würde ich es sofort bereuen. Ich möchte weiterhin spielen und mich so oft wie möglich mit anderen messen.

SPORT1: Lass uns etwas über das abgelaufene Jahr sprechen. Wenn du zurückdenkst, wie zufrieden bist du mit euren Ergebnissen und wie sich 2015 entwickelt hat?

xPeke: Um ehrlich zu sein: Ich bin unglaublich glücklich, wie es gelaufen ist. Ich hatte erwartet, dass es ein langsamer Start werden würde. Ursprünglich war unser einziges Ziel dieses Jahr, sich für die LCS zu qualifizieren und vielleicht in die Play-Offs zu kommen und einigermaßen mitzuspielen. Über die World Championship hatten wir uns keine Gedanken gemacht, bis eine realistische Chance existierte.

Insgesamt hat es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin stolz darauf. Es gelang uns stets, den nächsten Schritt zu machen.

Auch schwierige Zeiten meisterte das Team von Origen als Einheit © Riot Games

SPORT1: Wer hilft, jetzt, wo euer Coach nicht da ist, eurem Neuzugang PowerOfEvil mit dem Training?

xPeke: Aktuell ist es mehr oder weniger eine Teamsache. Unsere Coaches waren generell immer eher Analysten als Coaches. Momentan schauen wir überhaupt nicht, was unsere baldigen Gegner machen und wir bereiten auch keine neuen Strategien vor. Der Patch hat so viele Dinge verändert, dass jeder von uns einfach seine Meinung mit einbringt. Ich versuche, in dem Bereich mitzuhelfen. Vielleicht ist es etwas, das ich gut kann. Mein Wissen über das Spiel ist groß, aber wer weiß, ob ich überhaupt in der Lage bin, anderen Spielern dieses Wissen zu vermitteln.

SPORT1: Das ist ein Punkt, den viele Menschen immer wieder nennen. Wenn jemand enge, freundschaftliche Beziehungen zu den Spielern hat, ist es nicht leicht, objektiv zu bleiben und manchmal auch schwierige Entscheidungen zu treffen.

xPeke: Wir hatten dieses Problem bisher nicht. In der Challenger-Series gab es eine Woche, in der wir sehr schlecht gespielt haben und deswegen sauer waren. Wir wussten nicht, wie wir die Probleme richtig adressieren sollten, da wir keinen Coach hatten. Wir saßen uns zusammen und sprachen uns über alles aus, was das Spiel betraf. An den Punkt hatten wir langsam begonnen, zu lernen, wie man sich selbst ohne Coach verbessern kann.

SPORT1: In einer Woche findet IEM San Jose statt. Gibt es Teams, auf die du besonders gespannt bist?

xPeke: Origen und Fnatic natürlich. Es wird zudem interessant sein, zu sehen, wie LGD dieses Mal auftreten wird. Auch TSM ist interessant, vor allem, wenn das komplette Line-Up feststeht. Im Prinzip freue ich mich auf alle Teams, die in San Jose mitspielen werden.

Zum ersten Teil des Interviews mit Enrique "xPeke" Cedeño Martínez.

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