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Spirit debütierte in Köln im Fnatic-Trikot © ESL – Helena Kristiansson

Fnatic verlor drei Spieler an Teams aus Nordamerika, mit dem neuen Star Spirit will das Team ans Vorjahr anknüpfen. Der LCS-Favoritencheck, Teil 2.

Von Marco Gnyp

Wie im Vorjahr blieb die Organisation vom großen Wechselkarussell nach der WM nicht verschont. Trotzdem kann sich das neue Lineup mehr als sehen lassen. Im zweiten Teil des dreiteiligen EU LCS-Checks nimmt SPORT1 drei weitere Teilnehmer genauer unter die Lupe.

Fnatic mit neuen Gesichtern

Der EU-Champion musste drei schmerzhafte Abgänge hinnehmen. YellOwStaR, Huni und Reignover verließen das Team in der Off-Season in Richtung Team SoloMid sowie Immortals. Mit Febiven und Rekkles sind lediglich die beiden Carries verblieben.

Jungler Spirit ist von den Neuzugängen der große Star. Bei der 1:2-Niederlage gegen Qiao Gu bei den Intel Extreme Masters Cologne fokussierte sich der Koreaner auf Nidalee und zeigte stellenweise, zu was er in der Lage ist.

Der deutsche Support NoXiAK erhält bei Fnatic endlich die Gelegenheit, sich zu beweisen. Bei MeetYourMakers und SK Gaming erhielt er nur wenige Einsätze. NoXiAK zeigte aber Potenzial, das er nun im Spring Split untermauern will. Eine Platzierung im oberen Tabellendrittel sollte für Fnatic mehr als machbar sein.

Vitality: Neues Rezept, alte Zutaten

Die französische Organisation stieg im Dezember 2015 erstmals in League of Legends ein und sicherte sich den LCS-Slot von Gambit Gaming, der zum Verkauf stand. Dabei setzen die Verantwortlichen auf bekannte Gesichter aus der EU LCS.

Cabochard, der bei Gambit eine tragende Rolle spielte, wird bei Team Vitality auf der Top-Lane zu finden sein. Aus dem Jungle unterstützt ihn Shook. Der Niederländer gewann mit Alliance 2014 den Summer Split, schied bei der folgenden WM aber in der Gruppenphase aus.

kaSing spielte bei den IEM in San Jose für Team SoloMid © ESL – Patrick Strack

Mit Nukeduck hat das Team einen soliden Mid-Laner, der 2015 bei Team ROCCAT langsam aber stetig Verbesserungen zeigte. Die ehemalige Bottom-Lane von H2k-Gaming, kaSing und Hjärnan, komplettiert das Lineup.

Die französische Organisation hat bei ihrem Debüt ein Lineup aus erfahrenen Spielern mit LCS-Kaliber zusammengestellt, mit dem eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte realistisch ist.

Wie so häufig wird es darauf ankommen, wie schnell sich die Akteure auf ihre neuen Mitspieler einstellen können.

Das dänische Quintett

Die Spieler von Splyce qualifizierten sich als Team Dignitas EU im Challenger Series-Finale mit 3:2 gegen das deutsche Team von mousesports erstmals für die EU LCS. Aufgrund des LCS-Regelwerks musste Dignitas eines ihrer Teams abgeben und entschied sich für das dänische Squad.

Dieses wurde von Follow eSports aufgenommen, ehe sich die Organisation schließlich in Splyce umbenannte. Den vier Ex-Dignitas-Spielern Sencux, Wunderwear, Kobbe und Nisbeth trat Jungler Trashy bei, der zuvor in Nordamerika für Enemy in der LCS spielte, aber am Ende relegiert wurde.

Insbesondere Sencux gehört zu den aufstrebenden Talenten im Team, die diese Gelegenheit nutzen können, um auf sich aufmerksam zu machen. Der 17-Jährige gehört mit G2s PerkZ zur neuen Generation, die in Zukunft die europäische Tradition der starken Mid-Laner, die von Spielern wie xPeke, Alex Ich und Froggen gestartet wurde, weiterführen kann.

Das Roster besitzt den Vorteil, dass die Kommunikation in der eigenen Muttersprache ablaufen kann. Mit Teams wie Elements, Giants Gaming und ROCCAT ist Splyce nicht unbedingt ein direkter Abstiegskandidat. Wenn alles perfekt verläuft, kann für die Dänen vielleicht sogar ein Playoff-Platz herausspringen.

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